31.08.2021 – Kategorie: Produktionsprozesse

Personaleinsatzplanung: Wie Entscheidungsintelligenz Überstunden vermeidet

Software für personaleinsatzplanung bei BaborQuelle: Babor Beauty Group

Der Kosmetikhersteller Babor nutzte bislang Excellisten, um sein Logistik-Personal in Schichten einzuteilen. Künftig soll eine Software für Personaleinsatzplanung mit entscheidungsintelligenten Algorithmen diese Aufgabe automatisieren und optimieren.

Babor setzt seit 2014 auf Optimierungssoftware von Inform für die Bestandsoptimierung, Absatz-, Produktions- und Feinplanung. Jetzt bauen die beiden Aachener Unternehmen die Zusammenarbeit aus und starten ein Projekt zur Optimierung der Personaleinsatzplanung mit entscheidungsintelligenten Algorithmen. Babor reagiert mit dieser Investition auf das eigene Unternehmenswachstum und die Anforderungen einer modernen Arbeitswelt.

Bisher wird das Logistik-Personal des Kosmetikherstellers über manuell angelegte Excel-Listen in Schichten eingeteilt. Zukünftig soll die Software Workforceplus diese Aufgabe professionalisieren und flexibilisieren. Die Implementierung des Systems ist Teil eines Modernisierungsprojektes, das insbesondere dem neuen Produktions- und Logisitk-Standort in Eschweiler, der bis 2023 fertiggestellt werden soll, große Vorteile verschaffen soll. „Wir reagieren mit dem Einsatz einer Workforce Management Software nicht nur auf die Herausforderungen durch unsere wachsende Belegschaft, sondern tragen auch der modernen Arbeitswelt Rechnung, die Beruf und Privatleben vereinen muss“, erklärt Rupert Freutsmiedl, Director Supply Chain Management bei Babor.

Mit Entscheidungsintelligenz zur optimalen Personaleinsatzplanung

Das Arbeitsaufkommen bei Babor schwankt aufgrund der aktuellen Auftragslage. Die neue Software Workforceplus verarbeitet diese Daten zukünftig automatisch und erstellt anhand dessen bedarfsorientierte Personaleinsatzpläne. Wenn beispielsweise aufgrund saisonal ansteigender Nachfrage einmal mehr produziert werden muss, fließt diese Information automatisch in die Planung mit ein. Workforceplus kann aber noch mehr: „Die Stärken von Workforceplus sehe ich in der Berücksichtigung vielfältiger Rahmenbedingungen wie etwa die Mindestanforderungen an bestimmte Einsatzbereiche, individuelle Qualifikationen oder verschiedene Arbeitszeitmodelle einzelner Mitarbeiter. Aus all diesen Faktoren einen möglichst passgenauen Einsatzplan zu entwickeln, ist manuell sehr aufwändig und fehleranfällig“, so Freutsmiedl. Das System ist durch den Einsatz von digitaler Entscheidungsintelligenz in der Lage, all diese Einflüsse gleichzeitig zu berücksichtigen und frühzeitig die richtigen Fachkräfte einzuteilen, ohne dass außerplanmäßige Überstunden aufgebaut werden müssen. Darüber hinaus sollen die Mitarbeiter über die neue Software in Zukunft stärker in die Planung einbezogen werden. So können sie etwa Urlaubs- und Schichtwünsche direkt im System äußern und ihre Arbeitszeiten jederzeit einsehen.

„Wir freuen uns, noch enger mit Inform zusammenzuarbeiten und nach und nach die Prozesse in unserem Unternehmen intelligent miteinander zu verbinden“, erklärt Freutsmiedl. Es ist geplant, Workforceplus auch in der Produktion einzubinden und eine Schnittstelle zur Produktionsplanung und Absatzplanung zu schaffen, um die Kapazitäten in beide Richtungen besser planen zu können.

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