15.04.2013 – Kategorie: Fertigung, IT

Siemens-Software integriert Qualitätsmanagement ins PLM

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Siemens hat eine neue Software für Qualitäts- und Issue-Management sowie CAPA-Prozesse (CAPA – Corrective and Preventive Action) vorgestellt. Die neue Software ist Bestandteil von Teamcenter, einem umfassenden Datenmanagementsystem der Geschäftseinheit Siemens PLM Software. Die Anwendung ermöglicht eine detaillierte Sicht auf Qualitätsmanagementprozesse und eine schnellere Lösung von Qualitätsproblemen. Sie bietet darüber hinaus einen umfangreicheren und durchgängigen Prozess, um die Grundursachen für Probleme zu identifizieren. Korrekturen, Vorbeugung und Nachprüfung sind weitere Funktionen. Damit sinkt das Risiko für ein erneutes Auftreten der Probleme; Qualität lässt sich auf diese Weise kontinuierlich verbessern.

Nach einer Studie der Aberdeen Group lassen sich die Kosten, die durch interne und externe Fehler entstehen, um mehr als 50 Prozent reduzieren, wenn Qualitäts- und Product-Lifecycle-Management (PLM) verzahnt zusammenarbeiten. Der Kostenaufwand für gleichbleibende Qualität sinkt um bis zu acht Prozent. CAPA-Prozesse sind ein wichtiger Bestandteil von Lösungen für das Qualitätsmanagement. Bei der Softwarelösung für Issue-Management und CAPA handelt es sich um ein Web-basiertes Angebot aus dem Teamcenter-Portfolio, der am häufigsten eingesetzten Produkt-Suite für das digitale Lifecycle-Management. Die neue Lösung enthält Prozesse für Qualitäts- und Änderungsmanagement, erleichtert die Entscheidungsfindung und unterstützt Eight Disciplines Problem Solving (8D-Methode), eine Methode mit der Qualitätsingenieure üblicherweise Probleme angehen und beheben.

Auch die Analysten von LNS Research sind der Meinung, dass PLM ein wichtiger Schwerpunkt für das Qualitätsmanagement ist. „Das gilt sowohl bei einzelnen Prozessen, als auch über das gesamte Unternehmen hinweg. Eine Lösung für Issue-Management und CAPA auf PLM-Basis bietet einen sehr guten Ausgangspunkt, um den gesamten Qualitätszyklus zu verwalten“, sagt Matthew Littlefield, President und Principal Analyst bei LNS Research.

CAPA-Aktivitäten konzentrieren sich häufig darauf, Unstimmigkeiten, wie etwa Beschwerden von Kunden, Defekte oder Produktversagen, systematisch zu untersuchen. Damit sollen Grundursachen dauerhaft beseitigt und eine Wiederholung vermieden werden. Diese Prozesse sind weit verbreitet, um die Qualität und Sicherheit von Produkten sicherzustellen. Wenn Probleme auftreten, ist die Zeitdauer bis zu ihrer Lösung ausschlaggebend. Bis ihre Ursache identifiziert, korrigiert, die Lösung geprüft und das Problem schließlich gelöst ist, müssen Hersteller Zeit und Aufwand für Provisorien, Reparaturen und Nachbesserungen investieren. Selbst wenn Probleme intern aufgespürt sind, können sie weiterhin die Produktivität der Fertigung massiv beeinflussen. Die Situation verschlechtert sich, wenn die Schwierigkeiten erst nach der Produktion von Kunden oder Kontrollinstanzen entdeckt werden. Möglicherweise ergeben sich daraus Haftungsverpflichtungen; die Zufriedenheit der Kunden leidet.

„Qualitätsmanagement ist häufig ein formloser, unzusammenhängender Prozess und wird normalerweise außerhalb des PLM-Bereichs verwaltet. Qualitätsmanager haben keinen Einblick in die Anforderungen der Produktion und die Herstellungsprozesse. Dadurch wird es schwierig, die Qualität effektiv und vorausschauend zu sichern“, sagt Eric Sterling, Senior Vice President Lifecycle Collaboration Software bei Siemens PLM Software. „Teamcenter verbindet Daten aus der Produktion und dem Qualitätsmanagement und bietet Herstellern so unternehmensweiten Überblick über Probleme in diesem Bereich. Mit Teamcenter lassen sich Schwierigkeiten schneller beheben. So verringern produzierende Unternehmen das Fehlerrisiko und können ihre Qualität effizient sichern.“

Die Teamcenter Lösung für Issue-Management und CAPA ist ab sofort verfügbar. Weitere Informationen sind auf der Webseite des Anbieter Siemens PLM Software erhältlich.


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