Industrie 4.0 konkret: In vier Stufen zur „Smart Factory“

Integrierte MES-Lösung von MPDV

In der Debatte um Industrie 4.0 steht der Nutzen von MES auf dem Prüfstand. Elf Experten erläutern, warum Unternehmen auch künftig die Feinplanungstools benötigen.

02 2016

DIGITAL MANUFACTURING 02/2016

Auf dem Weg zur Produktion von morgen

Liebe Leser,
sowohl Software-Anbieter als auch Automatisierer bieten mehr und mehr Lösungen für die zunehmende Digitalisierung in den Produktionsunternehmen an. Begriffe wie „Industrie 4.0“, „Internet of Things (IoT)“ oder „Cyber-Physische Systeme“ sind allgegenwärtig. Aber wie weit ist das Thema Industrie 4.0 in den deutschen Unternehmen schon vorgedrungen?
Es sieht gar nicht so schlecht aus: Eine Studie im Auftrag der Impuls-Stiftung des VDMA untersuchte die Industrie-4.0-Readiness im deutschen Maschinen- und Anlagenbau. Das Ergebnis: 60 Prozent der ­Maschinenbauer beschäftigen sich mit der vernetzten Produktion – rund ein Drittel intensiv. Zudem ­ergab die Untersuchung, dass neun von zehn Maschinen­bauunternehmen deutliche Chancen sehen, sich mit der vernetzen Produktion am Markt zu differenzieren. Und: Wer mit der Vernetzung und Digitalisierung der Produktion beginnt, ist vom wirtschaftlichen Nutzen überzeugt.
Industrie 4.0 und die Digitalisierung von Fertigungsbetrieben spielen natürlich auch auf der weltgrößten Industriemesse, der Hannover Messe, eine wichtige Rolle. Dieses Jahr sollen dort mehr als 100 konkrete Anwendungsbeispiele für Industrie 4.0 gezeigt werden. Dabei wird es nicht nur um Technologien gehen, sondern auch um die daraus resultierenden neuen Geschäftsmodelle. Ein Beispiel dafür ist die „vorausschauende Wartung“ (Predictive Maintenance).
Viele erhoffen sich auch durch das diesjährige Partnerland USA einen weiteren Schub für die digitale Transformation in Fertigungsunternehmen. Schließlich kommen viele der führenden IT-Unternehmen aus den Vereinigten Staaten. Neue Partnerschaften werden erwartet.
Eine überraschende Ankündigung von Anfang März könnte den Weg in eine digitalisierte Wirtschaft sogar beschleunigen: Vertreter der deutschen Plattform Industrie 4.0 und der amerikanisch geprägten Initiative Industrial Internet Consortium haben sich bei einem Treffen in Zürich auf eine enge Zusammenarbeit geeinigt. Dabei wurde das Zusammenspiel der beiden Architekturmodelle RAMI und IIRA erörtert, um eine künftige Interoperabilität der Systeme sicherzustellen. Zusammen hat man eine gemeinsame Roadmap entwickelt. Diese internationale Zusammenarbeit soll den Weg für globale Standards ebnen – was zu begrüßen wäre.

Rainer Trummer, Chefredakteur

Themenhighlights

MES: In vier Stufen zur Smart Factory
Titelstory: Wie Unternehmen heute schon Nutzen aus Industrie 4.0 ziehen können

Rotationsladesysteme
Das Liebherr-Rotationsladesystem erhöht die Reaktionsfähigkeit des Lohnfertigers

Entdecken Sie die Printmagazine des WIN-Verlags