Fertigungsunternehmen: In diese Technologien lohnt es sich zu investieren

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Fertigungsunternehmen: In diese Technologien lohnt es sich zu investieren

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Auch Fertigungsunternehmen tun gut daran, in aktuelle Technologien für effiziente Lager- und Intralogistik zu investieren. Welche Vorteile diese Technologien eröffnen, zeigt dieser Bericht.
Fertigungsunternehmen

Quelle: Hacohob/Shutterstock

Die Corona-Pandemie hat gezeigt, dass fortschrittliche Lagertechnik ausschlaggebend dafür ist, reibungslose Abläufe in der Lieferkette und damit die Kontinuität des Geschäftsbetriebs auch in Krisen zu gewährleisten. Viele Lagerhäuser stehen derzeit aber noch am Anfang der digitalen Transformation. Denn in den meisten Fertigungsunternehmen wird die Arbeit im Lager noch weitgehend manuell geleistet.

Ein Rahmenmodell für die Digitalisierung in Fertigungsunternehmen

Laut der 2024 Warehousing Vision Study vom Systemlieferanten Zebra Technology haben nur 35 Prozent der befragten Betriebe eine klare Vorstellung davon, wo sie mit der Automatisierung der Lagertechnik beginnen sollen. Jedoch erhöht die aktuelle Situation den Druck auf viele Fertigungsunternehmen, ihre digitale Transformation zu beschleunigen. Ein strategischer Ansatz bei der Digitalisierung hilft dabei nicht nur bei aktuellen Herausforderungen, wie Nachfragespitzen, sondern bietet Unternehmen auch die Chance, sich Wettbewerbsvorteile für die Zukunft zu sichern.

Daher hat Zebra Technologies ein Rahmenmodell entwickelt, das Lagerbetreibern helfen soll, zu verstehen, wo sie sich auf ihrem Weg zur Lagermodernisierung befinden (siehe unten). Denn laut Umfrage wollen 61 Prozent der Lagermanager in neue Technologien investieren und über drei Viertel (77 Prozent) der Entscheider stimmen zu, dass sie ihre Lagerprozesse modernisieren müssen, um weiterhin wettbewerbsfähig zu bleiben.

Fertigungsunternehmen
Bild: Zebra Technologies

Warehouse-Maturity-Modell für Fertigungsunternehmen

Das Warehouse-Maturity-Modell-Framework soll Lagermanagern zeigen, wo sie sich auf ihrem Weg zur Digitalisierung und Modernisierung ihrer Intralogistik gerade befinden. Der Modernisierungsprozess im Lager von industriellen Fertigungsunternehmen läuft in fünf spezifischen Phasen ab.

1. Von Menschen übertragene Daten

Betriebe nutzen Barcode und Scanner, um Daten manuell zu erfassen. Ein Arbeiter lädt beispielsweise mit dem Gabelstapler einen LKW aus. Dazu scannt er den Barcode auf der Palette ein. Diese Informationen werden dann ans Lagermanagement-System gesendet. Dies ermöglicht es den Mitarbeitern, ihre Arbeit schneller und effizienter zu erledigen.

2. Technologie: Wearables & Voice

Sogenannte Wearables, also Mobilgeräte, die sich am Arm oder als Gürtel tragen lassen, halten den Lagerarbeitern die Hände frei, während sie ihre Aufgaben erledigen. Dazu zählt auch stimmgesteuerte Technologie, sowohl Pick by Voice wie auch die interne Kommunikation untereinander.

3. Sensorgesteuerte Echtzeitdaten

Für die Datenerfassung nutzen die Fertigungsunternehmen nun Sensoren, vor allem RFID. Wenn etwa ein LKW entladen wird, braucht kein Arbeiter mehr mit dem Scanner den Barcode von Hand einlesen. Statt dessen scannt ein Tor mit Sensoren die Palette beim Abladen und schickt sie an den korrekten Lagerungsort.

4. Echtzeit-Ortungssysteme

Mit dieser Technik können Unternehmen in Echtzeit Inventar, Gabelstapler und Güter auf den Paletten oder Mitarbeiter lokalisieren. Die Ortungssysteme ermöglichen außerdem automatische Alarmeinstellungen und die Implementierung neuer Geschäftsprozesse.

5. Intelligente Automatisierung

Autonome mobile Roboter (AMRs) werden Menschen nicht ersetzen, aber Seite an Seite mit ihnen zusammenarbeiten. Das hilft, die Leer- und Wegezeiten, die mit der Beförderung von Gütern verbunden sind, erheblich zu reduzieren. Das führt zu höherer Produktivität und die Mitarbeiter haben mehr Zeit für wichtigere Aufgaben, die eine flexible Problemlösung erfordern.

Scanner, Mobilcomputer und Identtechnologie ganz oben auf der Liste

In der Prioritätenliste ganz vorn steht die neueste Generation an Barcodescannern, Mobilcomputern sowie Lokalisierungs- und Sensortechnik wie beispielsweise RFID. Aber was können diese Geräte und Technologien im industriellen Lager leisten und was sollte bei einer Investition berücksichtigt werden? Schauen wir uns die drei Technologien genauer an.

