MES-Software für die Additive Fertigung: Materialise will Link3D kaufen

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Materialise hat eine Kaufoption für Link3D erworben, ein Unternehmen für Manufacturing Execution Systems (MES) im Bereich additiver Fertigungs-Workflows. Die mögliche Übernahme sei wichtiger Schritt auf dem Weg zum cloudbasierten Zugriff auf die integrierte 3D-Druck-Software-Plattform von Materialise, heißt es.
Wolke schwebt über einer Hand

Quelle: Materialise

Durch die Akquisition möchte Materialise Unternehmen bei der Fertigungssteuerung und dem Ausbau ihres Additive Manufacturing (AM) in Richtung Serienproduktion unterstützen. Mit der Übernahme könnte der Anbieter von 3D-Druck-Software und -Dienstleistungen den geplanten cloudbasierten Zugang zu seiner integrierten Software-Plattform beschleunigen. Zudem soll sie für Materialise die Basis an Industriekunden in Nordamerika, Europa und im asiatisch-pazifischen Raum vergrößern und Kunden von Link3D eine nahtlose Anbindung an die Magics 3D Print Suite von Materialise bieten.

„Durch die Kooperation mit Link3D versprechen wir uns eine verbesserte Positionierung beim Kunden“, sagt Fried Vancraen, CEO von Materialise. „So reduzieren wir ein Stück weit die Komplexität, die mit dem Einsatz des 3D-Drucks als Teil eines vernetzten, industriellen Fertigungsprozesses verbunden ist.“

Link3D bietet additive MES-Workflow-Software an, die Unternehmen hilft, ihre digitalen Fertigungsprozesse über komplexe Lieferketten und IT-Umgebungen hinweg auszubauen. Seine MES- und Workflow-Lösungen unterstützen den Einsatz des Additive Manufacturing zur Serienproduktion in wichtigen Fertigungsindustrien wie Luft- und Raumfahrt, Automobilindustrie, Konsumgüterindustrie, Medizintechnik und im Energiesektor.

Rationalisierung der Arbeitsabläufe in der Additiven Fertigung mit MES-Software

3D-Druck verändert zunehmend die Fertigungsprozesse, da Unternehmen verstärkt auf 3D-Druck für Großserienproduktion setzen. Allerdings werden die Unternehmen bei der Skalierung von 3D-Druck-Prozessen und der Integration in bestehende Fertigungsinfrastrukturen mit immer vielfältigeren, komplexeren sowie verteilten Fertigungsumgebungen konfrontiert. Materialise und Link3D bieten jeweils MES-Lösungen an, mit denen Unternehmen die Kontrolle über ihre Fertigungsbereiche erlangen. Materialise erwartet Synergieeffekte, die es möglich machen, Unternehmen bei der Optimierung ihrer AM-Fertigungskapazitäten über komplexe Lieferketten hinweg zu unterstützen und dadurch eine höhere operative Qualität zu erreichen.

„Wir bei Link3D haben es uns schon immer zur Aufgabe gemacht, Unternehmen dabei zu helfen, das volle Potenzial der AM-Fertigung in bestehenden Lieferketten zu erschließen“, so Link3D CEO Shane Fox. „Durch die Zusammenarbeit mit Materialise, einem internationalen Pionier der 3D-Druck-Industrie, wollen wir unseren gemeinsamen Anwendern Zugang zu einer stabilen und umfassenden Lösungs-Plattform bieten, damit sie die Additive Fertigung in ganz neuen Größenordnungen einsetzen können“, ergänzt Link3D-Mitbegründer und CTO Vishal Singh.

Die Strategie der Software-Plattform

Die mögliche Übernahme ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zum cloudbasierten Zugriff auf die integrierte Software-Plattform von Materialise. Einige Unternehmen hatten bereits vor dem Ausbruch der Pandemie ihren Weg hin zur Digitalisierung begonnen. COVID-19 hat diesen Prozess beschleunigt und die Vorteile der digitalen Transformationsmöglichkeiten noch verdeutlicht.

Materialise hat einen ambitionierten Plan entwickelt, um seine gesamte Software-Suite in Form eines Software-as-a-Service-Modells (SaaS-Modell) anbieten zu können. Es soll seinen Kunden einen cloudbasierten Zugang zu einer kompletten Plattform von Software-Tools bieten, um den 3D-Druck-Prozess effizienter zu verwalten und zu steuern. Diese cloudbasierte Software-Plattform wird Kunden aus unterschiedlichsten Branchen, wie unter anderem der Luft- und Raumfahrtindustrie, der Automobilindustrie und dem 3D-Druck am Point-of-Care, einen nahtlosen und kosteneffizienten Zugang zur gesamten integrierten 3D-Druck-Software-Suite von Materialise bieten. Mithilfe dieser Plattform profitieren die Kunden außerdem immer von den neuesten Software-Innovationen und können ihren Arbeitsablauf jederzeit bedarfsgerecht anpassen.

Materialise und Link3D eint das Bestreben, Unternehmen beim Aufbau kosteneffizienter und produktiver 3D-Druckfabriken zu unterstützen“, sagt Stefaan Motte, VP und General Manager von Materialise Software. „Wir glauben, dass die Zusammenarbeit mit dem kompetenten Team von Link3D uns helfen wird, unsere Strategie voranzubringen. So können wir unseren Kunden einen flexibleren und zuverlässigeren Zugang zu einer cloudbasierten, vereinheitlichten Software-Plattform bieten.“

Mehrere cloudbasierte Softwarelösungen angekündigt

Materialise kündigte kürzlich mehrere cloudbasierte Softwarelösungen an. Dazu gehören Magics Storefont, eine komplette E-Commerce- und CRM-Lösung auf einer Plattform. Darüber hinaus gibt es den Process Tuner, eine intuitive Online-Plattform, mit deren Unterstützung die für die Massenproduktion von 3D-gedruckten Teilen erforderliche Prozessanpassung beschleunigt wird.

Link3D bietet seinen Kunden aus der Luft- und Raumfahrt, der Automobilindustrie, der Medizintechnik und anderen wettbewerbsintensiven und stark regulierten Branchen eine Vielzahl von unverzichtbaren Anwendungen. Insbesondere diese Kunden werden von einem nahtlosen Zugang zur Magics 3D Print Suite von Materialise profitieren, sei es um AM-Bauteile vorzubereiten, die Produktion zu optimieren oder die Konnektivität zu einer Vielzahl von 3D-Druckern und automatisierten Workflows zu nutzen.

Link3D wird weiterhin vom bestehenden Führungsteam geleitet werden. Materialise geht davon aus, die Option noch vor Ende des Jahres auszuüben.

Lesen Sie auch: 3D-Druck: Weniger Testkörper mit dem Process Tuner

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