Rebenbinden: So vereinfacht eine 4-Säulen-Presse den Weinbau

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Rebenbinden ist zeit- und kraftraubend. Abhilfe schaffen Rebenbindegeräte – wie 4-Säulen-Pressen dabei die Leistung steigern.

Die Seibert Gerätebau GmbH hat ihren Sitz in Barbelroth in Rheinland-Pfalz an der Deutschen Weinstraße. Deshalb ist es auch nicht verwunderlich, dass sich das Unternehmen auf praktische Helfer für den Weinanbau spezialisiert hat: Das Familienunternehmen entwickelt und fertigt seit 1995 Rebenbindegräte – inzwischen in zweiter Generation und mit zehn Beschäftigten. Im Frühjahr befestigen die Winzer die Reben an den Spanndrähten der Rebstock-Pfahlreihen, sodass diese ungehindert austreiben und wachsen können. Um diese anstrengende und zeitintensive Arbeit zu beschleunigen und zu erleichtern, hat Seibert das Rebenbindegerät Beli entwickelt. Es reduziert die Bindezeit pro Hektar deutlich und nutzt als umweltfreundliches Bindematerial einen leicht verzinkten Spezialdraht, der sich einfach entfernen lässt und rückstandslos nach etwa einem Jahr im Boden verrottet.

Rebenbinden: Das hat es mit 4-Säulen-Pressen zu tun

Bei der Produktion des Beli setzt Seibert schon seit vielen Jahren eine 4-Säulen-Presse der Tox Pressotechnik aus Weingarten ein. Auf ihr stanzt und biegt der Gerätebauer die Anbauteile aus Stahlblech. Nun sollte auch die Hauptkomponente des Werkzeugs inhouse gefertigt werden – der sogenannte Schaltgriff aus 1,5 Millimeter dickem Aluminium. Dafür benötigten die Rheinland-Pfälzer aber deutlich mehr Stanz- und Biegekraft als die bereits vorhandene Presse leisten kann. Dank der guten Erfahrungen mit den Anlagen aus Oberschwaben entschied sich Seibert wieder für ein System von Tox. Geschäftsführer Sascha Seibert wandte sich mit seinem Anliegen an Marco Unger, Technischer Vertrieb bei Tox. „Wir haben uns zusammengesetzt und uns die Anforderungen an die neue Anlage genau angeschaut“, erzählt Unger. „Als optimale Lösung fand sich recht schnell eine 4-Säulen-Presse der Baureihe MAG mit einem bärenstarken Kraftpaket als Antrieb.“

Hier entstehen die Blechrohlinge für die Rebenbinder.

Die Neue 4-Säulen-Presse ist dreimal so stark

„Die Presse ist im Grunde gleich aufgebaut wie die, auf der wir schon seit mehreren Jahren fertigen“, erklärt Seibert. „Die Neue verfügt aber über die dreifache Presskraft.“ Die Pressensysteme der Baureihe MA verteilen die Belastung optimal über die gesamte Aufspannfläche. Dabei minimieren die 4-Säulen-Bauweise und die massive Konstruktion der Stößelplatten die Aufbiegung. Je nach Bearbeitungsaufgabe kann der Gerätebauer verschiedene Werkzeuge einfach einsetzen – dafür sorgen der großzügige Werkzeug- Einbauraum sowie der variabel wählbare Hub. „Seibert Gerätebau hat sich für eine TOX-4- Säulen-Presse MAG in Standardausführung mit einer Presskraft von maximal 520 Kilonewton entschieden“, sagt Unger. „Ein pneumohydraulisches TOX-Kraftpaket vom Typ X-KT mit einem Gesamthub von 50 und einem Krafthub von 32 Millimetern treibt die Presse an.“ Das 4-Säulen- Gestell besitzt für den sicheren Rückhub einen Stößelschutz und hat eine CE-Kennzeichnung.

Die fertigen Handwerkzeuge erleichtern den Weinbauern die Arbeit.

Mit der neuen Presse fertigt Seibert Gerätebau in zwei Arbeitsschritten den Schaltgriff des Rebenbindegeräts. Im ersten Schritt stanzt der Bediener die Y-förmigen Rohlinge aus einem 1,5 Millimeter dicken Aluminium-Band, das über eine Holzführung in die Presse gelangt. Für den zweiten Schritt wechselt der Bediener das Werkzeug in der Presse und biegt die Rohlinge zu Schaltgriffen. „Damit fertigt Seibert jetzt auch die Hauptkomponente des Beli selbst – schnell, einfach und wirtschaftlich“, sagt Unger.

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