02.08.2022 – Kategorie: Automatisierung & Robotik

Robotik-Anwendungen: Siemens und ArtiMinds entwickeln prototypische Schnittstelle

Robotik-AnwendungenQuelle: ArtiMinds Robotics GmbH

ArTIA ist ein von ArtiMinds Robotics und Siemens gemeinsam entwickelter Prototyp, der die ArtiMinds Robot Programming Suite und SIMATIC STEP 7 (TIA Portal) miteinander verbindet. Ziel des Software-Konnektors ist es, den Aufwand bei der Umsetzung von Advanced Robotics Applikationen zu minimieren, indem automatisch eine Kommunikationsschnittstelle zwischen der Robotersteuerung und der speicherprogrammierbaren Steuerung (SPS) geschaffen wird.

Robotik-Anwendungen: ArTIA richtet die entsprechende Roboterhardware automatisch im TIA Portal-Projekt ein. Anschließend importiert ArTIA die Funktionsbausteine entsprechend der in ArtiMinds RPS generierten Unterprogramme des Roboters. So wird ein konsistenter Datenaustausch zwischen SPS und Robotercontroller gewährleistet. Analog zum konventionellen Vorgehen kann das TIA Portal anschließend wie gewohnt verwendet werden, um die Interaktion des Roboters einzurichten.

Darüber hinaus legt ArTIA den Grundstein für das Selbstlernen von Robotern im laufenden Betrieb. Durch die Verbindung zwischen Robotercontroller, SIMATIC Controller und der Analysesoftware ArtiMinds Learning & Analytics for Robots (LAR) können Algorithmen zukünftig zur autonomen Teachpunkt-Optimierung unter Einhaltung der zugrundeliegenden Sicherheitsanforderungen eingesetzt werden.

Robotik-Anwendungen
Integration des Advanced Robotics-Programms in das Gesamtautomatisierungssystem mittels TIA Portal. (Bild: Siemens AG)

Komplexe Automatisierungsschritte, wie zum Beispiel die Montage von toleranzbehafteten Bauteilen wie THT-Komponenten oder flexiblen Teilen wie biegeschlaffen Kabeln, bringen konventionelle Automatisierungslösungen an ihre Grenzen und lassen sich zunehmend mit fortschrittlichen Robotik-Anwendungen realisieren. Advanced Robotics gilt als Schlüsseltechnologie, um diese Herausforderungen zu bewältigen und unterscheidet sich von konventionellen Robotik-Applikationen durch den Einsatz zusätzlicher Sensoren und Algorithmen, die zum Beispiel eine kraft- oder kamerabasierte Montage ermöglichen. Entscheidend für die Integration in eine bestehende Automatisierungsumgebung ist die Kopplung zwischen speicherprogrammierbarer Steuerung und Robotersteuerung. Diese Faktoren erhöhen jedoch sowohl den Zeitaufwand als auch die erforderliche Programmierexpertise.

Robotik-Anwendungen
No-Code-Programmierung von Advanced Robotics Anwendungen in ArtiMinds RPS. (Bild: ArtiMinds Robotics GmbH)

Mit der prototypischen Schnittstelle sind Unternehmen in der Lage, Robotik-Anwendungen mit reduziertem Engineering- und Kostenaufwand in ihre Automatisierungsumgebung zu integrieren.

Lesen Sie auch: Risiken von Robotik-Anwendungen analysieren und bewerten


Teilen Sie die Meldung „Robotik-Anwendungen: Siemens und ArtiMinds entwickeln prototypische Schnittstelle“ mit Ihren Kontakten:


Scroll to Top