MindSphere World: Diese Möglichkeiten bietet die unabhängige IoT-Community

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Seit 2018 leitet Ulf Könekamp als Vorstandsvorsitzender die unabhängige IoT-Community MindSphere World. In dieser Zeit entwickelte sich die Nutzerorganisation zu einem multinationalen Ecosystem mit mehr als 170 Mitgliedsunternehmen aus zwölf Ländern. Wir sprachen mit Ulf Könekamp über Anwendungen und Möglichkeiten des Industrial IoT.
MindSphere World

Quelle: metamorworks/shutterstock

Herr ­Könekamp, seit drei Jahren gibt es die MindSphere World. Wie hat sie sich aus Ihrer Sicht rückblickend entwickelt und vor allem weiterentwickelt?

Ulf Könekamp: Die Entwicklung verlief wirklich rasant. Wir alle wussten anfangs ja gar nicht, ob unser Modell funktioniert und inwieweit klassische, teilweise mittelständische Unternehmen überhaupt bereit sein würden, ihre Erfahrungen und ihr Wissen zu teilen. Inzwischen sind wir aber sogar an einem Punkt angekommen, an dem die Mitglieder sich nicht nur mitteilen, sondern aktiv die Möglichkeiten von Kooperationen suchen und nutzen – sehr offen und sehr konstruktiv auf unterschiedlichen Plattformen.

MindSphere World im neuem Look

Obwohl erst drei Jahre alt, haben Sie sich bereits entschlossen, die Identität der Nutzerorganisation mit neuem Look, Logo und neuer Homepage zu ändern. Warum und was ist neu?

Ulf Könekamp: Wir sind in der kurzen Zeit so stark gewachsen und international geworden, dass wir uns überlegt haben, wie wir unseren Ansatz weltweit standardisieren und uns damit als globale Gemeinschaft präsentieren können. Gleichzeitig wollten wir auch optisch zeigen, wie der Austausch von Informationen, Daten, Wissen und Innovationen aussieht. Das versinnbildlicht unser neues Logo, das je nach Aktivität die Themen der Community oder den Austausch von Ideen und Co-Kreationen hervorhebt. Kurzum: Unser Ansatz ist der gleiche geblieben, wird aber durch unseren neuen Look und unsere neue Homepage besser repräsentiert.

Für wen eignet sich eine Mitgliedschaft in der MindSphere World ganz besonders?

Ulf Könekamp: Prinzipiell eignet sich eine Mitgliedschaft für jedes Unternehmen, das IoT bereits nutzt oder in Zukunft nutzen will. Dabei ist sie unabhängig von der Unternehmensgröße oder vom digitalen Entwicklungsstand. Das ist ja gerade das Gute und Besondere an der MindSphere World. Wir ermöglichen einen Austausch unabhängig von Wissenstand, Unternehmensgröße oder Branche. Jeder kann seine Wünsche, Anforderungen und ­Ziele einbringen, und gemeinsam werden dann Lösungen gesucht und gefunden.

So funktioniert die Plattform

Können Sie anhand eines konkreten Beispiels erklären, wie das funk­tioniert?

Ulf Könekamp: In einer unserer Interessensgruppen erarbeiten wir gemeinsam, wie sich der Vertrieb von Unternehmen auf das neue Thema IoT und Digitalisierung einstellen muss und seinen Nutzen daraus ziehen kann. Dabei stellt ein Mitglied durchaus auch in der großen Runde seine IoT-Sales-Strategie vor und fordert Feedback von den anderen Teilnehmern. Das ist gegenseitiges Consulting unter multidisziplinären Experten. Das Thema Digitalisierung ist nach wie vor für alle neu, und es braucht den Wissensaustausch und die gegenseitige Inspiration. Wir nennen das ‚The Power of Many‘!

Wie unterstützen Sie als MindSphere World Ihre Mitglieder für einen bestmöglichen Output?

Ulf Könekamp: Dazu haben wir inzwischen ein ganzes Tool-Set entwickelt. Das reicht von Events im Hackathon-Style über verschiedenste Möglichkeiten zur Collaboration, Special-Interest-Groups und natürlich Möglichkeiten zum Networking bis hin zu Insider-Webinaren oder inzwischen weithin anerkannten Executive-Veranstaltungen wie unsem jährlichen Financial Summit.

