Lagerführungssystem: Wie Faun seine Logistikprozesse effizienter gestaltet

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on xing
Share on whatsapp
Share on email
Share on print

Lagerführungssystem: Wie Faun seine Logistikprozesse effizienter gestaltet

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on xing
Share on whatsapp
Share on email
Share on print
Will man seine logistischen Prozesse zwischen Produktion und Lager optimieren, bietet es sich an, ein professionelles Lagerführungssystem einzuführen. Welche Erfahrungen Faun Umwelttechnik damit gemacht hat, lesen Sie hier.
Lagerführungssystem bei Faun Umwelttechnik

Quelle: EPG

Faun Umwelttechnik unterhält elf Werke, in denen rund 2000 Mitarbeiter Müllfahrzeuge und Kehrmaschinen produzieren. Am Firmensitz in Osterholz-Scharmbeck erfolgt die Fertigung an insgesamt 15 Montagelinien, die aus einem Innenlager und einem Freilager mit Bauteilen versorgt werden. Von riesigen Stahlblechen über Tanks und Pumpen bis hin zu kleinsten Schrauben – für die Fertigung von Abfallsammelbehältern benötigt der Fahrzeugbauer ein breites Spektrum an Einzelteilen. Sie werden am Standort Osterholz-Scharmbeck auf insgesamt 6500 Quadratmetern Lagerfläche vorgehalten, damit die Montagelinien im richtigen Moment darauf zugreifen können. 2019 entschied sich das Unternehmen, ein professionelles Lagerverwaltungssystem zur besseren Organisation der Artikel einzuführen. Die neue Lösung sollte vor allem mehr Transparenz bezüglich der Warenbestände und Lagerprozesse bringen – als Grundlage, um diese anschließend optimieren zu können.

Lagerführungssystem mit modularem Aufbau

Das Unternehmen recherchierte mithilfe eines Online-Tools des Fraunhofer Instituts geeignete Lagerverwaltungssysteme. Bei den anschließenden Gesprächen mit Systemanbietern zeigte sich schnell, dass die Ehrhardt + Partner Group (EPG) mit mehr als 30 Jahren Erfahrung dem Wunsch des Kunden nach einem professionell aufgestellten Anbieter am besten entsprach. Am Lagerführungssystem LFS schätzt Faun vor allem den modularen Aufbau, der viel Spielraum für zukünftige Erweiterungen verspricht. Ausschlaggebend war zudem das innovative Schulungsangebot der EPG-Academy, die den Nutzern den richtigen Umgang mit dem System vermittelt. „Die schnelle und professionelle Organisation der Online-Schulung im Zuge der Covid-19-Pandemie hat uns sehr gut gefallen“, so Ronny Lößner, der bei Faun Umwelttechnik die Implementierung verantwortete. „So gab es trotz der Umstände keinerlei Verzögerung in unserem Projekt und wir konnten wie geplant mit LFS starten.“

Simon Reininghaus, Projektleiter bei EPG, lobt die konstruktive Zusammenarbeit während der Implementierung: „Das Projektteam besitzt hervorragendes Prozesswissen und konnte so beim Customizing die Prozesse zügig in das LFS integrieren.“ Das führte dazu, dass Faun schon zwei Wochen nach der Systemeinführung positive Effekte auf die Mitarbeiter-Performance verzeichnen konnte: Die Pickleistung war zu diesem Zeit-punkt bereits höher als vor der Einführung.

Mehr Effizienz durch neue Kommissionierstrategie

Einen großen Anteil an der gestiegenen Effizienz hatte die Umstellung der Kommissionierung auf Multi-Order-Picking. Die Faun-Mitarbeiter können dadurch mehrere Einzelaufträge parallel bearbeiten. Das spart Wege und steigert die Kommissionierleistung deutlich. „Die Kommissionierung an den vier Türmen war früher unser Bottleneck“, erklärt Katharina Beck, Leiterin Logistik bei Faun. „Die Mitarbeiter konnten Aufträge nur nacheinander abarbeiten und mussten dabei von Turm zu Turm gehen. Mit LFS ist es nun möglich, mehrere Einzelaufträge zusammenfassen, die intelligent gesteuert werden. So schaffen die Mitarbeiter mehr Aufträge in der gleichen Zeit.“ Um dieses Potenzial bestmöglich zu nutzen, hat Faun zwei neue Kardex-Türme installiert, bei denen die Tablare automatisch durch Telegrammaustausch angesteuert werden können und eine manuelle Eingabe am Panel entfällt.

Weitere Projekte bereits geplant

Beck geht davon aus, dass die Performance weiter steigen wird, wenn Faun alle Möglichkeiten des Lagerführungssystems ausschöpft. So sollen in Kürze neue Dashboards ergänzt werden, mit denen sich Kennzahlen leichter auswerten lassen. Damit können die Mitarbeiter Schwachstellen in Prozessen und Optimierungspotenziale schneller erkennen. Im Bereich der Bestandsverwaltung ist die Transparenz deutlich gestiegen: Der Lagerstandort einzelner Bauteile kann nun exakt bestimmt werden. Außerdem sind kurzfristige Bestellungen der Montagelinien aufgrund der Echtzeitbuchungen sofort im System sichtbar. Für die Zukunft wünscht sich Faun diese Transparenz auch in anderen Bereichen. So hat man bereits ein zusätzliches Modul erworben, um nicht nur die Lagerprozesse, sondern auch Warenflüsse zwischen den Maschinengruppen abzubilden. Das Transportleitsystem soll bereits im nächsten Jahr implementiert werden.

Lesen Sie auch: Holodeck: Ohne Datenbrille in virtuelle Logistikprozesse eintauchen

Share on facebook
Facebook
Share on twitter
Twitter
Share on linkedin
LinkedIn
Share on xing
XING
Share on whatsapp
WhatsApp
Share on email
E-Mail
Share on print
Drucken

Ihre Meinung zum Artikel

Abonnieren
Benachrichtige mich bei
guest
0 Comments
Inline Feedbacks
View all comments

Andere Leser haben sich auch für die folgenden Artikel interessiert

Werbung

Redaktionsbrief

Tragen Sie sich zu unserem Redaktions-Newsletter ein, um auf dem Laufenden zu bleiben.

Wir wollen immer besser werden!

Deshalb fragen wir SIE, was Sie wollen!

Nehmen Sie an unserer Umfrage teil, und helfen Sie uns noch besser zu werden!

zur Umfrage
Werbung
Werbung

Aktuelle Ausgabe

Topthema: Flexible Plattformlösungen sind die Zukunft der Produktion

Manufacturing Integration Platform

Mehr erfahren

Tragen Sie sich jetzt kostenlos und unverbindlich ein, um keinen Artikel mehr zu verpassen!

    * Jederzeit kündbar

    Entdecken Sie weitere Magazine

    Schön, dass Sie sich auch für weitere Fachmagazine unseres Verlages interessieren.

    Unsere Fachtitel beleuchten viele Aspekte der Digitalen Transformation entlang der Wertschöpfungskette und sprechen damit unterschiedliche Leserzielgruppen an.