Gaia-X: Warum Europa ein unabhängiges Cloud-Netzwerk braucht

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Seit der Präsentation im Oktober 2019 musste das von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier angekündigte Projekt Gaia-X viel Kritik einstecken. Allerdings würde eine europäische Cloud ein Gegengewicht zu den US-amerikanischen Cloud-Konzernen bilden. Ein Kommentar von Marcus Busch, Geschäftsführer von Leaseweb.

Bei Leaseweb, einem Cloud- und Hostinganbieter, klang das Projekt von Gaia-X positiv an. Die Cloud hat sich längst zu einer wichtigen Kraft bei der Bereitstellung von IT-Infrastruktur etabliert. Doch die Dominanz der US-amerikanischen Hyperscaler hat viele europäische Unternehmen aber auch Regierungen in eine zunehmend schwierige Lage gebracht.

Es geht um die Unabhängigkeit der in Europa ansässigen Organisationen von den Marktführern in den USA sowie den Vorschriften und Praktiken, unter denen diese Unternehmen auch europäische Daten verarbeiten. Deutschland und Frankreich haben sich nun durch einen neuen Vorstoß vorgenommen, europäische Daten besser zu schützen.

Gaix-X: Datenhoheit von großer Bedeutung

Auch die Niederlande stehen als wichtiger Cloud-Standort bereit und in den kommenden Monaten sollen noch weitere Länder mit an Bord kommen, um ein neues souveränes Ökosystem zu schaffen: Gaia-X. Das Projekt Gaia-X ist eine Initiative, die sichere und souveräne europäische Dateninfrastruktur bereitstellen soll. Gaia-X soll durch lokale Gesetze reguliert werden und komplett unabhängig von der Rechtsprechung fremder Regionen sein. Und viel wichtiger: Sie soll von europäischen Dienstleistern umgesetzt werden.

Die neue Plattform soll so einen Großteil der Risiken der Datenüberwachung beseitigen, die mit den Cloud-Angeboten der derzeitigen Marktführer aus den USA verbunden sind. Diese können dann keine Daten mehr an die US-Institutionen übermitteln, egal wo sich diese Daten befinden. Es überrascht nicht, dass Unternehmen wie Amazon und Microsoft Gaia-X kritisch gegenüberstehen. Das Wall Street Journal berichtete über Stimmen, die befürchten, dass die neue Plattform Datendienste nicht mehr über Ländergrenzen hinweg leisten könnte. Es ist unwahrscheinlich, dass die US-Anbieter Gaia-X mit offenen Armen empfangen werden.

Gaia-X: im Kern bereits vorhanden

Der Zeitplan dafür ist straff: Von der Dateninfrastruktur, den Data-Warehouses, dem Datenpooling bis hin zur Entwicklung der Dateninteroperabilität soll Gaia-X noch in diesem Jahr realisiert werden. Dies klingt zwar ambitioniert, ist aber durchaus realisierbar. Denn tatsächlich gibt es längst lokale, europäische Anbieter, die bereits umsetzen, was Gaia-X verspricht. Es geht also unter anderem darum, die unterschiedlichen Angebote dieser Anbieter technologisch und vermarktungstechnisch unter einem Dach zu vereinen.

Gaia-X bietet Chancen für Europa

Egal, wie die Umsetzung letzten Endes gestaltet werden wird, Leaseweb Deutschland unterstützt die Gaia-X-Initiative tatkräftig, um die Schaffung eines europaweiten Cloud-Netzes sicherzustellen. Auch zahlreiche lokale Unternehmen, für die das Risiko der Datenüberwachung schon lange ein ernstes Problem war, wollen die neue Plattform aktiv unterstützen. Generell erwarten wir, dass das Projekt erfolgreich sein und sich das Ergebnis der Initiative positiv auf die Digitalisierung des europäischen Marktes auswirken kann.

Leaseweb BuschQuelle: Leaseweb
Marcus Busch ist Geschäftsführer von Leaseweb.

Über den Autor: Marcus Busch ist Geschäftsführer von Leaseweb. Leaseweb ist ein Infrastructure as a Service (IaaS)-Anbieter mit einem Portfolio von 17.500 Unternehmen. Die Services umfassen Public Cloud, Private Cloud, Dedizierte Server, Colocation, Content Delivery Network und Cyber Security Services, die durch Kundenservice und technischen Support unterstützt werden. Das Unternehmen betreibt 19 Rechenzentren an Standorten in Europa, Asien, Australien und Nordamerika mit einem weltweiten Netzwerk von mehr als 5,5 Tbps. (sg)

Lesen Sie auch: Cloud-First-Strategie – von Automation First überholt

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