IT-Betrieb: Wie die Automatisierung die Digitalisierung voranbringt

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on xing
Share on whatsapp
Share on email
Share on print

IT-Betrieb: Wie die Automatisierung die Digitalisierung voranbringt

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on xing
Share on whatsapp
Share on email
Share on print
Für den IT-Betrieb und das Management heterogener Systemlandschaften benötigen Unternehmen mit gewachsenen IT-Strukturen wertvolle Ressourcen, die für die Digitalisierung erforderlich wären. Folgender Gastbeitrag zeigt als Lösung die Automatisierung des IT-Betriebs auf.
IT-Betrieb

Quelle: Alexander Supertramp/Shutterstock

IT-Abteilungen sehen sich mit hohen Erwartungshaltungen konfrontiert: Für den IT-Betrieb wie auch die Digitalisierung sind sie unverzichtbar, und zwar nicht nur für die Umsetzung, sondern im besten Fall als Impulsgeber und Sparringspartner für die Geschäftsfelder. Damit verändern sich auch die Anforderungsprofile für die Mitarbeiter: Kenntnisse im agilen Projektmanagement, im Cloud Computing, Machine Learning, Security- und Lizenzmanagement sind gefragt. Das wiederum erfordert Zeit und Ressourcen für Weiterbildung und Qualifizierung der Mitarbeiter, für Recruiting und die Einarbeitung von Nachwuchskräften.

Gleichzeitig sind aber Sicherheit und Stabilität aller Systeme rund um die Uhr zu gewährleisten – und hier liegen für Unternehmen mit gewachsener IT-Infrastruktur und Prozesslandschaft die Stolpersteine, Stichwort: Legacy. Hardware, Software und Prozesse wurden entsprechend den früheren Bedürfnissen aufgebaut und über die Jahre angepasst und weiterentwickelt. Die Einbindung neuer Softwarelösungen, ob On Premises oder aus der Cloud, erleichtert die Arbeit in einzelnen Bereichen, macht dabei aber die IT-Landschaft noch heterogener.

IT-Betrieb: Häufig keine Mittel für Innovationen vorhanden

Der Aufwand für IT-Betrieb und Infrastruktur verschlingt also Zeit und Geld in den meist knapp besetzten IT-Abteilungen. Manuelle Konfigurationen, Serviceanfragen, Tickets und Fehlerbehebung – über 45 Prozent des IT-Budgets wurden laut einer Capgemini-Studie zu IT-Trends 2018 für Betrieb, Wartung und Pflege ausgegeben. Für die Umsetzung von Innovation blieben weniger als 15 Prozent der Budgets.Statt neue Projekte an den Start zu bringen, sind also zu viele Ressourcen gebunden, um althergebrachte IT-Prozesse am Laufen zu halten. Wie lassen sich die für die Digitalisierung dringend benötigten Kräfte der IT freisetzen?

Externe Unterstützung, Kooperationen und Outsourcing sind dafür nicht nur Optionen, sondern in den meisten Fällen unabdingbar. Klassisches Offshoring allerdings stößt an Grenzen. Zwar lassen sich durch die Auslagerung von Prozessen in Niedriglohnländer Kosten sparen und auch die eigene IT entlasten. Aber es bleibt eben bei einer Verlagerung, manuelle Prozesse werden dadurch nicht besser. Tatsächliche Verbesserungen und Einsparungen auf Basis von Automatisierung, wie sie Offshoring-Dienstleister teilweise anbieten, werden in der Praxis zu häufig durch zusätzlich abgerufene Leistungen oder nötige Anpassungen wieder „aufgefressen“.

Produktivitätsgewinn durch Auslagern an Cloud-Anbieter

Anders beim Outsourcing an Cloud-Anbieter: Cloud Computing ermöglicht nicht nur den skalierbaren, kalkulierten Einsatz von Speicher- und Rechenleistung und macht gerade in der Finanzbranche einen auf Lastspitzen angelegten, für den Normalbetrieb aber überdimensionierten „Maschinenpark“ an Servern überflüssig. Da in der Cloud auch Standard-Maintenance-Prozesse bereits angelegt sind, ergibt sich mit der Nutzung ein echter Produktivitätsgewinn; der Aufwand für das Infrastruktur-Management sinkt.

Jüngere Unternehmen und Start-Ups, die von Anfang an auf digitale Prozesse und Einbindung externer Cloudservices setzen, sind in dieser Hinsicht klar im Vorteil: Sie profitieren unmittelbar von den Automatisierungen der Cloud-Plattformen, unbelastet vom Management bestehender Systemlandschaften.

Automatisierung als Schlüssel zum effizienten IT-Betrieb

Für Unternehmen mit gewachsenen IT-Strukturen aber gilt: Automation ist der Schlüssel zum Management der IT-Infrastruktur. Laut der Studie „IT-Trends 2020“ von Netwrix Research zählt für 53 Prozent der befragten IT-Professionals die Automation manueller Aufgaben zu den Fokusthemen –  das ist Platz zwei  der Top Ten der IT-Prioritäten nach Data Security (74 Prozent).

Zur Automatisierung des IT-Betriebes stehen verschiedene Lösungsansätze zur Wahl, die kombiniert und an die spezifischen Belange des Unternehmens angepasst werden können. Die bereits erwähnten Cloud-Management-Services auf den Cloud-Plattformen der großen Anbieter spielen eine wesentliche Rolle. Hier kommt besonders der Ansatz „Infrastructure as Code“ zum Tragen, Programmieren statt Konfigurieren, Aktionen werden direkt im Quellcode hinterlegt. Auch der Einsatz von Self-Services sorgt für Entlastung der IT-Administratoren. Für die Automatisierung der Inhouse-Strukturen stehen IT-Service-Management-Software und DevOps-Tools zur Verfügung.

