Digital Twin Consortium: Wie eine komplizierte Sache einfacher wird

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Die Object Management Group bildet mit den Gründern Ansys, Dell Technologies, Lendlease und Microsoft das Digital Twin Consortium. Es soll die Technologie der digitalen Zwillinge durch Best Practices und Interoperabilität in der Industrie stärker verankern.
Digital Twin Consortium nimmt Arbeit auf

Quelle: MONOPOLY919/Shutterstock.com

  • Virtuelle Repräsentationen begleiten als digitale Zwillinge idealerweise den gesamten Produktlebenszyklus.
  • Wegen fehlender Standards und Best Practices tun sich Unternehmen jedoch schwer mit der Einführung und Pflege entsprechender Technologien.
  • Das Digital Twin Consortium hat sich daher zum Ziel gesetzt, ein Ökosystem von Benutzern aufzubauen, Best Practices zu fördern und Standards zu definieren.

Die Object Management Group bildet mit den Gründern Ansys, Dell Technologies, Lendlease und Microsoft das Digital Twin Consortium. Benutzer können Standardterminologien erstellen, Referenzarchitekturen entwickeln und Anwendungsfälle branchenübergreifend gemeinsam nutzen

Die gemeinnützige Organisation Object Management Group (OMG) hat zusammen den Unternehmen Ansys, Dell Technologies, Lendlease und Microsoft das Digital Twin Consortium ins Leben gerufen.  Die Technologie der digitalen Zwillinge ermöglicht es Unternehmen, Probleme proaktiv anzugehen, Ausfallzeiten zu minimieren, die Kundenerfahrung zu verbessern, neue Möglichkeiten zu mehr Innovation und Leistung voranzutreiben und mit Hilfe von Simulationen für die Zukunft zu planen. Die Mitglieder des Digital Twin Consortium werden branchenübergreifend zusammenarbeiten, um voneinander zu lernen und bewährte Verfahren zu entwickeln und anzuwenden. Diese neue Organisation mit offener Mitgliedschaft wird konsistente Vorgaben in Vokabular, Architektur, Sicherheit und Interoperabilität fördern. Das Ziel: digitale Zwillinge in vielen Branchen von der Luft- und Raumfahrt bis hin zu natürlichen Ressourcen heimisch zu machen.

Digitale Zwillinge, also virtuelle Modelle eines Prozesses, Produkts oder einer Dienstleistung, die eine Datenanalyse und Systemüberwachung durch Simulationen ermöglichen, lassen sich wegen fehlender Open-Source-Software, Interoperabilitätsproblemen, verwirrenden Marktbedingungen und hohen Kosten oft nur aufwändig implementieren. Den Erfolg sollen mehrere Unternehmen sicherstellen, die sich mit der Technologie der digitalen Zwillinge befassen und die sich dem Konsortium vor seiner Gründung angeschlossen haben. Zu dieser Kategorie der frühen Innovatoren, so genannten Groundbreakers, gehören Air Force Research Lab (US), Bentley Systems, Executive Development, Gafcon, Geminus.AI, Idun Real Estate Solutions AB, imec, IOTA Foundation, IoTIFY, Luno UAB, New South Wales Government, Ricardo, Willow Technology und WSC Technology. Die Mitgliedschaft steht allen Unternehmen, Organisationen oder Einrichtungen offen, die ein Interesse an digitalen Zwillingen haben.

„Die meisten Definitionen von digitalen Zwillingen sind kompliziert, und dabei ist es keine komplizierte Idee. Digitale Zwillinge werden für Düsentriebwerke, einen Mars-Rover, einen Halbleiterchip, ein Gebäude und vieles mehr verwendet. Was einen digitalen Zwilling schwierig macht, ist ein Mangel an Verständnis und Standardisierung“, sagte Dr. Richard Soley, Exekutivdirektor des Digital Twin Consortium. „Ähnlich, wie wir es für die digitale Transformation mit dem Industrial Internet Consortium und für die Softwarequalität mit dem Consortium for Information and Software Quality getan haben, planen wir den Aufbau eines Ökosystems von Benutzern, die Förderung von Best Practices für die Nutzung digitaler Zwillinge und die Definition von Anforderungen für neue Standards für digitale Zwillinge.“

Das Digital Twin Consortium wird:

  • den Markt für die Digital-Twin-Technologie beschleunigen, indem es durch ein Ökosystem von Experten für digitale Zwillinge Roadmaps und Industrierichtlinien festlegt.
  • die Interoperabilität der Technologien für digitale Zwillinge verbessern, indem es bewährte Praktiken für Sicherheit, Datenschutz und Vertrauenswürdigkeit entwickelt und die Anforderungen für Standards für digitale Zwillinge beeinflusst.
  • das Risiko bei Investitionsprojekten verringern und den Wert der Technologien für digitale Zwillinge demonstrieren: durch Peer Use Cases und die Entwicklung von offenem Quellcode.

Ein Ökosystem von Unternehmen, darunter Unternehmen aus den Bereichen Immobilienverwaltung, Bauwesen, Luft- und Raumfahrt und Verteidigung, Fertigung und natürliche Ressourcen, wird die Erkenntnisse aus verschiedenen Industriezweigen austauschen und gemeinsam die Herausforderungen zu meistern versuchen, die mit dem Einsatz von digitalen Zwillingen verbunden sind.  Wenn die Anforderungen für neue Standards definiert werden, wird das Digital Twin Consortium diese Anforderungen mit Normenentwicklungsorganisationen wie der Muttergesellschaft OMG teilen.

Die Gründungsmitglieder Ansys, Dell Technologies, Lendlease und Microsoft werden jeweils einen ständigen Sitz in einem gewählten Lenkungsausschuss innehaben, der die strategische Roadmap bereitstellt und Arbeitsgruppen der Mitglieder bildet.

Weitere Informationen: https://www.digitaltwinconsortium.org/

Erfahren Sie hier mehr darüber, was der digitale Zwilling im Meltblown-Prozess zur optimalen Vliesqualität beiträgt.

Lesen Sie auch: Studie zum Werkzeugbau: Warum „Made in Germany“ nicht mehr genügt

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