08.11.2012 – Kategorie: Fertigung, IT, Management, Marketing, Sonstiges, Technik

Siemens übernimmt LMS International, Anbieter für mechatronische Simulation

Verstärkung durch LMS International soll Industriekunden noch schneller machen


Siemens erweitert sein Industriesoftware-Portfolio mit der Übernahme von LMS International NV (Leuven, Belgien), einem führenden Anbieter für die Prüfung und mechatronische Simulation komplexer Produkte. „Die mechatronische Simulation wird für intelligente, wettbewerbsfähige Produktentwicklungs- und Produktionsprozesse immer wichtiger. Mit dem Zukauf von LMS rücken wir nun auch in diesem Softwaresegment auf eine Spitzenposition vor und können die Innovationskraft und -geschwindigkeit unserer Kunden nochmals maßgeblich steigern“, sagte Siegfried Russwurm, Mitglied des Vorstandes und CEO des Sektors Industry bei der Siemens AG. Der Kaufpreis für LMS beträgt rund 680 Millionen Euro.Die Transaktion steht unter dem Vorbehalt behördlicher Zustimmung.


Mit über 1’200 Mitarbeitern und einem Umsatz von mehr als 140 Mio. Euro in den ersten neun Monate des Jahres 2012 (1. Januar bis 30. September) ist LMS Partner für etwa 5’000 Unternehmen der Automobilindustrie, Luft- und Raumfahrt sowie anderer Branchen. Das Privatunternehmen unterstützt sämtliche Fortune-500-Unternehmen aus Automobil- und Flugzeugbau inklusive ihrer Tier-One-Zulieferer mit einer Kombination aus Software zur mechatronischen Simulation, Testsystemen und Engineering-Leistungen. Dabei bietet LMS eine komplette Softwareplattform zum Modellieren, Simulieren und Prüfen mechatronischer Systeme in Fahrzeugen, Flugzeugen und anderen komplexen Produkten hinsichtlich Akustik, Vibrationen, Schwingungen, Betriebsfestigkeit und Dynamik an.


Die Geschäftsaktivitäten von LMS sollen innerhalb der Division Industry Automation in das Software-Portfolio für Product Lifecycle Management (PLM) integriert werden. „Mit der Übernahme von LMS verstärken wir unser Industriesoftwareangebot für viele Kunden an entscheidender Stelle. Diese können ihre Produkte künftig mit einer durchgängigen Datenbasis simulieren, testen, optimieren und produzieren. Das macht sie schneller, zielgenauer, flexibler und kostengünstiger“, erklärte Anton S. Huber, CEO der Division Industry Automation. „Diese Akquisition ist die bestmögliche strategische Option, unser künftiges Wachstum zu maximieren und den langfristigen Erfolg von LMS in einer sich konsolidierenden Industrie fortzusetzen“, sagte Urbain Vandeurzen, Vorsitzender und CEO von LMS. „Seit unserer Gründung 1980 haben wir für mehr als 30 Jahre Wachstum bei Gewinn und Umsatz berichtet. Unsere Kunden können weiterhin auf unser Lösungsportfolio setzen – und nun zudem auf einen starken Partner, der komplementäre Software, fundierte Branchenkompetenz und langfristige Stabilität bietet”.


Als Teil des Industriesoftwareangebotes von Siemens wird PLM-Software von über 70’000 Unternehmen weltweit eingesetzt, die aus dem Automobilbau, der Elektronikfertigung, der Luft- und Raumfahrt, dem Maschinenbau sowie anderen Branchen kommen. Seit der Akquisition der UGS Corp. im Jahr 2007 ist Siemens der weltweit einzige Anbieter, der den gesamten Wertschöpfungsprozess für Produktentwicklung und Produktion mit Software abdeckt. Die Industriesoftwareunternehmen, die Siemens seit Ende 2011 übernommen hat, sind Active Tecnologia em Sistemas de Automação Ltda. (Pharma- und Biotechnik-Produktion), Vistagy Inc. (Konstruktion von Verbundwerkstoffen), die IBS AG (Qualitäts- und Produktionsmanagement), Innotec do Brasil Ltda. (Ganzheitliches Anlagenmanagement), die Perfect Costing Solutions GmbH (Kostenmanagement), VRcontext International S.A. (3D-Anlagenvisualisierung) sowie Kineo CAM (Computergestützte Software zur Bewegungsführung).


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