Mehr Sicherheit in der Produktion

TÜV SÜD: Schwachstellen erkennen und beseitigen

Wo sind Schwachstellen im System? Zur Abwehr von Angriffen muss man verstehen, wie Angreifer vorgehen und welche Methoden sie einsetzen. Bei Penetrationstests nutzt TÜV Süd die gleichen Methoden wie ein potenzieller Angreifer, um die Sicherheit von elektronischen Geräten oder kompletten Systemen zu testen.

05 2016

DIGITAL MANUFACTURING 05/2016

Industrie 4.0 – Abstinenz ist keine Option!

Liebe Leser,
VW spricht von 6.000 Angriffen aus dem Internet, die das Unternehmen pro Woche abwehrt, McAffee schätzt den jährlichen Gesamtschaden von Cyberattacken auf 500 Milliarden US-Dollar. Und die Gefahr steigt.
Im Zuge der Industrie 4.0 und der damit verbundenen umfassenden Vernetzung rücken auch Fertigungsunternehmen mehr und mehr in den Fokus der Cyberkriminellen. Vom Diebstahl von sensiblen Produktionsdaten bis hin zur Sabotage von Maschinen und Anlagen – denkbar sind viele Szenarien.
Dabei ist Abstinenz von den neuen Technologien in der Fertigung auch keine Option – dann überholt die Konkurrenz von links und rechts. Experten sprechen bei der Industrie 4.0 nicht umsonst von disruptiven Technologien. Bestes Beispiel ist hier Nokia im Bereich der Mobiltelefone. Die Einführung der ersten Smartphones mit Touch-Bedienphilosophie in Form von iPhone und Android-Geräten läuteten den Niedergang des einstigen Branchenprimus ein. Nachdem zuletzt Microsoft versucht hatte, den finnischen Konzern im Geschäft zu halten, will der Windows-Entwickler nun die Marke an den taiwanesischen Auftragsfertiger Foxconn abstoßen.
Was aber können die Verantwortlichen im Fertigungsunternehmen tun, um trotz aller Bedenken bei der Security ihrer Produktion in die weitere Vernetzung zu investieren?

Klar ist, dass es ein ganz neues Feld für die Mitarbeiter darstellt und dass entsprechende Investitionen in die Mitarbeiter notwendig werden. Das nötige IT-Know-how könnte entweder durch Weiterbildung aus den eigenen Reihen zustande kommen oder durch den Einsatz von Spezialisten und Beratern. Wichtig ist, dass sich diese Fachleute sowohl mit der IT als auch in der Produktion auskennen.
Weitere Ansätze dazu liefert auch unsere Titelstory auf Seite 10. Darin erklärt der TÜV Süd, wie Analysen, Prüfungen, Tests und Zertifikate eine Sicherheitsarchitektur bilden, die für viele Cyberkrimelle eine hohe Hürde darstellt. Aber auch das ist noch nicht das Ende der Fahnenstange. Langfristig wird man weg müssen von stichprobenartigen Prüfungen hin zu einem kontinuierlichen Sicherheitsmonitoring in der Produktion – und dafür braucht es zwangsläufig einen, der in der Produktion den Hut für die IT-Security aufhat.
Lösungen zu weiteren Herausforderungen im IT-gestützten Produktionsprozess finden Sie in diesem Heft. Viel Spaß beim Lesen!

Jan Bihn, Redakteur

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