Mit Software-Lösungen zur durchgängigen Automatisierung

Steuerungsfamilie Siemens Sinumerik

Die Produktivität erhöhen, das ist eine wichtige Aufgabe in der Fertigung. Ein hoher Automatisierungsgrad unterstützt dabei auch kleine Unternehmen – vorausgesetzt, Installation und Bedienung sind einfach und intuitiv. Solche Lösungen gibt es standardisiert – insbesondere für den Einsatz in automatisierten Fertigungszellen.

01 2016

DIGITAL MANUFACTURING 01/2016

Industrie 4.0 und der Mittelstand

Liebe Leser,
durch mehr Digitalisierung in der Produktion sollen Fertigungsunternehmen in Deutschland zukunftsfähiger werden und ihre Wettbewerbsfähigkeit ausbauen. Viele Entwicklungen dazu führen das Label „Industrie 4.0“.

Auf der kommenden Hannover Messe wird man dafür – hier muss man kein Prophet sein – zahlreiche neue Lösungen und Strategien finden. Auch das Berliner Fraunhofer-Institut für Produktionsanlagen und Konstruktionstechnik IPK stellt dort seine Fabrik der Zukunft vor. Die Experten wollen insbesondere mittelständische Firmen adressieren, bei denen Industrie 4.0 noch Vorbehalte auslöst. Ein Beispiel dafür ist die Befürchtung, die zunehmende Automatisierung könnte – befeuert von immer leistungsfähigeren IT-Systemen – so manchen Werker in Zukunft überflüssig machen. Dieses Bedenken lässt sich übrigens auch häufig in den Werkshallen vernehmen.
Stattdessen wollen die Berliner Wissenschaftler zeigen, dass auch in der hochgradig automatisierten Fertigung von morgen die Entscheidungsgewalt über den Fertigungsablauf beim Mitarbeiter liegt, wobei allerdings leistungsfähige Werkzeuge seine Entscheidungsfindung unterstützen. Beschäftigte sollen vielmehr Verantwortung übernehmen und an der Flexibilisierung der Prozesse und Individualisierung der Produkte beteiligt sein.

Das ist ein Aspekt von Industrie 4.0. Ein weiteres wichtiges Thema ist eine leistungsfähige Infrastruktur. Um die vernetzte Produktion der Zukunft voranbringen zu können, bedarf es eines schnellen Internets. Und da gibt es in Deutschland noch viel zu tun. Nach Angaben von Staatssekretär Matthias Machnig vom Bundeswirtschaftsministerium auf einer Industrie-4.0-Konferenz des Hasso-Plattner-Instituts verfügen bisher nur sieben Prozent der deutschen Nutzer über einen Anschluss an das besonders schnelle Glasfasernetz. Deshalb fordert er auch einen Investitionsschub von zehn Milliarden Euro pro Jahr für den Breitband-Netzausbau. Ob dies gelingen wird, steht in den Sternen. Aber zunehmend vernetzte Systeme, Cloud-Lösungen und das industrielle Internet der Dinge sind ohne schnelle Breibandnetze nur schwerlich vorstellbar.

Rainer Trummer, Chefredakteur

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