03 2011

DIGITAL MANUFACTURING 2011/03

Liebe Leser,
seit Jahren steigen die Energiepreise für Strom und Gas. Und daran wird sich wohl auch in Zukunft nichts ändern. Im Gegenteil: Der beschlossene Atomausstieg könnte den Preisanstieg sogar noch beschleunigen. Dies trifft das produzierende Gewerbe besonders hart. Denn bei industriell gefertigten Produkten verursachen die Energiekosten mittlerweile einen erheblichen Teil der Herstellungskosten. Überschneiden sich Fertigungsaufträge im Unternehmen, benötigt man viel Energie – und es wird besonders teuer. Denn diese Leistungsspitzen dienen Energieversorgern als Grundlage für die Berechnung der Energiekosten. Viele Produktionsunternehmen setzen daher auf ein Lastmanagement. Zwar lassen sich da­rüber Energiekosten einsparen, weil der Energieverbrauch besser über die Zeit verteilt ist, die Gesamtkosten können sich jedoch durch eine Verschlechterung der logistischen Kennzahlen erhöhen. Mit diesem Problem beschäftigt sich nun das Institut für integrierte Produktion (IPH) in Hannover und möchte über ein Forschungsprojekt bis 2013 eine Methode entwickeln, die eine energiekostenorientierte Planung der Belegung von Maschinen ermöglicht, ohne logistische Zielgrößen zu vernachlässigen. Aber auch heute schon können Unternehmen mit gezielten Effizienzmaßnahmen ihre Energiekosten spürbar senken. Beispiele von namhaften Unternehmen belegen dies.

Rainer Trummer, Chefredakteur

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