09.12.2020 – Kategorie: Digitalisierung

Echtzeit-Bildverarbeitung: So hält Künstliche Intelligenz Einzug in die Fertigung

Echtzeit-BildverarbeitungQuelle: Synergeticon GmbH

Die Potenziale der Digitalisierung tatsächlich zu realisieren, liegt nach wie vor in Menschenhand: Sie muss die neuen Technologien mit existierenden Prozessen verbinden. Wie dies erfolgreich gelingen kann, erfahren Sie hier am Beispiel eines Systems für Echtzeit-Bildverarbeitung in der Endmontage.

Das System für Echtzeit-Bildverarbeitung wurde vom KI-Unternehmen Synergeticon entwickelt und gemeinsam mit Cenit in der Endmontage bei einem Unternehmen in der Luftfahrtindustrie integriert. Die Kooperation stellt damit einen wichtigen Schritt in Richtung eines „digitalen Zwillings“ von Fertigungslinien dar.

Fortschritte im Hangar in Echtzeit sichtbar

Das System, das aus Kameras und einer auf künstlicher Intelligenz basierten Software besteht, ermöglicht Echtzeit-Sichtbarkeit der aktuellen Arbeitsfortschritte im Hangar. Konkret: Die auf der Grundlage der aufgenommenen Bilder erzeugten Live-Informationen zum aktuellen Stand des Arbeitsfortschritts fließen situativ aufbereitet in den Fertigungsprozess ein. Dies geschieht sowohl prädiktiv als auch zu Zwecken von Ex-Post-Analysen.

Ein besonderes Merkmal ist die Tatsache, dass bei den Kamera-Aufzeichnungen – dank intelligent geschulter Algorithmen – Personen nicht aufgenommen werden. Ein klarer Mehrwert des Systems – und ein Beweis, wie eine smarte Digitalisierung durch den Einsatz künstlicher Intelligenz auch die Bedürfnisse der Menschen berücksichtigen kann.

Der Mensch als Enabler

Welche Rolle spielt nun der Mensch dabei? Als langjähriger IT-und Software-Spezialist begleitet Cenit namhafte Unternehmen im Flugzeugbau bei der Umsetzung ihrer Digitalisierungsstrategie. Um neue und zukunftsweisende Technologien zu implementieren, bringt das Unternehmen weitreichende Expertise – aber auch neue, innovative Partner mit an Bord: „Um optimale Lösungen für die komplexen Herausforderungen der Digitalisierung zu erarbeiten, sind neue, vernetzte Denkweisen gefragt. Wir verstehen uns dabei als Enabler, der mit eigenem Wissen vorangeht und auch innovative, junge Unternehmen ins Spiel bringt“, erklärt Markus Schwarze, Geschäftsfeldverantwortlicher bei Cenit.

Intelligente Echtzeit-Bildverarbeitung gewinnt in der Produktion an Bedeutung

Einer dieser Partner ist das junge Unternehmen Synergeticon, ein Spezialist auf den Gebieten Künstliche Intelligenz, Kollaborative Robotik und Datenanalyse. „Die intelligente, automatische Bildverarbeitung in Produktion und Wartung wird aufgrund ihrer wegweisenden Effizienz in der Fertigung immer mehr an Bedeutung gewinnen“, sagt dazu David Küstner, Gründer und Gesellschafter bei Synergeticon. „Durch den Einsatz der mittels der Software generierten Daten und Informationen ist es nämlich möglich, Abweichungen im Produktionsablauf quasi zeitgleich zu registrieren und entsprechend zu reagieren. Wir sind stolz, dass wir dieses wichtige Thema gemeinsam mit Cenit voranbringen können“, fügt er hinzu.

Derzeit befindet sich das KI-basierte Bildanalyse-Projekt noch in der Anfangsphase. Langfristiges Ziel ist es aber, dass die Technologie als Wegbereiter für zahlreiche digital unterstützte Anwendungen die Effizienz von Produktionsprozessen entscheidend voranbringt.

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