Materialfluss: Corona-Pandemie gibt Anstoß zur digitalen Transformation

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Experten sprechen schon länger vom Potenzial technischer Neuerungen für Unternehmen wie der Materialfluss. Sie ermöglichen Zeitersparnisse, tragen zur Kostensenkung bei und entlasten die Mitarbeiter. Doch in längst nicht allen Betrieben kommen moderne Lösungen zum Einsatz.
Materialfluss

Quelle: Sysmat GmbH

Ein Großteil der deutschen Unternehmen gibt sich bei der Umsetzung der Digitalisierung selbst die Schulnote „befriedigend“, wie eine Bitkom-Studie zur Digitalisierung im April 2020 ergeben hat. Die Corona-Pandemie zeigt gerade in diesen Unternehmen, warum die effektive Realisierung von Vorhaben wie der Materialfluss oder die Lagersteuerung eine hohe Relevanz aufweist.

„In den letzten Wochen und Monaten haben sich die Bedingungen im Wettbewerb auf verschiedenen Ebenen erschwert“, erklärt Rainer Schulz, Geschäftsführer der sysmat GmbH und Experte für Automatisierung. Die Studie „How the German Mittelstand is mastering the COVID-19 crisis“ von McKinsey & Company gibt ihm Recht: Knapp 73 Prozent der kleineren oder mittleren Unternehmen (KMU) leiden zum Beispiel unter Ausfällen der Lieferkette. Mehr als ein Drittel der KMU möchte auf die Krise mit Prozessautomatisierung reagieren. „Das ist die passende Herangehensweise, um die Auswirkungen dieser unvorhergesehenen Pandemie zu bewältigen. Umdenken sollte spätestens jetzt stattfinden“, so Schulz weiter.

Digitale Transformation mit dem Lager beginnen

Sysmat Schulz
Rainer Schulz ist Geschäftsführer der sysmat GmbH.

Viele Entscheider setzen aktuell darauf, wieder den Zustand in ihrem Betrieb herzustellen, den sie aus der Zeit vor der Krise kennen. Allerdings sollten Unternehmen die Pandemie eher als Impuls sehen, bereits länger notwendige Veränderungen voranzutreiben.  „Wer zum Beispiel die Lagerverwaltung und -steuerung bisher ohne technische Unterstützung durchgeführt hat, kann jetzt die Gelegenheit nutzen und eine Modernisierung umsetzen. Je höher die Anzahl derjenigen, die die Relevanz von digitalen Hilfsmitteln erkennen, desto mehr wird beispielsweise dem Ausfall von Lieferketten entgegengewirkt“, berichtet Schulz.  

Passende Softwarelösungen für den Materialfluss unterstützen bei der Modernisierung und aktualisieren beispielsweise das bestehende System. Kommen bereits Anlagen unterschiedlicher Hersteller zum Einsatz, lassen sich diese zudem verbinden – Insellösungen gehören dann der Vergangenheit an. „Verfügt eine Software über flexible Schnittstellen, kann sie diese Dinge realisieren. Aber bei der Umsetzung ist Vorsicht geboten und Fachkompetenz gefragt: Elementare Prozesse, wie etwa die Produktionsversorgung, hängen nämlich von einer bedachten Abwicklung ab“, sagt Schulz.

Materialfluss: Auf aktuelle Gegebenheiten reagieren

Umsatzentwicklungen gehen zurück, Aufträge bleiben aus: Inmitten der Corona-Krise stehen Unternehmen neuen Herausforderungen gegenüber, mit denen sie so plötzlich nicht gerechnet haben. Mehr denn je rückt daher die Kundenorientierung in den Fokus. „Nun kommt es für Entscheider noch mehr darauf an, sich zu fragen, was die Kunden wünschen“, erklärt der Geschäftsführer. Etwa 88 Prozent der Unternehmen, die gegenläufige Umsatzentwicklungen festgestellt haben, setzen inzwischen beispielsweise auf verbesserte Kundenkommunikation. Knapp vier Fünftel der Betroffenen führen neben neuen Produkten oder Geschäftsmodellen auch zeitgemäße Services ein, hat die Studie von McKinsey & Company ergeben.

„Das können dann zum Beispiel eine verbesserte Sendungsverfolgung oder eine gesteigerte Liefergeschwindigkeit sein. Auch diese beiden Möglichkeiten haben reibungslose Abläufe im Lager als Grundvoraussetzung“, betont Schulz. Mit Hilfe eines grafischen Rechners für den Materialfluss können Unternehmen die internen Abläufe im Lager steuern und mögliches Optimierungspotenzial ausschöpfen. Fehlerquellen machen sie außerdem ausfindig – und kommen so dem Wunsch einen Schritt näher, dem Kunden mehr zu bieten.

Die 1994 gegründete sysmat GmbH in Mainhausen ist Anbieter grafischer Rechner für den Materialfluss für automatisierte Anlagen, Automatiklager und Produktionslinien. Die Materialflussrechner-Software matControl graphics ermöglicht es Unternehmen, Anlagen unabhängig vom Hersteller zu modernisieren. Entwicklungs- und Inbetriebnahmezeiten werden durch Standardfunktionen, Inhouse-Inbetriebnahmen und konfigurierbare Schnittstellen zu mehr als 20 Anlagenbauern verkürzt. Die grafische Bedienoberfläche matStudio graphics visualisiert den Materialfluss und vereinfacht Störungserkennungen und-beseitigungen. (sg)

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