Sie haben gerade den Financial ­Summit angesprochen. Wofür steht diese Veranstaltung?

Ulf Könekamp: Auf unserem Financial Summit treffen sich jährlich CFOs, CIOs, CTOs und COOs sowie Entscheidungsträger aus der Finanz- und Versicherungsbranche zum gemeinsamen Erfahrungsaustausch über die Möglichkeiten der Digitalisierung. Anfang März 2020 wurde der Financial Summit beispielsweise bei der Deutschen Bank in Frankfurt durchgeführt. In Erinnerung geblieben ist mir dabei insbesondere ein Satz eines unserer Mitglieder, der lautete:­
‚Investitionen in das IoT lohnen sich nicht unbedingt morgen, sie nicht zu tätigen, rächt sich aber übermorgen.‘

Aufgrund der aktuellen Pandemie-Situation wird unser diesjähriger Financial Summit übrigens am 5. Mai zusammen mit dem Industrieversicherer HDI Global als rein virtuelle Veranstaltung stattfinden. Interessenten können sich gern noch anmelden unter www.financialsummit.de.

MindSphere World
Ulf Könekamp, Vorstandsvorsitzender der MindSphere World, 2020 auf dem 2. Financial Summit bei der Deutschen Bank in Frankfurt/Main. Bild: MindSphere World e.V.

Vom Wissen zum Nutzen durch MindSphere World

Können Sie uns erläutern, wie aus dem Wissens­transfer echter Nutzen für Ihre Mitglieder entsteht?

Ulf Könekamp: Erlauben Sie mir dazu ein Beispiel. In einer unserer Interest-Groups haben unsere Mitglieder festgestellt, dass die im Rahmen der Digitalisierung immer beliebter werdenden Pay-per-Use-Modelle neue Geschäftsmodelle ermöglichen, dass dazu jedoch in vielen Unternehmen das notwendige Wissen noch nicht vorhanden ist. ­Gemeinsam wurde darum ein ‚Hitchhiker´s Guide‘ entwickelt, der die wesentlichen ­Aspekte, aber auch Erfolgsfaktoren und Preismodelle vorstellt und erläutert. Hier steht das gesammelte Wissen der Community, und jeder Einzelne kann seinen Nutzen daraus ziehen. Dieser Guide kann von allen Interessenten über unsere Webseite angefordert werden.

Gibt es neben dem Wissenstransfer auch Beispiele für konkrete geschäftliche Anwendungen?

Ulf Könekamp: In unserer Automotive-Initiative haben wir zum Beispiel verschiedene ­Automobilzulieferer zusammengebracht. Sie haben beschlossen, nicht – wie üblich – darauf zu warten, dass die Automobil­industrie auf sie zukommt, sondern von sich aus gemeinsam ein Angebot zu entwickeln, mit dem sie die Möglichkeiten des IoT in die Auto­mobilindustrie hineintragen können. So entstehen für sie neue Geschäftsmöglichkeiten, und sie können sich als Treiber der Digitalisierung positionieren. Gleichzeitig kann die Automobilindustrie auf ein Netzwerk und Ecosystem von Experten zugreifen. Jedes einzelne Mitglied in der MindSphere World ist digi­taler Frontrunner in seinem Marktsegment.

Bedeutet das eine Abkehr vom klassischen Konkurrenzdenken?

Ulf Könekamp: Die fortschreitende Digitalisierung hat schon heute dazu geführt, dass viele Unternehmen gemeinsam, offen, global und multi­disziplinär denken und handeln, um Erfolg zu haben. Oftmals auch, weil viele der komplexen Aufgaben rund um die Digitalisierung und das IoT gar nicht in-house gelöst werden können. Als unabhängige Non-profit-Organisation bietet die MindSphere World die Möglichkeit zum Austausch auf einer neutralen Ebene – völlig unabhängig von herkömmlichen Lieferanten-Kunden- oder Wettbewerbsbeziehung. Hier begegnen sich IoT-Enthusiasten mit einem digitalen Mindset. Wir wollen das Industrial IoT voranbringen, Türen und Möglichkeiten öffnen – getreu dem Motto: Je intensiver jemand bei uns mitarbeitet, desto größer wird auch sein individueller Nutzen sein.

Lesen Sie auch: Digital Twin: Neue MindSphere-IIoT-App modelliert Maschinendaten

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