ERP-Lösungen: 5 entscheidende Trends im Jahr 2020

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on xing
Share on whatsapp
Share on email
Share on print

ERP-Lösungen: 5 entscheidende Trends im Jahr 2020

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on xing
Share on whatsapp
Share on email
Share on print
Die ERP- und IT-Welt wird sich im Jahr 2020 durch neue technische Entwicklungen verändern. Immer wichtiger werden unter anderem Chatbots und KI-basierte HR-Lösungen. Claus Jepsen, Deputy CTO von Unit4, prognostiziert die neuen Entwicklungen für 2020.
ERP-LösungenQuelle: Wright Studio/Shutterstock

Der Aufstieg von Chatbots und digitalen Assistenten spielte 2019 eine viel bedeutendere Rolle im Umfeld von ERP-Lösungen als in den Jahren zuvor. Von KI-gestützten HR Recruiting Services bis hin zu Chatbots im Kundenservice: Immer mehr Unternehmen setzten auf künstliche Intelligenz, um Abläufe zu optimieren und das Kundenerlebnis zu verbessern.

ERP-Lösungen: Digitale Assistenten mit KI kombiniert

2020 verstärkt sich dieser Trend. Eine wachsende Anzahl von Unternehmen wird die Analysefähigkeiten von KI-gestützten digitalen Assistenten nutzen. Davon erhoffen sie sich neue Erkenntnisse über effiziente Arbeitsweisen. Beispielsweise werden sich täglich anfallende Arbeiten, die nach bestimmten Mustern ablaufen, durch maschinelles Lernen automatisieren lassen.

Neue Cloud-basierte Angebote wie der virtuelle Assistent von Microsoft beschleunigen den Einsatz digitaler Assistenten in Kombination mit verbesserten KI-Funktionen. Außerdem ermöglichen sie es Unternehmen, mit Low Code/No Code-Tools digitale Assistenten für bestimmte Anwendungsszenarien zu entwickeln. Diese Helfer unterstützen dann beispielsweise interne Geschäftsabläufe oder kommen auf innovative Weise in Applikationen für die Kundenbeziehung zum Einsatz.

ERP-Lösungen: Alles bewegt sich in Richtung Hybrid

2019 stand die Cloud-Migration im Mittelpunkt. Viele sagten vor iesem Hintergrund voraus, dass reine Cloud-Speichermodelle die Zukunft sind. Mit Regelwerken wie der DSGVO kommen allerdings bei Kunden zunehmend Bedenken darüber auf, wo sich ihre Daten genau befinden. Deshalb deutet 2020 alles daraufhin, dass sich die Cloud-Strategien stark wandeln. Hybride Cloud-Implementierungen rücken in den Fokus.

Unternehmen werden sich verstärkt für hybride Lösungenentscheiden. Damit können sie Daten vor Ort speichern und gleichzeitig die Cloud nutzen, um die Sicherheit ihrer Datenbank zu gewährleisten. In diesem Zusammenhang verzeichnen ERP-Anbieter einer Hybrid-Lösung klare Vorteile gegenüber Herstellern von ERPAltsystemen sowie reinen Cloudangeboten.

Erweiterbarkeit der Plattform entscheidend

2020 werden sich die Anforderungen an moderne ERP-Lösungen ebenfalls gravierend ändern. Es ist zu erwarten, dass sich Kunden von Anbietern abwenden, die lediglich ERP-Funktionalitäten in ihrem Portfolio haben. In Bezug auf ihre digitalen Transformations-Anstrengungen besteht das Interesse potenzieller Käufer vielmehr an Lösungen, mit denen sie Daten und Anwendungen sowohl On-Premises als auch in der Cloud nutzen können.

Die neuen Kundenanforderungen veranlassen ERP-Anbieter dazu, sich Gedanken über Erweiterbarkeit zu machen. Außerdem müssen sie sicherzustellen, dass ihre Plattformen hybride Szenarien und vielfältige Anforderungen im Rahmen digitaler Strategien unterstützen können. Diese neue Ausgangslage wird das Ende der ERP-Megasuiten einläuten. An ihre Stelle treten nahtlos verteilte und integrierte Lösungen, die auf mehreren Clouds sowie On-Premises laufen können.

