Dezentralisierung für Industrie 4.0

Zukunftskonzept MES 4.0

Auf dem Weg ins Industrie-4.0-Zeitalter stehen Fertigungsunternehmen vor der Herausforderung, die wachsende Komplexität zu beherrschen und gleichzeitig effizienter zu werden. Dezentralität in der Organisation ist hierfür ein zielführender Ansatz.

01 2015

DIGITAL MANUFACTURING 01/2015

Auf dem richtigen Weg

Liebe Leser,
das Thema Industrie 4.0 nimmt ­einen immer größeren Raum ein. Ob auf Messen, Kongressen, Foren, Symposien oder anderen Veranstaltungen – Industrie 4.0 spielt überall dort eine wichtige Rolle, wo es um die Produktion der Zukunft geht. Hier zeigen Experten aus Forschung und Industrie, wohin die Reise gehen soll. Aber ist Industrie 4.0 auch schon bei den Betrieben der Fertigungsindustrie angekommen? Hier sind durchaus Zweifel angebracht. Denn wird nicht oftmals der Eindruck vermittelt, dass bisher wenig Greifbares entstanden ist? Aber wie so oft findet vieles im Hintergrund statt, zum Beispiel in Gremien und Verbänden. Eines hört man dabei immer wieder: Neben den technischen Voraussetzungen – besonders der Integration von cyber-physischen Systemen in die Produktion sowie der Anwendung des Internet der Dinge und Dienste – sind besonders Normen und Spezifikationen für eine erfolgreiche Umsetzung von Industrie-4.0-Prozessen elementar wichtig. Vor diesem Hintergrund veranstalteten Mitte Februar die Normungsorganisationen VDE/DKE und DIN sowie das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie in Kooperation mit der Plattform Industrie 4.0 eine Tagung zu diesem Thema. Einigkeit herrschte unter den Teilnehmern, dass bereits vieles heute schon angewandt werden kann und auch eingesetzt wird. Und die nächste Version der Normungs-Roadmap „Industrie 4.0“ ist bereits für diesen Herbst angedacht. Wenn jetzt auch noch alle am gleichen Strang ziehen, stehen die Chancen gut, dass Industrie 4.0 für den Standort Deutschland zu einem erfolgreichen Thema wird.

Rainer Trummer, Chefredakteur

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