29.04.2020 – Kategorie: Digitalisierung

Digitale Kompetenzen: Warum sie für Manager so wichtig sind

Die Mehrheit der Geschäftsführer und Vorstände in deutschen Unternehmen ist überzeugt, über gute digitale Kompetenzen zu verfügen. So benotet rund jeder Sechste die eigene Digitalkompetenz mit „sehr gut“, jeder Dritte mit „gut“. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Umfrage des Bitkom.

  • Neue Umfrage des Bitkom: Jeder zweite deutsche Manager gibt sich bei der Digitalkompetenz die Note „Sehr gut“ oder „Gut“.
  • Jeder fünfte Befragte sieht neue Technologien grundsätzlich skeptisch.
  • Drei von vier Managern fehlt die Zeit, sich mit neuen digitalen Technologien zu beschäftigen.

Für die repräsentative Umfrage des Digitalverbands Bitkom z wurden 603 Unternehmen aller Branchen befragt. Auch wenn sich die Hälfte der Manager im Fach digitale Kompetenzen die Note „Sehr gut“ oder „Gut“ geben, benoten sich 39 Prozent derzeit mit „Befriedigend“ und vier Prozent mit „Ausreichend“. Unverändert hält niemand die eigene Kompetenz für „mangelhaft“ oder „ungenügend“. Allerdings bestätigen auch 18 Prozent der Befragten, sie seien technologischen Neuerungen gegenüber eher zurückhaltend. Drei Prozent lehnen „die zunehmende Technisierung“ sogar ab und geben an, neue technische Geräte oder digitale Dienstleistungen nur zu nutzen, wenn es sich nicht vermeiden lässt.

Digitale Kompetenzen: Besondere Bedeutung in der Corona-Krise

„Digitalisierung ist Chefsache. Wer Verantwortung trägt und selbst digitale Technologien mit Argwohn sieht, gefährdet die Zukunftsfähigkeit seines Unternehmens. Die Corona-Krise hat uns gezeigt, welche Bedeutung digitale Technologien für unsere Wirtschaft haben. Unternehmen, die besser digitalisiert sind, haben gerade in Krisenzeiten einen klaren Wettbewerbsvorteil“, erklärt Achim Berg, Präsident des Bitkom.

Die große Mehrheit der Geschäftsführer und Vorstände ist digitalen Technologien gegenüber sehr aufgeschlossen. 26 Prozent befasst sich ausgiebig mit neuen Geräten und digitalen Technologien und nutzt gerne neue Produkte, wenn sie auf den Markt kommen. 53 Prozent der befragten Manager zeigen sich technologischen Neuerungen gegenüber als eher aufgeschlossen und nutzen sie dann, wenn sich ein klarer Mehrwert erkennen lässt.

Zu wenig Zeit zum Aneignen digitaler Kompetenzen

Allerdings geben 73 Prozent der Befragten an, dass ihnen häufig die Zeit fehlt, sich mit neuen digitalen Technologien zu beschäftigen. Und das obwohl jeweils zwei Drittel glaubt, dass digitale Technologien ihr privates (70 Prozent) oder berufliches Leben (68 Prozent) leichter machen. 28 Prozent der Befragten fühlen sich manchmal durch digitale Technologien überfordert. Jeder Fünfte fürchtet sogar, durch die Beschäftigung mit digitalen Technologien das Kerngeschäft aus den Augen zu verlieren. „Niemand sollte blindlings alles Bewährte über Bord werfen und nur noch auf digital setzen. Aber in praktisch allen Branchen liegt die Zukunft der Geschäftsmodelle im Digitalen“, ist Berg überzeugt.

Hinweise zur Methodik: Grundlage für die repräsentative Studie ist eine Umfrage, die Bitkom Research im Auftrag des Digitalverband Bitkom durchgeführt hat. Dabei wurden 603 Unternehmen aller Branchen mit 20 und mehr Beschäftigten telefonisch befragt. Die Fragestellungen lauteten „Wie würden Sie Ihre eigene Digitalkompetenz beurteilen?“, Welche der folgenden Aussagen trifft am ehesten auf Sie persönlich zu?“ und „Inwieweit stimmen Sie den folgenden Aussagen zu beziehungsweise nicht zu?“.

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