IoT-Plattform: Wie die neue Version Office-Welt und Produktion verknüpft

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Die IoT-Plattform Open Sphinx Online 9.0 bietet optimierte Möglichkeiten für die horizontale und vertikale Vernetzung. Was die Plattform noch kann.
IoT-Plattform: Wie die neue Version Office-Welt und Produktion verknüpft

Quelle: Poptika/Shutterstock

  • IoT-Plattform in Release 9.0 optimiert horizontale und vertikale Vernetzung
  • Verarbeitung von Live-Daten bringt Prozessoptimierung
  • Microsoft Office-Welt direkt mit Produktionswelt koppeln
  • IoT-Plattform überwacht und steuert automatisch

Die in-integrierte informationssysteme GmbH, eine Tochterfirma der GFT Technologies SE, hat Release 9.0 der modularen IoT-Plattform Sphinx Open Online veröffentlicht. Die auf offenen Standards basierende Lösung ermöglicht durch Verknüpfung, Visualisierung und rollenspezifische Verarbeitung von Live-Daten die Optimierung von Prozessen beispielsweise in Werken. Die aktuelle Version punktet unter anderem durch neue Features im Bereich von Lokalisierungs- und Authentifizierungslösungen sowie Weiterentwicklungen bei der vertikalen und horizontalen Integration.

IoT-Plattform: So kommen Mitarbeiter und Prozesse auf einen Nenner

Nun können praktisch alle Prozessbeteiligten (vom Mitarbeiter über die Maschine bis zum Sensor) und alle Prozessschritte (mit ihren zugehörigen IT-Systemen) über die IoT-Plattform verbunden, ihre jeweils generierten Daten ausgetauscht und Aktivitäten automatisch ausgeführt werden. Das Besondere an der IoT-Plattform ist dabei die Kommunikation in alle Richtungen, d.h. es geht nicht nur um das Sammeln und Anzeigen von Daten, sondern um das automatisierte Überprüfen von Bedingungen und Auslösen von Aktionen. Zudem wird der bidirektionale Datenaustausch zwischen ERP-Systemen und Produktionsanlagen unterstützt. Dadurch lassen sich Produktionsabläufe weiter digitalisieren und optimieren.

Für Unternehmen mit hohen Sicherheitsanforderungen bietet das System in Version 9.0 ein Verfahren, das die strenge Authentifizierung unterstützt, die in vielen großen Konzernen vorgeschrieben ist. So können bereits beim Login kritische, vertrauliche Daten mit der nötigen Sensibilität und Sicherheit verarbeitet werden – was auch für die weitere Datenverarbeitung auf der IoT-Plattform gilt. Aber auch für Teilnehmer, die sich beispielsweise direkt mit ihrem Google-Login anmelden wollen, hat Release 9.0 eine Lösung parat: Ein OIDC-basierter Authentifizierungsprozess macht es möglich, direkt mit den Accounts von Cloud-Anbietern zusammenzuwirken.

So lässt sich die Office-Welt mit der Produktion koppeln

Neue Schnittstellen und Adapter sorgen für nützliche Erleichterungen im Arbeitsalltag. So lässt sich nun die Microsoft Office-Welt direkt mit der Produktionswelt koppeln. Dafür kommuniziert Sphinx Open Online mit der SharePoint-Dokumenten-Bibliothek. Alle dort hochgeladenen Dokumente, etwa Produktionsdokumente, Hilfen oder Fotobelege sind direkt im Shopfloor verfügbar. „Ein praktisches neues Feature ist zudem der integrierte QR-Code-Scanner auf Webcam-Basis“, sagt Siegfried Wagner, Geschäftsführer der in-integrierte informationssysteme GmbH. „In der Regel werden im Produktionsalltag Objekte wie Container oder andere Lieferungen und ihre Standorte über QR-Codes zusammengeführt. Mit der neuen Funktion von Sphinx Open Online gelangen diese Informationen ohne Umwege ins System und ermöglichen auf einfache, verlässliche Weise integrierte Geschäftsabläufe.“

Auch bei der Einbindung von Positionsdaten gibt es Neuerungen: Durch Schnittstellen für Lokalisierungstechnologie – etwa den neuen Standard omlox, an dessen Entwicklung GFT beteiligt ist oder den cloud-basierten Simon Service von Kontakt.IO – können beim Betreten oder Verlassen von Geofences Aktivitäten getriggert werden. Der neue Location Service von sphinx open online liefert die Business-Logik, die die Arbeit mit Positionsdaten durch die Definition, Überprüfung und Verarbeitung von Bedingungen erst effektiv macht. Informationen wie benötigte Materialien pro Prozessschritt, deren Standorte und Zielpunkte werden verknüpft, um ohne Zeitverlust Aktionen auszulösen, sobald etwa die Produktionsvorbereitung komplett ist. Dann kann der Produktionsschritt automatisch starten oder der Mitarbeiter mit detaillierten digitalen Arbeitsanweisungen unterstützt werden.

So schlägt sich die IoT-Plattform in der Anwendung

Die Beispiele zeigen, wie breit die Anwendungsmöglichkeiten der IoT-Plattform in der Produktion sind, da vertikale und horizontale Vernetzung komplett über eine einzige Plattform laufen. Alle Aufgaben wie Datenanbindung, Auswertung, Überwachung und Prognosen werden dabei in einem zentralen Modell, dem sogenannten „Model in the Middle“ koordiniert. Bei diesem Ansatz sind digitale Abbilder („Digital Twins“) von Anlagen, Systemen und Prozessen bidirektional miteinander vernetzt. Für die dabei entstehenden Datenmengen bietet sich ein Betrieb in der Cloud an, wobei sphinx open online auf allen maßgeblichen Cloudplattformen läuft.

Der Ausbau der direkten Kooperation mit den großen Cloud-Anbietern dieser Welt und eine zunehmende Internationalisierung – das sind die strategischen Ziele für die kommenden Versionen. „Dieses Streben ist typisch für Sphinx Open Online“, sagt Wagner. „Die Plattform gehört zu den ersten oder anders gesagt: zu den ältesten ihrer Art und gleichzeitig zu den modernsten und leistungsfähigsten, da das Produkt mit großer Innovationsfreude und Sorgfalt beständig weiterentwickelt wird.


Weiterlesen auf Digital Engineering Magazin: IIoT: ifm und CloudRail vereinbaren strategische Partnerschaft

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