Referenzprojekt IUNO: Sicherheit für Industrie 4.0

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Im Nationalen Referenzprojekt IUNO erarbeiten 21 Partner aus Industrie und Forschung bis 2018 Sicherheitslösungen und stellen sie als Werkzeugkasten der Industrie zur Verfügung. An der SPS IPC Drives in Nürnberg wurde das Projekt öffentlich vorgestellt.
iuno

Für die Industrie 4.0 werden neuartige IT-Sicherheitslösungen benötigt, um vernetzte Produktionssysteme vor Cyberattacken und Spionage zu schützen. Im nun gestarteten Nationalen Referenzprojekt IUNO erarbeiten 21 Partner aus Industrie und Forschung bis 2018 diese Lösungen und stellen sie als Werkzeugkasten der mittelständischen produzierenden Industrie zur Verfügung. Auf der Fachmesse SPS IPC Drives in Nürnberg wurde dieses Projekt öffentlich vorgestellt. IUNO wird unterstützt vom Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen der neuen High-Tech-Strategie.

Eine aktuelle Studie des Allensbacher Instituts für Demoskopie stellt fest, dass die deutsche Industrie den wirksamen Schutz vor Cyber-Angriffen als größte Herausforderung bei der Umsetzung von „Industrie 4.0“ sieht. IUNO, das Nationale Referenzprojekt für IT-Sicherheit in der Industrie 4.0, nimmt genau diese Herausforderung in Angriff. Das Projekt, das im Juli 2015 begonnen hat, erstellt in einem Verbund führender Partner aus Industrie und Forschung praxistaugliche Konzepte und Lösungen für IT-Sicherheit in der Industrie 4.0. Das Besondere dabei: IUNO kombiniert eine Vielzahl von Szenarien entlang unterschiedlicher, aber jeweils vollständiger Wertschöpfungsketten – aus der Möbelindustrie, der Automobilwirtschaft, den Werkzeugmaschinenherstellern – und führt die jeweils gewonnenen Ergebnisse in einem Werkzeugkasten zusammen, der auch für andere Einsatzfelder und Unternehmen anwendbar ist.

Auf der Fachmesse SPS IPC Drives in Nürnberg, Europas führender Fachmesse für elektrische Automatisierung, wurde IUNO am 25.11.2015 erstmals einer breiteren Öffentlichkeit vorgestellt. Im Rahmen einer IUNO-Podiumsdiskussion im VDMA Forum diskutierten die IUNO-Partner Ernst Esslinger (HOMAG Group, Schopfloch), Oliver Winzenried (WIBU-SYSTEMS AG, Karlsruhe), Dr. Wolfgang Klasen (SIEMENS AG, München) und Prof. Dr. Claudia Eckert (Fraunhofer-AISEC, München).
Die Podiumsteilnehmer waren sich darin einig, dass kein produzierendes Unternehmen in Zukunft darum herumkommt, seine Produktionssysteme zu vernetzen, wenn es wettbewerbsfähig bleiben will. Allen wird sich dabei die Frage stellen, wie die eigenen Daten und Systeme investitionssicher geschützt werden können. IUNO wird hier konkrete Antworten liefern: „Gerade die kleinen und mittelständischen produzierenden Unternehmen sollen von den Ergebnissen profitieren“, betonte Projektkoordinator Ernst Esslinger (HOMAG Group). Das Projekt hat ein Gesamtvolumen von 33 Millionen Euro und wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit bis zu 20 Millionen Euro als Teil der neuen Hightech-Strategie gefördert.

IUNO ist das Nationale Referenzprojekt für IT-Sicherheit in der Industrie 4.0. Das Projekt vereint 21 Partner aus Industrie und Forschung und führt die wesentlichen Akteure im Themenfeld zusammen: Großunternehmen, Mittelständler, Anwenderunternehmen, spezialisierte IT-Sicherheitsunternehmen und führende Forschungseinrichtungen. Gemeinsam schaffen sie einen Werkzeugkasten für IT-Sicherheitslösungen für die Industrie 4.0, der der deutschen produzierenden Industrie zur Verfügung gestellt wird. IUNO hat eine Laufzeit von 2015 bis 2018 und wird gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF). Partner des IUNO-Konsortiums sind: Accessec GmbH, Bosch Rexroth AG, Bosch Software Innovations GmbH, DFKI GmbH, Duravit AG, Escrypt GmbH, Fraunhofer-AISEC, Fraunhofer-IESE, Fraunhofer-SIT, HOMAG Holzbearbeitungssysteme GmbH, Infineon AG, Nobilia Werke, Phoenix Contact GmbH, Robert Bosch GmbH, Siemens AG, Trumpf GmbH, TU Darmstadt, TU München, Universität Kassel, Volkswagen AG, WIBU-SYSTEMS AG. Koordinator ist die HOMAG GmbH.

Bild: IUNO-Podiumsdiskussion auf der SPS IPC Drives mit Prof. Claudia Eckert (Fraunhofer-AISEC), v. l. n. r.: Rainer Glatz (VDMA), Dr. Wolfgang Klasen (SIEMENS), Ernst Esslinger (HOMAG Group), Oliver Winzenried (WIBU-Systems). Foto: Bernd Hartmann

 

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