10.07.2020 – Kategorie: Fertigungs-IT

Frei konfigurierbar: So funktioniert das neue Low-Code-MES

Frei konfigurierbar: So funktioniert das neue Low-Code-MESQuelle: LeoWolfert/Shutterstock

Was ist ein Low-Code-MES? Im Grunde genau das: frei konfigurierbar vom Anwender, ohne, dass dieser programmieren können muss. Hier mehr dazu, wie das geht.

Mit Valeris bringt die WSW Software GmbH, Anbieter von Lösungen für die Digital Supply Chain, den Zoll und Außenhandel sowie für Business Analytics, ein interessantes Manufacturing-Execution-System (MES) auf den Markt. Dieses moderne, intuitiv zu bedienende MES, das sich nach dem Low-Code-Ansatz ohne spezielles IT-Wissen frei konfigurieren lässt, soll Produktionsunternehmen vielfältigen geschäftlichen Nutzen bringen.

Was das Low-Code-MES kann

Die Weblösung Valeris bildet sämtliche Fertigungslinien und Arbeitsstationen, egal ob bei einem Serien-, Lager-, Einzel- oder JIS-Fertiger, als digitalen Zwilling ab und spiegelt damit die Prozesse im Shopfloor und die Produktionslogik eins zu eins wider. So entsteht die notwendige Transparenz für ein lückenloses Tracking und Tracing in der Fertigung. Diese Traceability ist in den Richtlinien des Produktsicherheitsgesetzes (ProdSG) und der Good Manufacturing Practice (GMP) verankert, aber auch eine wichtige Voraussetzung, um Anfragen des Kunden jederzeit zufriedenstellend beantworten zu können.

Das Low-Code-MES ermöglicht zudem den Soll-Ist-Vergleich von Prozessparametern in Echtzeit sowie ein digitales Durchführen und Bestätigen von Prüfanweisungen. Fehlerhafte Produkte können so bereits direkt an der Linie identifiziert werden. Zudem greifen Prozess-Interlocking-Funktionen bei Unregelmäßigkeiten automatisch ein, und verriegeln, falls nötig, die Fertigung. Das frühzeitige Erkennen fehlerhafter Produkte und die Verriegelung erhöhen die Sicherheit der Fertigungsprozesse deutlich.

Low-Code-MES: So lässt es sich modellieren

Bei all dem bietet Valeris eine optimale User Experience (UX): Zeitgemäße, intuitive Oberflächen visualisieren alle Daten übersichtlich und führen den Anwender dialoggestützt und sicher durch sämtliche Prozess- oder Konfigurationsschritte. Prozess- und Produktionsparameter lassen sich dank des Low-Code-Modellierungsansatzes ohne zusätzliches IT-Know-how von den Fachanwendern in Eigenregie einfach und schnell konfigurieren, mit Soll-Werten bzw. historischen Daten abgleichen und mit der Prozesslogik oder dem Reporting verknüpfen.

Das entlastet die interne IT-Abteilung, der so mehr Raum für Kernaufgaben bleibt, und schont das IT-Budget, denn die Kosten für externe IT-Berater fallen ebenfalls weg. In absehbarer Zukunft wird es auch möglich sein, hochindividuelle Werkerdialoge in Valeris passgenau selbst zu erstellen. Ein weiterer Vorteil des Low-Code-MES ist die komfortabel zu konfigurierende Verwaltung der Benutzer, Rollen und Skillsets.

Reportings erstellen

Valeris bietet darüber hinaus ein leistungsstarkes, frei zu konfigurierendes Reporting-Tool, um Ist-Prozessparameter aus dem Shopfloor umfassend auszuwerten und in individuellen Dashboards oder Reports darzustellen. Alarmfunktionen melden Abweichungen oder Störungen an Maschinen oder Arbeitsplätzen sofort, zum Beispiel an Industriewaagen, sodass die Wartung bzw. Instandhaltung umgehend und zielgerichtet veranlasst werden kann.

Das reduziert Fehler, Stillstandzeiten oder Ausschussmengen und vermeidet teure Nacharbeiten sowie einen zusätzlichen Material- und Energieverbrauch, was sich positiv auf die Prozess- und Produktqualität auswirkt und eine nachhaltige, ressourcenschonende Produktion fördert – ein echter Mehrwert.

Das Low-Code-MES mit dem ERP verknüpfen

Doch damit nicht genug: Valeris lässt sich auch problemlos mit dem vorhandenen ERP-System oder einer JIS- und Logistikplattform wie Lojistix von WSW Software verknüpfen. Diese vertikale Vernetzung macht es möglich, aktuelle Shopfloor-Daten in den Datenfluss dieser IT-Systeme einzubinden. Damit kann nicht nur weiteres Optimierungspotenzial in der Produktion ermittelt und gehoben werden, sondern es wird auch der Grundstein für eine umfassende Digitalisierung der industriellen Produktion im Sinne von Industrie 4.0 gelegt.


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