ERP und MES: Diese Produktionsprozesse hat Stahlwerk Bous optimiert

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Die Stahlwerk Bous GmbH hat ihre Produktion weiter digitalisiert. Welche Wettbewerbsvorteile und Qualitätssteigerungen die optimierten Prozesse bringen.
ERP und MES: Diese Produktionsprozesse hat Stahlwerk Bous optimiert

Quelle: Stahlwerk Bous

•             Intgrierte Lösung bringt Transparenz in die Produktionsprozesse

•             Stahlhersteller erweitert ERP-System

•             Integration von MES-Komplettlösung

Die saarländische Stahlwerk Bous GmbH setzt bei der jüngsten Digitalisierung seiner Produktionsprozesse auf Lösungen von IDAP Informationsmanagement. Trotz der Covid-19 Pandemie ist das neue System erfolgreich in den Produktivbetrieb gegangen.

„Um dem starken nationalen und internationalen Wettbewerb in der Stahl erzeugenden Industrie gewachsen zu sein, braucht es modernste Technologie“, erklärt Minou Kehl, MES-Verantwortliche bei IDAP. „Mit der jetzigen Implementierung ist die Stahlwerke Bous ihrem Ziel, alle operativen Geschäftsprozesse auf einer integrierten IT-Plattform abzubilden, ein entscheidendes Stück nähergekommen. Die nun verfügbaren Live-Daten aus dem Shopfloor sind zudem Grundlage für fundiertere Entscheidungen.“ Der offizielle Go-Live erfolgte Anfang Juli. Nach der üblichen „heißen Phase“ läuft die Gesamtlösung aus MES und SAP nun stabil.

Diese Produktionsprozesse waren besonders im Fokus

Im Fokus des Stahlherstellers stehen die Produktionsprozesse im Schmelzbetrieb und der mechanischen Nachbearbeitung. Hier möchte man das enorme Potenzial einer durchgehenden Digitalisierung nutzen, um neue Ansätze der Optimierung zu finden und umzusetzen. „Mit einem ERP-System allein war unser Ziel einer transparenten Fertigung kaum zu erreichen.“, beschreibt Patrick Rösch, einer der beiden Geschäftsführer der Stahlwerk Bous GmbH, die Situation vor der Zusammenarbeit mit der IDAP. „Deshalb haben wir uns dazu entschieden, das vorhandene SAP um leistungsfähige MES-Werkzeuge zu erweitern.“

Wie die integrierte Gesamtlösung Transparenz in die Produktionsprozesse bringt

So wurde mit IDAP.mes eine konsequent auf SAP abgestimmte MES-Komplettlösung eingeführt. Bous nutzt die Branchenausführung Metall mit passgenauen Funktionen wie dem Splitten von Blöcken, Einzelteilverfolgung oder einer verursachergerechten Kostenverteilung bei der Ofenreise. Zusätzlich zum Modul BDE zur Betriebsdatenerfassung wurden eine Block-waage, drei Sägen und vier Glühhauben über OPC-UA angebunden. Zudem kommen das OEE-Analyse-Cockpit sowie die mobilen Anwendungen „Lagerplatzumbuchung“ und „QM-Rückmeldung“ zum Einsatz.

Nicht nur ein MES eingeführt – welche Neuerungen noch umgesetzt wurden

Neben der Implementierung einer neuen MES-Lösung wurde die IDAP auch mit dem Ausbau des ERP-Systems betraut. Unter anderem wurde die Variantenkonfiguration eingeführt. Jetzt gibt es nur noch einen Arbeitsplan und eine Stückliste für jeweils Blockguss bzw. Strangguss. Die auf die jeweiligen Varianten bezogenen Vorgänge und Produktionsvorgaben, beispielsweise Glühtemperaturen oder Liegezeiten, werden automatisch über den Konfigurator in den Kundenauftrag und von dort in den Fertigungsauftrag übernommen.

Produktionsprozesse Stahlwerk BousQuelle: Stahlwerk Bous
Der Produktionprozess bei Stahlwerk Bous.

Eine weitere wichtige Neuerung ist die Einführung von SAP QM inklusive Integration ins MES. Damit stehen ab sofort umfangreiche Funktionen für die Wareneingangs- und die fertigungsbegleitenden Prüfungen sowie für interne und externe Reklamationen zur Verfügung. Darüber hinaus sind detaillierte Auswertungen für das Qualitätsmanagement möglich. Im Zusammenspiel mit dem MES-Modul QDE können die Prüfergebnisse dabei direkt auf dem Shopfloor am relevanten Arbeitsplatz erfasst werden.

Welche Vorteile die enge Verknüpfung von SAP ERP, MES und SAP QM bringt

Aus dem Zusammenspiel von IDAP.mes und SAP ERP ergibt sich für Bous zu jeder Zeit ein aktuelles Bild der Fertigung: Dazu gehört etwa die Erfassung von Ist-Leistungen und Ist-Mengen, eine umfassende Materialflussverfolgung mit Lagerorten und Lagerplätzen und der aktuelle und schnelle Überblick über die Bestände und Warenbewegungen im Rohblock- und Fertigblocklager. So werden Abläufe, die Reibungsverluste in den Prozessen verursachen, schnell erkannt. „Wir können nun kurzfristiger auf Probleme reagieren und sind jederzeit und überall in Echtzeit aussage- und entscheidungsfähig“, erläutert Dr. Jürgen Loh.

Auch mit dem Projektablauf zeigt sich der Bous-Geschäftsführer zufrieden: „Theorie und Praxis liegen oft weit auseinander, und das wahre Projektleben konfrontiert alle Beteiligten mit unvorhergesehenen Herausforderungen. Die von Anfang an enge Zusammenarbeit zwischen unseren Key-Usern und den Beratern der IDAP war ausschlaggebend dafür, dass am Ende alle Hürden und Überraschungen gemeistert wurden.“ 

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