09.09.2014 – Kategorie: Fertigung

Siemens überarbeitet Prozessleitsystem PCS 7

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Die Siemens-Division Industry Automation hat dem Prozessleitsystem Simatic PCS 7 beim Upgrade auf Version 8.1 70 technische Neuerungen verpasst. Diese sollen die Anwenderfreundlichkeit, Performance und Effizienz des Prozessleitsystems verbessern. Die Neuerungen betreffen den gesamten Lebenszyklus verfahrenstechnischer Anlagen – von der Planung bis zur Wartung. Siemens verspricht Projekteuren noch effizientere Engineeringtools, Bedienern noch höheren Komfort in der täglichen Arbeit und dem Betreiber eine höhere Systemverfügbarkeit und geringere Gesamtbetriebskosten.

Zwei Beispiele für das effizientere Engineering mit Simatic PCS 7 V8.1 sind das selektive Laden von Programmcodes und die Funktionalität „Type Change in Run“. Beim selektiven Laden von Programmcodes in die Automatisierungssysteme lädt der Projekteur nun gezielt seine individuellen Änderungen. Damit entfällt die sonst notwendige Abstimmungsarbeit im Projektteam und die Inbetriebnahme wird flexibler und wesentlich effektiver. „Type Change in Run“ bringt beim Einsatz der neuen Simatic PCS 7 CPU 410 ebenfalls Verbesserungen im Engineering: Updates einzelner Bausteine können nun geladen werden, ohne das Automatisierungssystem in Stopp setzen zu müssen. Dies ist etwa bei Versionsupdates in der Betriebsphase von Vorteil, zum Beispiel beim Erweitern der Funktionalität eines bestehenden Motorbausteins.

Mehr Bedienkomfort und eine Entlastung der Bedienmannschaft in der täglichen Arbeit sollen die „Advanced Process Graphics“ bieten. Bislang Optionsmodul, ist es ab Version 8.1 in der Standardausführung des Leitsystems enthalten. Die Visualisierung basiert bei Advanced Process Graphics auf dem Einsatz dezenter Farben, einfacher Formen und eindeutiger Bildsprache in den Bedienbildern. Aufbereitete Anlagendaten in Form von Hybridanzeigen, Trendkurven und Spinnen-Diagrammen erleichtern die Arbeit. Wichtige Trends in Produktionsprozessen werden angezeigt und Gesamtzusammenhänge zuverlässig visualisiert. Bei zunehmender Komplexität und erweiterten klassischen Bedienaufgaben vereinfacht dies die tägliche Arbeit des Bedieners.

Für eine höhere Verfügbarkeit, mehr Performance und geringere Gesamtbetriebskosten sollen zum Beispiel die Systemerweiterungskarte SEC (System Expansion Card) für die Simatic PCS 7 CPU 410 sorgen wie auch der neue Baustein MPC 10×10 und neue Condition Monitoring-Bausteine. Mit der System Expansion Card für Simatic PCS 7 CPU 410 wird die Leistung des Controllers exakt an die jeweilige Automatisierungsaufgabe angepasst. Ohne Neustart des Automatisierungssystems kann der Anwender zum Beispiel die Anzahl der Prozess-Objekte bei zusätzlich benötigter Leistung heraufsetzen. Das Einplanen von Sicherheitsreserven entfällt und der Betreiber spart Investitionskosten. Der neue MPC 10×10-Baustein beherrscht als modellbasierter prädiktive Regler bis zu zehn Stell- und Regelgrößen. Mit ihm lassen sich anspruchsvolle Mehrgrößen-Regelungsaufgaben und noch höherwertigere Regelungsaufgaben einfach umsetzen, zum Beispiel ganze Destillationskolonnen optimal hinsichtlich Produktausbeute und Energieeinsatz betreiben. Die neuen Condition Monitoring-Bausteine in Upgrade V8.1 überwachen mechanische Komponenten wie Pumpen oder Ventile auf ihren einwandfreien Betrieb. Zustandsüberwachungskonzepte können so bei konsistentem Look & Feel direkt in das Leitsystem integriert werden. Betreiber gewinnen damit wertvolle Informationen über den Zustand ihrer Anlage, vermeiden ungeplante Ausfälle und sparen durch Überwachung und optimalen Betrieb ihrer Komponenten zusätzlich Energiekosten.


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