21.03.2013 – Kategorie: Technik

Hannover Messe 2013: Produktionssysteme der Zukunft

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Dezentrale Anlagenintelligenz, hohe Wandlungsfähigkeit, einfache Planung und Inbetriebnahme von Maschinen – in der Produktion der Zukunft ist Vernetzung allgegenwärtig; reale und virtuelle Welt wachsen zusammen. Der weltweite Anbieter von Automatisierungstechnik Festo beleuchtet die unter dem Motto „Integrated Industry“ thematisierten Entwicklungen auf der Hannover Messe 2013 aus verschiedenen Blickwinkeln. Zu den Kernfragestellungen gehören neben der technologischen Weiterentwicklung auch gesellschaftliche Aspekte.

In der Welt der Produktion zeichnen sich grundlegende Veränderungen ab, die unter dem Stichwort ‚Industrie 4.0‘ diskutiert werden. Die Hannover Messe greift dies unter dem Motto ‚Integrated Industry‘ auf. Moderne Informations- und Kommunikationstechnologien sollen künftig mit klassischen industriellen Prozessen verschmelzen. „Wir begegnen diesen Veränderungen, indem wir uns gemeinsam mit Partnern aus Wirtschaft und Wissenschaft den Herausforderungen stellen und neue Technologien aktiv mitgestalten“, sagt Prof. Dr. Peter Post, Leiter Forschung und Programmstrategie der Festo AG. Das Unternehmen betrachtet die Entwicklung der Produktionssysteme dabei ganzheitlich aus unterschiedlichen Perspektiven und bezieht neben der Technologie auch andere Gesichtspunkte wie die Kooperation von Mensch und Maschine oder das Thema Ausbildung und Qualifizierung ein.

Blick in die Zukunft: Bionik und Future Concepts

Mit den Bionik-Projekten und den Future Concepts erforscht und zeigt Festo immer wieder neue Ansätze für künftige Produktionswelten. Vorbilder aus der Natur inspirieren die Entwickler zu außergewöhnlichen Lösungen. Auch auf der diesjährigen Hannover Messe stellt das Unternehmen neue Projekte vor, die von der Funktionsintegration über adaptive Systeme bis hin zu intuitiv bedienbaren Maschinen wesentliche Themen aufgreifen.

Die Grundlage der künftigen Produktionssysteme sind intelligente Komponenten – in sich abgeschlossene, autonom funktionierende mechatronische Baugruppen. Zwar wird sich auch die zentrale Fabriksteuerung  evolutionär weiterentwickeln; gleichzeitig wird aber die dezentrale Selbstorganisation der Komponenten immer häufiger genutzt werden, so dass diese künftig Aufträge der überlagerten Steuerungsebene ausführen können. Um solche vernetzten Gesamtsysteme zu ermöglichen, entwickelt Festo beispielsweise Technologien wie die Feinwerktechnik und die Mikrosystemtechnik intensiv weiter.

Doch nicht die Technik  allein steht bei Festo im Mittelpunkt. Eine der Kernfragen, mit denen sich das Unternehmen beschäftigt, ist die Zusammenarbeit von Mensch und Maschine. So werden Roboter in Zukunft den Mitarbeiter aktiv bei manuellen Tätigkeiten unterstützen. Der Mensch ist hochflexibel und kann in kürzester Zeit eine Fülle von Aufgaben beherrschen. Maschinen sind heute dagegen oftmals statisch, arbeiten jedoch schnell, präzise und kraftvoll. Diese beiden Welten gilt es miteinander zu verbinden: Die Technik muss künftig in der Lage sein, sich auf veränderte Randbedingungen und Eingriffe des Menschen einzustellen. Beispiele für diese Entwicklung sind heute der preisgekrönte Bionische Handling-Assistent (Deutscher Zukunftspreis 2010) oder die ExoHand (nominiert für den Hermes Award 2012) von Festo.

Zukunftsorientierter Unterricht in der Lernfabrik

Festo hat aber nicht nur die Produktion selbst im Blick – im Fokus stehen auch die Ausbildung und Qualifizierung des Nachwuchses für zukünftige Produktionswelten. Mit schlüsselfertigen Lernfabriken und Laborlösungen bietet die Festo Didactic das notwendige Werkzeug für zukunftsorientierten Unterricht in Mechatronik und Automatisierungstechnik. Anschaulich zeigt dies auf der Hannover Messe die modulare Lernfabrik MPS Transfer Factory. Mit ihr lassen sich aktuelle Themen wie RFID Technik, intelligentes Vernetzen, Energieeffizienz und Condition Monitoring verständlich vermitteln.

Entwicklung geht kontinuierlich weiter

Maschinen, Komponenten und Werkstücke werden künftig stark vernetzt sein und miteinander kommunizieren. Viele Funktionen werden schon heute in der Automatisierungstechnik genutzt, zum Beispiel Vakuumgreifer mit Diagnosefunktion oder Ventilinseln mit integrierter speicherprogrammierbarer Steuerung, andere werden gerade erst erforscht. Prof. Post betont: „‚Industrie 4.0‘ ist für uns ein hochinterdisziplinäres Zukunftsprojekt, an dem wir kontinuierlich weiterarbeiten.“


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