Extended Range Barcodescanner

Mit aktuellen Barcode-Scannern langer Reichweite (0 bis etwa 23 Meter) lassen sich die benötigten Nummern und Informationen zu jedem Artikel schnell und einfach ablesen. Das bietet einige Vorteile:

  1. Die höhere Geschwindigkeit durch schnelleres Scannen wirkt sich direkt auf Arbeitstempo, Produktivität und Effizienz aus. Da die meisten Arbeiten „so schnell wie möglich“ ausgeführt werden sollen, sparen Scanner hoher Reichweite eine Menge Zeit. Der Gabelstaplerfahrer etwa kann einfach von seiner Fahrerkabine aus scannen. Wenn er dadurch pro Scanvorgang 12 Sekunden spart, sind das schon 1 Stunde gesparte Arbeitszeit bei 300 Scans. Dank erhöhter Reichweite lassen sich nicht nur Labels in einem Hochregallager leichter erreichen, sondern mit einer Bewegung kann der Lagermitarbeiter bei Bedarf gleich mehrere Artikel identifizieren.
  2. Intuitive Bedienung: Extended-Range-Scanner verfügen in der Regel über eine omnidirektionale Erfassung. Das bedeutet: ein Barcode kann in jeder beliebigen Richtung eingelesen werden. In vertikalen Lagern spart dies jede Menge Zeit.
  3. Leistung: Solche Barcodescanner sind eigens für die typischen Lagerbedingungen in Produktionsbetrieben ausgelegt. Sie sind in der Lage, auch in schwach beleuchteten, staubigen und schmutzigen Betriebsumgebungen alle Daten auf Anhieb auch aus großer Distanz zuverlässig zu erfassen. Präzise lesen sie 1D/2D-Barcodes, OCR oder Fotos ein. Dabei erkennen sie selbst Dokumente, deren eventuell verschmutzter Barcode mitunter von Schichten Einschweißfolie umgeben ist.

Mobilcomputer auf Android-Basis – auch in Fertigungsunternehmen

Eine sichere Option für die Modernisierung der Lagerhaltung mit mobilen Computern ist die Migration auf mobile Geräte der Unternehmensklasse, die auf Android basieren. Zu den Vorteilen gehören:

  1. Nutzung mehrerer integrierter Sicherheitsebenen, um Schwachstellen im Netzwerk zu schließen sowie Verwendung von Tools und Funktionen zur Sicherheitsbeurteilung, um Einstellungsmodi zu sichern und sicherzustellen, dass nur authentifizierte Änderungen, wie etwa Software-Updates, vorgenommen werden können.
  2. Langjähriger Support für mobile Unternehmensgeräte (über 10 Jahre): Reparatur, technischer und Software-Support, LifeGuard Sicherheitssoftware-Updates für Android, Online-Tools und Gerätereparatursichtbarkeit mit cloudbasierten VisibilityIQ OneCare. Zebra nennt dies OneCare Support Services.
  3. Zentral automatisiertes Remote-Implementierungs-, Konfigurations- und Fehlerbehebungsmanagement für Geräteflotten, um sicherzustellen, dass Sicherheitspatch-Updates und Protokolle rechtzeitig bereitgestellt werden

Rückverfolgung mit RFID

Auch im Lager der Produktionsbetriebe wird Sensor- und Lokalisierungstechnologie wie RFID (Radio Frequency Identification) eine immer größere Rolle spielen. Denn RFID ist besonders hilfreich, wenn es um die Nachverfolgung wertvoller Güter geht oder schlicht darum, den Inhalt von Paletten zu zählen.

Daher sollte RFID Bestandteil einer integrierten Softwarelösung sein. Denn der Vorteil dieser Technik gegenüber traditionellen Methoden liegt darin, dass sich durch automatisierte Scanningprozesse hohe Stückzahlen an Artikeln oder Paletten schneller und präziser lokalisieren lassen.

Dies führt zu erhöhter Effizienz und Genauigkeit. Robuste Android-basierte Mobilcomputer mit integriertem RFID-Handlesegeräten optimieren in Produktionsbetrieben die intralogistischen Workflows und sorgen für mehr Effektivität.

Cybersecurity im Fertigungsunternehmen

Für viele Fertigungsbetriebe steht Cybersecurity meist nicht an erster Stelle auf der To-Do-Liste. Doch auch bei den technischen Geräten im Lager gilt zu bedenken: Jedes mit dem Netzwerk verbundene Gerät ist ein Angriffspunkt und somit ein mögliches Sicherheitsrisiko. Eine überlegte Modernisierung der Lagertechnologie leistet einen wichtigen Beitrag, Ausfälle, Hackerangriffe oder Industriespionage zu verhindern.

Bei Scannern besteht im Allgemeinen ein geringeres Sicherheitsrisiko, da die Geräte Daten an einen Host übertragen. Es ist jedoch auch hier sehr wichtig, Wifi und Bluetooth-Verschlüsselung auf den Geräten zu integrieren, um einen sicheren Datenfluss zu gewährleisten.

Der Autor Daniel Dombach ist Director EMEA Industry Solutions bei Zebra Technologies.

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