14.06.2016 – Kategorie: Technik

Europäisch-asiatischer Investor übernimmt Mehrheitsbeteiligung von Gimatic

agic

Der europäisch-asiatische Private-Equity-Fond AGIC Capital hat die Mehrheitsbeteiligung an der Gimatic Gruppe übernommen. Mit dem neuen Kapital möchte der Anbieter von Komponenten und Systemlösungen für industrielle Automatisierung und Handling seine Internationalisierung und Expansion vorantreiben.

Der europäisch-asiatische Private-Equity-Fond AGIC Capital hat die Mehrheitsbeteiligung an der Gimatic Gruppe übernommen. Mit dem neuen Kapital möchte der Anbieter von Komponenten und Systemlösungen für industrielle Automatisierung und Handling seine Internationalisierung und Expansion vorantreiben.

Das 1985 gegründete Unternehmen Gimatic mit Firmensitz im norditalienischen Roncadelle entwickelt und fertigt pneumatische und mechatronische Komponenten und Systemlösungen für Endkunden und Zulieferer. Die Greifer, Lineartechnik und Sensorik finden Einsatz in der Automobil-, Kunststoff-, Elektronik-, Lebensmittel- und Pharmaindustrie sowie Medizintechnik.

Gemäß einer Unternehmensmeldung beträgt der Gesamtwert der Transaktion mehr als 100 Mio. Euro. Bisheriger Investor Xenon Private Equity sowie CEO und Mitgründer des Unternehmens, Giuseppe Bellandi, investieren im Rahmen der Transaktion in wesentliche Minderheitsbeteiligungen. Das Investment von AGIC soll Gimatic bei der Internationalisierung und Expansion in Asien – insbesondere in China – weiterbringen. AGIC hat bereits Kontakt mit diversen asiatischen und chinesischen Automatisierern und Robotik-Herstellern aufgenommen. Diese haben ein hohes Interesse an einer Zusammenarbeit in den asiatischen Heimatmärkten signalisiert.

 „Wir freuen uns außerordentlich über unsere Beteiligung an Gimatic“, sagte Heiko von Dewitz, Managing Partner von AGIC im Münchner Büro. „Gimatic ist sehr schnell gewachsen, hat sich eine marktführende Position erarbeitet und sich als Innovationsführer etabliert. Das weiterhin attraktive Wachstumspotenzial beruht auf dem stetig zunehmenden Trend zu industrieller Automatisierung und Robotik in der globalen Fertigung. Das ist ein Markt, dessen Volumen sich in den nächsten fünf Jahren weltweit mehr als verdoppeln sollte.“

Giuseppe Bellandi, Mitgründer und CEO von Gimatic kommentiert: „AGIC ist für uns ein idealer Investor und Partner. Das AGIC-Team verfügt über ein tiefgreifendes Verständnis für industrielle Technologien und Endmärkte und bietet zudem eine besondere Asienkompetenz, die für uns sehr wertvoll ist. Asien mit Fokus auf China ist ein hoch attraktiver Zielmarkt für unsere Produkte und ein wichtiger Schwerpunkt unserer globalen Wachstumsstrategie. Die Partnerschaft mit AGIC ist darum ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg, uns als globaler Marktführer zu etablieren.“

2015 generierte Gimatic fast 80 Prozent seiner Umsätze in Europa – schwerpunktmäßig in Deutschland und Italien. Die Strukturen der Ländergesellschaften bleiben unverändert. Für jedes Land sollen aber weitere Wachstumshebel verifiziert und spezifisch umgesetzt werden: Ob das Wachstum dabei organisch oder durch Zukäufe generiert werden soll, lässt das Unternehmen offen.


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