ERP-Lösungen: Know-how der Mitarbeiter als Motor des Business

Auch 2020 werden die Mitarbeiter die wichtigste Komponente in Unternehmen bleiben, ganz unabhängig von der Branche. Ihre Fähigkeiten und ihre Erkenntnisse bilden für Firmen eine wichtige Grundlage, um die künftige Ausrichtung des Business richtig einzuschätzen.

Von daher werden Unternehmen 2020 einen strategischen Ansatz für ihre Human-Capital-Management (HCM)-Lösungen wählen. Daten und Analysefunktionen spielen in diesem Zusammenhang eine wichtige Rolle: Darüber lässt sich herausfinden, wie gut ausgebildet die Mitarbeiter sind und ob sie die richtigen Fähigkeiten besitzen, wo Weiterbildungen notwendig sind und wie Mitarbeiter in ihrer Karriereplanung unterstützt werden können.

Die Talente von morgen gewinnen

Viele junge Menschen, die um die Jahrtausendwende herum geboren wurden, machen in den nächsten Jahren ihre ersten Schritte in das Berufsleben. Unternehmen müssen darüber nachdenken, wie sie diese neue Generation für sich gewinnen können. Die potenziellen neuen Mitarbeiter sind mit dem Internet aufgewachsen und an moderne Technologie gewöhnt. Entsprechend hoch sind ihre Erwartungen an die digitale Ausstattung ihrer künftigen Arbeitgeber.

Ein Tech-Downgrade am Arbeitsplatz – im Vergleich zum bisher privat gewohnten Standard – kommt daher bei jungen Talenten nicht gut an. In Zeiten des Fachkräftemangels müssen sich Unternehmen noch stärker klar machen: Veraltete Technologie kann nicht nur das Business lähmen, sondern auch der Grund für die Absage eines potenziellen Mitarbeiters sein. Unternehmen sollten von daher ihre gesamte IT-Infrastruktur überdenken.

Diese Entwicklungen müssen Anbieter von ERP-Lösungen und Enterprise-Software bei der Entwicklung von Funktionen berücksichtigen. Dabei lässt sich ein transformativer Wandel erkennen, der von monolithischen Systemen, die seit mehr als 20 Jahren existieren, hin zu flexiblen und zweckorientierten Applikationen geht. Mit ihnen können Anwender nämlich sofort loslegen, ohne sich durch eine funktionsüberfrachtete Einzelanwendung kämpfen zu müssen. (sg)

Über den Autor: Claus Jepsen ist Deputy CTO von Unit4. Das Unternehmen bietet intelligente Unternehmensanwendungen und ERP-Lösungen für Mitarbeiter im Dienstleistungsbereich. (sg)

Lesen Sie auch: ECM-Lösungen und Dokumentenmanagement: 4 wichtige Trends für 2020

Share on facebook
Facebook
Share on twitter
Twitter
Share on linkedin
LinkedIn
Share on xing
XING
Share on whatsapp
WhatsApp
Share on email
E-Mail
Share on print
Drucken

Ihre Meinung zum Artikel

avatar
  Abonnieren  
Benachrichtige mich bei

Andere Leser haben sich auch für die folgenden Artikel interessiert

Hinter dem kryptischen Kürzel "MW 4.0 PE" versteckt MPDV eine echte Innovation. Es steht für MES-Weaver 4.0 Platform Enabler und ist der neue Verbindungsbaustein zwischen dem Manufacturing Execution System (MES) Hydra und der noch neuen Manufacturing Integration Platform (MIP). Dieses Upgrade der Basisdienste macht Hydra zum ersten vollumfänglichen MES, welches auf der MIP betrieben werden kann.

Werbung
Werbung

Redaktionsbrief

Tragen Sie sich zu unserem Redaktions-Newsletter ein, um auf dem Laufenden zu bleiben.

Werbung

Aktuelle Ausgabe

Topthema: Grundlage für neue Geschäftsmodelle

IoT-Betriebssystem Siemens MindSphere

Mehr erfahren

Tragen Sie sich jetzt kostenlos und unverbindlich ein, um keinen Artikel mehr zu verpassen!

* Jederzeit kündbar

Entdecken Sie weitere Magazine

Schön, dass Sie sich auch für weitere Fachmagazine unseres Verlages interessieren.

Unsere Fachtitel beleuchten viele Aspekte der Digitalen Transformation entlang der Wertschöpfungskette und sprechen damit unterschiedliche Leserzielgruppen an.