Deutliche Schwankungen beim Automatisierungsgrad

Trotzdem ist die Automation des IT-Betriebs keine einfache Aufgabe. So verzeichnet etwa die Studie „IT-Trends 2020“ von Capgemini bei der Auswertung der Befragungen zum Automatisierungsgrad deutliche Schwankungen in einzelnen Bereichen. Die Automatisierungsquote im Infrastrukturmanagement stieg zunächst zwischen 2015 und 2017 von 43 auf fast 50 Prozent – um bis 2020 auf 36,9 Prozent wieder abzufallen. Zum Teil sei das auch darauf zurückzuführen, so die Erläuterung zur Studie, dass die über Cloud-Anbieter genutzten Automatisierungsmechanismen nicht berücksichtigt würden; die tatsächliche Quote sollte demnach höher sein.

Die weiteren aufgeführten Gründe dürften aber vielen Unternehmen bekannt vorkommen: technologische Vielfalt der Anwendungslandschaften, Automatisierung nur einzelner Bereiche, organisatorische Hürden und mangelnde Bereitschaft, Prozesse zu verändern, um sie durchgängig automatisieren zu können. Lernende Systeme und Algorithmen würden zudem noch kaum eingesetzt.

Machine Learning: Prozesse aus Helikoptersicht

Genau hier liegt aber erfahrungsgemäß das größte Potenzial, wenn es darum geht, eigene Prozesse nicht nur abzubilden, sondern tatsächlich zu optimieren. Schon eine klassische Prozessanalyse und Auswertung der Erfahrungen der langjährigen IT-Betreuer hilft weiter. Wichtig ist hier eine übergreifende Sicht auf die Prozesse, die Überwindung des Ressortdenkens. Machine Learning funktioniert aber zudem als eine andere Art der Metaebene: Spezielle Programme verfolgen die typischen Abläufe und das Vorgehen der Systemadministratoren. Durch künstliche Intelligenz erschließen sich Korrelationen und Zusammenhänge, die von menschlichen Benutzern sonst nicht erkannt würden. Die Software „lernt“ daraus und berücksichtigt diese Zusammenhänge automatisch.

Solche Anwendungen müssen jedoch speziell programmiert, auf die Prozesse im Unternehmen abgestimmt, ausgewertet und immer wieder angepasst werden. Das ist im Alleingang mit ohnehin knappen Ressourcen nicht zu schaffen, die Mehrzahl der Unternehmen sucht sich deshalb externe Unterstützung für solche komplexen Projekte. Neben der klassischen Beratung empfehlen sich dabei gerade im vom Fachkräftemangel geprägten IT-Bereich innovative Ansätze, die Projekt- und Talentmanagement kombinieren, wie die Talentschmiede Unternehmensberatung aus Frankfurt.  Die Einbindung von Young Professionals in Automatisierungsprojekte schont das Budget durch geringere Tagessätze, bietet aber gleichzeitig Mehrwert durch den neuesten Ausbildungsstand der Juniorberater, meist auch Zusatzqualifikationen im agilen Projektmanagement sowie die Möglichkeit der Internalisierung.

Für Unternehmen mit gewachsenen IT-Strukturen ist es in jedem Fall höchste Zeit, in IT-Automatisierungslösungen zu investieren. Nicht nur, um Zeit und Geld im IT-Betrieb zu sparen, sondern um zukunfts- und wettbewerbsfähig zu sein – mit einer IT, die in Infrastruktur, Prozessen und Qualifikation ihrer Mitarbeiter optimal aufgestellt ist, um die Digitalisierung im Unternehmen vorantreiben zu können. (sg)

Digital Workforce Group Rühle
Stefan Rühle ist Vorstand der The Digital Workforce Group AG.

Über den Autor: Stefan Rühle ist Vorstand der The Digital Workforce Group AG. Das Unternehmen ist die Holding für alle Leistungsangebote für Absolventen, Young Professionals und Young Experts in der IT-, Finanz-, und Logistik-Branche. Die Holding besteht aus fünf Tochtergesellschaften: Talentschmiede AG, Meisterwerk AG und Talentwerk Ltd. sowie den Personaldienstleistern Talentrecruiters GmbH und Karriererakete GmbH.

Share on facebook
Facebook
Share on twitter
Twitter
Share on linkedin
LinkedIn
Share on xing
XING
Share on whatsapp
WhatsApp
Share on email
E-Mail
Share on print
Drucken

Ihre Meinung zum Artikel

Abonnieren
Benachrichtige mich bei
guest
0 Comments
Inline Feedbacks
View all comments

Andere Leser haben sich auch für die folgenden Artikel interessiert

Werbung
Werbung

Redaktionsbrief

Tragen Sie sich zu unserem Redaktions-Newsletter ein, um auf dem Laufenden zu bleiben.

Wir wollen immer besser werden!

Deshalb fragen wir SIE, was Sie wollen!

Nehmen Sie an unserer Umfrage teil, und helfen Sie uns noch besser zu werden!

zur Umfrage
Werbung
Werbung

Aktuelle Ausgabe

Topthema: Solide Datenbasis für die vernetzte Fertigung

Smart-Factory-Plattform COLMINA

Mehr erfahren

Tragen Sie sich jetzt kostenlos und unverbindlich ein, um keinen Artikel mehr zu verpassen!

    * Jederzeit kündbar

    Entdecken Sie weitere Magazine

    Schön, dass Sie sich auch für weitere Fachmagazine unseres Verlages interessieren.

    Unsere Fachtitel beleuchten viele Aspekte der Digitalen Transformation entlang der Wertschöpfungskette und sprechen damit unterschiedliche Leserzielgruppen an.