Digitale Transformation: Warum deutsche Unternehmen jetzt umdenken müssen

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Ob schwaches Handynetz, langsames Internet oder unumgängliche Behördengänge, auch für die deutsche Wirtschaft führt kein Weg an der digitalen Transformation vorbei. Gastautor Ralf Peters von der DSAG kommentiert, wie es um die digitale Transformation steht.
Digitale Transformation

Quelle: Photon photo - Shutterstock

In den Unternehmen im deutschsprachigen Raum sieht das nicht anders aus, wie sich jetzt im Zuge der Corona-Krise deutlich zeigt. Obwohl die Unternehmen rein technologisch bereits einen hohen Digitalisierungsgrad erreicht haben könnten, zaudern sie, die digitale Transformation anzugehen, indem sie zum Beispiel Zahlungsverfolgung, Lieferströme oder die Anpassung der Produktion an neue Bedingungen und Zusammenarbeitsmodelle „digital“ denken und praktisch umsetzen.

Digitale Transformation: Mehrheit ist noch nicht sehr weit

Der DSAG-Investitionsreport 2020 belegt, dass die Unternehmen längst nicht weit genug bei der digitalen Transformation sind. Ohne direkten Bezug zu SAP wurde der Status-quo der Unternehmen hinsichtlich digitale Transformation erfasst. Aktuelle sehen sich 63 Prozent der befragten Unternehmen als „nicht sehr weit“. Vor zwei Jahren war die digitale Euphorie noch größer. Doch dann hat sich gezeigt, dass der Aufwand der Digitalisierung in manchen Bereichen größer ist als angenommen. Aus Sicht der DSAG ist nun die Gefahr groß, dass aufgrund der Corona-Krise insbesondere Transformationsprojekte, die wirtschaftlich unattraktiv erscheinen, hinten angestellt werden.

Digitale Transformation bietet großes Potenzial

Diese Entwicklung sehen wir kritisch, da es keine Alternativen zum digitalen Wandel gibt. Wirtschaftlich birgt die digitale Transformation enorme Potenziale und die Unternehmen im deutschsprachigen Raum sind zu Innovationen durchaus fähig. Doch zuvor muss ein Umdenken stattfinden. Digitale Geschäftsmodelle gewinnen wie erwähnt an Bedeutung und können schon heute darüber entscheiden, ob sich ein Unternehmen erfolgreich im Wettbewerb durchsetzt.

Um den Industriestandort Europa zu stärken, ist die Erhöhung des Automatisierungsgrades, wie in der Industrie 4.0-Initiative beschrieben, weiterhin sehr wichtig. Bisher begnügen sich jedoch noch zu viele Unternehmen damit, bestehende Geschäftsprozesse zu automatisieren, statt einen umfassend strategischen Blick auf ihre Geschäftsmodelle zu werfen. Künstliche Intelligenz und Robotic kann da allenfalls helfen, neue Wege und Ideen umzusetzen.

Wirtschaftliche und gesellschaftliche Transformation meistern

Besonders schwer tun sich kleine und mittlere Unternehmen. Das überrascht nicht, da der digitale Wandel ganzer Geschäfts- und vielleicht sogar Produktionsmodelle teuer sein kann und viele Mitarbeiter benötigt. Hier macht sich auch der Fachkräftemangel bemerkbar. Um Deutschland als Hightech-Standort zu stärken und die wirtschaftliche und gesellschaftliche Transformation zu meistern, muss aus Sicht der DSAG vor allem ein stärkerer (Wissens-)Transfer zwischen Universitäten, Forschungseinrichtungen und Wirtschaft erfolgen, um junge Talente praxisnah auszubilden.

Parallel spielt die Entwicklung einer nachhaltigen Lernkultur und damit die kontinuierliche Aus- und Weiterbildung bestehender Mitarbeiter eine wichtige Rolle. Diesen Zielen widmet sich die DSAG unter dem Motto Wir gestalten die Belegschaft der Zukunft im Rahmen der Initiative DSAG-Academy. Mit unseren Aktivitäten unterstützen wir unsere mehr als 3.500 Mitgliedsunternehmen dabei, eine Belegschaft mit zukunftsfähigem Skill- und Mindset aufzubauen und (weiter-) zu entwickeln – auch über SAP-spezifisches Fachwissen hinaus.

DSAG Ralf Peters

Über den Autor: Ralf Peters ist Fachvorstand Digitalisierung, Finance & Value Chain der deutschsprachigen SAP-Anwendergruppe e. V. (DSAG). Die DSAG ist einer der weltweit einflussreichsten Anwenderverbände, mit mehr als 60.000 Mitgliedern aus über 3.500 Unternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz (DACH). Auf Basis dieser Reichweite lassen sich fundierte Einblicke in die digitalen Herausforderungen im DACH-Markt gewinnen. Die DSAG nutzt diesen Wissensvorsprung, um die Interessen der SAP-Anwender zu vertreten und ihren Mitgliedern den Weg in die Digitalisierung zu ebnen. (sg)

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