Open Industry 4.0 Alliance macht historische Bohrmaschine fit

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Wie eine historische Bohrmaschine zum heimlichen Star der ersten „Virtual Fair“ der Open Industry 4.0 Alliance wurde. Ihren großen Auftritt soll sie auf der SPS Ende des Jahres bekommen.
Open Industry 4.0 Alliance macht historische Bohrmaschine fit

Quelle: Daniel Heighton/Shutterstock

Am 16. und 17. Juli 2020 führte die Open Industry 4.0 Alliance ihre erste „Virtual Fair“ durch, auf der sie in zahlreichen Zoom-Meetings die Strategie der Alliance, die aktiven Arbeitsgruppen, eingesetzte Technologien und erste Fallbeispiele vorstellte. Mit Endress+Hauser, Hilscher Gesellschaft für Systemautomation, Kuka, Multivac, Pepperl + Fuchs, SAP, SVA und Voith lieferten 8 Mitglieder und 14 Referenten von mittlerweile insgesamt 60 Mitgliedern der Allianz einen Beitrag. Die Virtual Fair fand auf Englisch statt und verzeichnete über 360 Anmeldungen und bis zu 200 gleichzeitige Teilnehmer aus Europa, den USA, aber auch China, Indien und Japan.

Eine der Keynotes kam vom Nicht-Mitglied Roche. Referent Michael Clever, Director Production Support bei Roche Pharmaceuticals, schilderte am eigenen Beispiel die Notwendigkeit zur entschlossenen Standardisierung in der Prozessindustrie. Bei Roche Pharmaceuticals sind 4 ERP-Systeme (Enterprise-Resource-Planning-Systeme), 3 MES/DCS-Systeme (Manufacturing-Execution-Systeme), 5 LIMS (Labor-Informations- und Management-Systeme) und 3 BAS (Building-Automation-Systeme) mittelfristig unter einen Hut zu bringen.

Ob bei der Connectivity (Teile der Infrastruktur sind z.B. nicht per HART-Funkübertragung anschließbar), Non-Konformität bei vielen IIoT-Komponenten oder nicht vorhandener IT-Security – die Probleme sind zahlreich. Clever erwartet sich durch die Alliance eine Erleichterung in der Umsetzung von Standards, im Sinne von „Ready-to-use-Standards“ und Hilfe beim Füllen von Lücken in Prozessen, die die gesamte Produktion durchgängig abbilden.

Diese Maschine unbekannter Herkunft soll fit für INdustrie 4.0 werden
Industrielle Revolution meets Indutry 4.0: Gelingt Retrofit und Transformation dieser historischen Maschine? Quelle: Hilscher

Diese Ziele verfolgt die Open Industry 4.0 Alliance

Nils Herzberg, der Sprecher der Allianz, betonte den Ansatz der Allianz: Sie will nichts verkaufen und auch keine neuen Standards definieren. Ziel der Allianz ist es, durch die Zusammenarbeit der Mitglieder direkt umsetzbare Lösungen im Rahmen existierender Standards zu entwickeln. Dabei liegt das Augenmerk auf dem Brownfield, also in Betrieb befindlichen Fabriken. Die Allianz will alle Komponenten eines industriellen Prozesses in die Lage versetzen zu sagen: „I am … I can…“.

So wurde die historische Maschine vom Dachbodenfund zum Star

Es ist eine Vintage-Bohrmaschine, ungefähr aus dem Jahr 1900, die Konrad Heidrich, Senior netIOT Solution Architect bei der Hilscher Gesellschaft für Systemautomation mbH als Showcase vorstellte. Die Maschine unbekannter Herkunft wurde bei ebay ersteigert und hat wohl schon zwei Umbauten hinter sich. Jetzt soll sie mit Hilfe von 8 Mitgliedern und einigen IIoT-Komponenten in 4 Clouds und einen Produktionsprozess integriert werden. Erste Schritte sind bereits gemacht, das Allianz Framework ist auf einem Gateway installiert und die Anwendung der Bohrmaschine wird zu einem kompletten Proof-of-Concept ausgebaut, der auf der kommenden SPS gezeigt wird.

Zur SPS soll ihr Satz sitzen

Auf der SPS Messe im November heißt es dann: „I am a drill machine from 1900, I can still drill.“

Weiterlesen auf Digital Manufacturing Magazin: Doosan-Cobots: Was die neuen kollaborativen Roboter können

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