Hybrid Manufacturing gewinnt 3D-Award

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Bei der Innovation von Hybrid Manufacturing handelt es sich um ein „Hybrid-Kit“, das sich in praktisch jede metallbearbeitende CNC-Maschine integrieren lässt. Mittels Laserauftragschweißen werden Metallbearbeitung, Veredelung und Prüfung der Bauteile in einer einzigen Maschine integriert.
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Kurz nach den Oscar-Preisträgern 2015 stand auch der Sieger des ersten International Additive Manufacturing Award (IAMA) fest. The winner is: Hybrid Manufacturing Technologies aus dem texanischen Plano. Das Unternehmen setzte sich erfolgreich gegen 17 eingereichte Projekte aus den USA, Deutschland und Tschechien durch. „Wir freuen uns sehr, dass unser Team den ersten IAMA gewonnen hat“, erklärte Dr. Jason Jones, Geschäftsführer und Unternehmensgründer des Preisträgers. „Der IAMA ist der Höhepunkt einer siebenjährigen Entwicklung im Bereich additiver Fertigung, die wir maßgeblich mitgestaltet haben. Wir sind überwältigt von der breiten Aufmerksamkeit, die nun der Hybridbearbeitung durch den Preis zu teil wird.“

Bei der Innovation von Hybrid Manufacturing handelt es sich um ein „Hybrid-Kit“, das sich in praktisch jede metallbearbeitende CNC-Maschine integrieren lässt. Mittels Laserauftragschweißen werden Metallbearbeitung, Veredelung und Prüfung der Bauteile in einer einzigen Maschine integriert. Das siegreiche Unternehmen mit Standorten in Großbritannien und den USA wurde 2012 gegründet. Es hat sich darauf spezialisiert, konventionelle CNC-Technologie mit additiven Produktionsverfahren zu kombinieren. Für die Fertigung eröffnen sich dadurch neue Perspektiven, die bislang keine der beiden Technologien alleine bieten konnten. „Durch die Ausstattung einer vorhandenen mehrachsigen CNC-Maschine mit automatisch auswechselbaren Auftragsköpfen wird 3D-Druck in Metall möglich, ohne eine separate Maschine kaufen zu müssen. Dies senkt nicht nur Kosten, sondern erschließt Bedienern von CNC-Maschinen neue umfangreiche Möglichkeiten“, erläuterte Jones.

Schulterschluss zweier Industrieverbände

Der IAMA ist aus einer Partnerschaft zwischen dem US-Industrieverband AMT (Association for Manufacturing Technology) und dem VDW (Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken) entstanden. Ziel ist es, die additive Fertigung international aktiv zu fördern. Deshalb wurde der IAMA initiiert, mit dem im jährlichen Wechsel zwischen den USA und Deutschland Innovationen im Bereich des 3D-Drucks ausgezeichnet werden. Unterstützt wird der Preis durch den europäischen Spitzenverband der Werkzeugmaschinenindustrie Cecimo. Neben der IAMA-Trophäe erhält der Preisträger einen Geldpreis in Höhe von 20’000 US-Dollar und ein Medienpaket im Wert von 80.000 Dollar zur Vermarktung seiner preisgekrönten Technologie.

„Unglaublich viele Innovationen

„Es war unglaublich spannend zu sehen, wie viele dynamische Innovationen aus den USA und Europa für diese Auszeichnung präsentiert wurden. Dies zeigt, wie weit sich die Technologien für additive Fertigung entwickelt haben und welch radikale Produktivitätsverbesserungen damit in der Fertigung erzielt wurden“, erklärte AMT-Präsident Douglas K. Woods. „Der prämiierte Beitrag von Hybrid Manufacturing ist eine perfekte Bestätigung dafür, wo wir die Zukunft der Branche sehen: In der Integration konventioneller Bearbeitungsmethoden auf CNC-Maschinen mit additiven Technologien. Es handelt sich um die perfekte Kombination aus vorhandenen Technologien, verbessert durch hoch moderne Innovationen.“

Lobby für die additive Fertigung

„Die additive Fertigung hat das Potenzial, weite Teile der Fertigung umzukrempeln. Was mit der Herstellung von Prototypen begann, ist mittlerweile zu einer eigenständigen Technologie geworden, die ganz neue Möglichkeiten zur Herstellung komplexer Teile auch in Serie eröffnet. Zudem wird sie immer häufiger auch mit klassischen Verfahren kombiniert“, sagte Dr. Wilfried Schäfer, Geschäftsführer des VDW. „Mit dem IAMA werden Pioniere und Leistungsträger aus der additiven Fertigung international herausgestellt und gewürdigt. Die Preisverleihung bietet der Branche eine ideale Plattform, die wichtigsten Akteure aus Wissenschaft, Industrie und Politik an einem Ort zusammen zu bringen, um ein solides internationales Netzwerk aufzubauen“, erläuterte Schäfer.

Der IAMA-Jury gehören führende Persönlichkeiten – vier Deutsche und sechs US-Amerikaner – aus den Bereichen Industrie, Forschung und Lehre, Militär, Medien und Branchenverbänden an. Beurteilt wurden die Bewerbungen in den Kategorien technologischer Innovationsgrad, klar erkennbare Vorteile für Industrie, Umwelt und Gesellschaft, Kosteneffizienz und die industrielle Umsetzbarkeit.

Mit dem erfolgreichen Aufschlag des IAMA 2015 ist der Anfang gemacht. Die deutsch-amerikanischen Initiatoren freuen sich bereits auf den IAMA 2016. Dieser wird im Februar 2016 anlässlich der Metav – 19. internationale Messe für Technologien der Metallbearbeitung – in Düsseldorf vom VDW verliehen.
 

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