DevOps 2.0: fünf Tipps für die Prozessplanung

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Auf der Suche nach mehr Agilität und Schnelligkeit in den eigenen Entwicklungsprozessen geraten viele Unternehmen an ihre Grenzen, wenn sie sich auf eine traditionelle, abgeschlossene Vorgehensweise verlassen. Die vielfach beworbene Methode der DevOps gilt dabei als das passende Gegenmittel.

Auf der Suche nach mehr Agilität und Schnelligkeit in den eigenen Entwicklungsprozessen geraten viele Unternehmen an ihre Grenzen, wenn sie sich auf eine traditionelle, abgeschlossene Vorgehensweise verlassen. Die vielfach beworbene Methode der DevOps gilt dabei als das passende Gegenmittel.

Der DevOps-Ansatz beinhaltet unter anderem eine Verschränkung von Softwareerstellung und Auslieferung sowie eine engere Zusammenarbeit voneinander abhängiger Teams. Doch obwohl DevOps und dessen Methoden der Geschäftswelt wohl bekannt sind, kommen sie in deutschsprachigen Unternehmen nur vereinzelt zum Einsatz. Laut einer aktuellen Studie von IDC beschäftigen sich 55 Prozent der befragten IT-Entscheider in der DACH-Region seit weniger als zwölf Monaten mit dem Thema und stehen damit noch am Anfang dieser Methode. André Braun, Manager Cloud Infrastructure Sales DACH bei NetApp, stellt nachfolgend fünf Tipps vor, mit denen sich die Integration von DevOps besser planen und umsetzen lässt.

1. DevOps mit IT-Modernisierung verbinden

Weitreichende Veränderungen wie die digitale Transformation oder neue Regularien wie die DSGVO wurden von vielen Unternehmen zum Anlass genommen, die eigene IT-Architektur von Grund auf zu überdenken. Die Ziele dabei waren und sind im Prinzip immer eine flexiblere IT, die schnell auf sich ändernde Umstände reagieren kann – eine der Kernkompetenzen von DevOps.

Es ist also überaus sinnvoll, DevOps als eine der zentralen Säulen der neuen IT zu etablieren und sich dadurch kürzere Softwareentwicklungs- und Bereitstellungszyklen zu sichern. Das Ausrollen neuer Cloud-Services oder automatisiertes Patch-Management mit geringer Downtime wird für Unternehmen deutlich einfacher, wenn DevOps eng mit den neuen ITProzessen verzahnt ist.

2. Technische und kulturelle Hürden überwinden

Um eine funktionierende DevOps-Kultur zu etablieren, müssen fünf Handlungsfelder innerhalb des Unternehmens ineinandergreifen: Mitarbeiter, Unternehmenskultur, Geschäftsmodelle, Technologie und die Prozessstandardisierung. Gerade die menschliche Dimension ist dabei nicht zu vernachlässigen. Wenn die DevOps-Kultur nicht von allen involvierten Mitarbeitern gelebt wird, helfen auch die besten technologischen Voraussetzungen nichts. Am besten lassen sich Vorbehalte in persönlichen Gesprächen ausräumen, in denen die einzelnen Mitarbeiter und Teams ihre Bedenken vorbringen können und man gemeinsam die DevOps-Tools an individuelle Anforderungen anpasst. Denn die Auswahl der etablierten Tools und Lösungen ist groß: Es gilt, die passenden Werkzeuge zu finden.

Eine offene Kommunikation ist einer der Grundgedanken von DevOps und wenn alle Beteiligten sich und ihren Beitrag in den geplanten Prozessen wiederfinden, ist das ein großer Schritt hin zur ganzheitlichen Verbesserung der IT-Wertschöpfungskette.

3. Automatisierung ist der Schlüssel

Ein möglichst hoher Automatisierungsgrad steht bei vielen Unternehmen weit oben auf der Wunschliste der Digitalisierung. In der Umsetzung sind sie hier jedoch häufig nur teilweise erfolgreich, denn oftmals dominiert eine Automatisierung einzelner Teilprozesse. Dadurch entstehen Lücken in der Prozessautomatisierung. Nur rund ein Fünftel der von IDC befragten Unternehmen konnte einen Automatisierungsgrad von mehr als 50 Prozent in der Wertschöpfungskette vorweisen. Die DevOps-Methode bietet hier mit ihrer ganzheitlichen Perspektive eine gute Gelegenheit, die eigenen Automatisierungspotenziale zu identifizieren und diese schrittweise und zielgerichtet zu eliminieren.

4. Der richtige Werkzeugkasten für DevOps

Neben dem Engagement der Mitarbeiter basiert der Erfolg von DevOps-Prozessen auf den richtigen Tools. Entwickler, Tester und Administratoren verfügen über eine stetig wachsende Auswahl an hybriden, cloudbasierten Services und mindestens ebenso vielen On-Premises-Tools. Aus diesem umfangreichen Portfolio müssen die Teams in enger Abstimmung die passenden Software- und Hardware-Komponenten auswählen. Dabei kommt es vor allem darauf an, dass die einzelnen Bestandteile der neuen IT-Architektur am Ende ein großes Ganzes ergeben und gesamtheitlich in die DevOps-Prozesse eingebunden werden können. Denn diese umfassen nicht nur isolierte Einzelabteilungen, sondern es gibt immer wieder Berührungspunkte zwischen Entwicklung, Testing, Operations, Security und Logistik.

5. Sicherheitsbewusstsein fördern

Die immer häufigeren und zielgerichteteren Cyberattacken – Stichwort Ransomware – haben bei Unternehmen das Sicherheitsbewusstsein deutlich geschärft. Allerdings agieren auch hier viele Entscheider in Isolation voneinander, sodass sich die Sicherheitskonzepte der einzelnen Unternehmensabteilungen nicht ineinander eingliedern. Nur bei 28 Prozent der Befragten waren die verschiedenen Sicherheitskonzepte aufeinander abgestimmt. Wenn die Security hingegen in der Zusammenarbeit stets eine zentrale Rolle einnimmt, fördert das ein kollektiv besseres Sicherheitsbewusstsein und senkt die Risiken im gesamten Betriebsablauf. (sg)

Über den Autor: André Braun ist Manager Cloud Infrastructure Sales DACH bei NetApp.

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