03.06.2022 – Kategorie: Produktionsprozesse

Erneuerbare Energien: Bosch setzt auf Wasserstoff

Erneuerbare Energien: Bosch setzt auf WasserstoffQuelle: Bosch

Bosch treibt erneuerbare Energien voran: Dazu produziert das Unternehmen nicht nur Brennstoffzellen und Kompressoren für die Nutzung von Wasserstoff, sondern will auch in das Komponentengeschäft für Elektrolyseure einsteigen.

„Auf dem Weg zu einer klimaneutralen Zukunft müssen wir energieintensiven Branchen den Umstieg auf erneuerbare Energien ermöglichen“, erklärt Bosch-Geschäftsführer Rolf Najork, zuständig für Industrietechnik und Fertigungschef des Unternehmens. Bosch bietet Technik für den Wasserstoffeinsatz in unterschiedlichen Sektoren: Das Unternehmen entwickelt Brennstoffzellen für mobile und stationäre Anwendungen, stattet Tankstellen mit Kompressoren aus und erzeugt Wasserstoff in den eigenen Werken.

Zudem plant Bosch, in das Komponentengeschäft für Elektrolyseure einzusteigen. „Wir bringen wasserstoffbasierte Technologien aus den Laboren in die industrielle Realität – auf die Straßen und in die Fabriken“, sagt Najork. Mit einem neu gegründeten Projekthaus macht Bosch seine Kompetenz anderen Unternehmen zugänglich. „Auf dem Weg zu einer klimaneutralen Zukunft müssen wir energieintensiven Branchen den Umstieg auf erneuerbare Energien ermöglichen.

CO2-neutrale Produktion: Erster Wasserstoffkreislauf in Homburg

Im Industrie-4.0-Leitwerk in Homburg zeigt Bosch, wie ein Wasserstoffkreislauf in der Fabrik der Zukunft aussehen kann: Ein Elektrolyseur produziert aus regenerativer Energie grünen Wasserstoff. Genutzt wird dieser künftig für die Produktion und Mobilität: Brennstoffzellenfahrzeuge tanken Wasserstoff, den Bosch-Technik zuvor komprimiert. Für industrielle Prozesse wandelt die von Bosch entwickelte, stationäre Brennstoffzelle diesen dann in Wärme und Strom um. Gesteuert werden die Energieflüsse bedarfsorientiert mit Industrie-4.0-Software von Bosch – die Energy Plattform ist bereits in über 120 Werken des Unternehmens im Einsatz.

Rund 90 Prozent des weltweiten Energieverbrauchs von Bosch entfallen auf die Produktion. Hier setzt das Unternehmen an: „Wir verbessern kontinuierlich unseren CO2-Fußabdruck. Homburg als Industrie-4.0-Leitwerk übernimmt in unserem internationalen Fertigungsverbund eine Vorreiterrolle. Wir reduzieren vor Ort konsequent den Verbrauch an Energie, von der wir so viel wie möglich regenerativ gewinnen. An beiden Stellschrauben müssen wir drehen“, erklärt Najork.

Wasserstofftankstellen: Bosch und Maximator Hydrogen kooperieren

Bosch Rexroth und Maximator Hydrogen haben eine Lösung zur Kompression für Tankstellen, Speicher und Pipelines entwickelt, die auch im Werk in Homburg erprobt werden soll. Bis 2030 wollen Bosch Rexroth und Maximator Hydrogen die Technik für 4.000 Wasserstofftankstellen bereitstellen – jede dritte weltweit soll dann über Bosch-Komponenten verfügen. „Die Industrie ist Wegbereiter für eine klimaneutrale Zukunft. Industrietechnik von Bosch liefert wichtige Bausteine für die sektorübergreifende ökologische Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft“, sagt Najork.

Bosch Rexroth bietet wartungsarme, skalierbare Systemlösungen mit elektrohydraulischen Antrieben, Leistungselektronik und automatisiertem Dichtungswechsel. Antriebseinheiten von aktuell 75 bis 250 Kilowatt stellt das Unternehmen zur Verfügung. Tankstellenbetreibern ermöglicht dies einen kostengünstigen Einstieg in die Wasserstofftechnologie und eine bedarfsgerechte Anpassung. Die neuen containerbasierten Verdichter haben das Potenzial, die Gesamtkosten für Betreiber um die Hälfte gegenüber am Markt verfügbarer Alternativen zu senken. Bosch und Maximator Hydrogen leisten so einen Beitrag zur wirtschaftlichen Nutzung von grünem Wasserstoff in Pkws, Nutzfahrzeugen, Bussen und Zügen.

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