Design von Integrierten Schaltungen: Siemens kauft Mentor Graphics

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Siemens will den Anbieter von Automatisierungs-Software für das Design von integrierten Schaltungen (Integrated Circuit – IC) und Systems-on-Chip (SoC) sowie Automobilelektronik-Lösungen übernehmen. Laut Siemens ist das Teil der Vision 2020, indem das Unternehmen sein industrielles Digital Enterprise weiter entwickelt und ein einzigartiges Portfolio für Industriesoftware aufbaut.

Siemens will den Anbieter von Automatisierungs-Software für das Design von integrierten Schaltungen (Integrated Circuit – IC) und Systems-on-Chip (SoC) sowie Automobilelektronik-Lösungen übernehmen. Laut Siemens ist das Teil der Vision 2020, indem das Unternehmen sein industrielles Digital Enterprise weiter entwickelt und ein einzigartiges Portfolio für Industriesoftware aufbaut.

Siemens und Mentor Graphics haben eine Vereinbarung zur Übernahme von Mentor durch Siemens für 37,25 US-Dollar je Aktie in bar unterzeichnet. Dies entspricht einem Gesamtwert von 4,5 Milliarden US-Dollar. Der Angebotspreis entspricht einer Prämie von 21 Prozent gegenüber dem Schlusskurs vom 11. November 2016, dem letzten Handelstag vor der Ankündigung. Das Board of Directors von Mentor unterstützt das Übernahmeangebot von Siemens und empfiehlt, dass die Aktionäre die Vereinbarung genehmigen und annehmen. Elliott Management, Aktionär von Mentor, hat sich verpflichtet, die Transaktion zu unterstützen.

Die Übernahme erweitert das Digital Enterprise Portfolio von Siemens um Mentors Lösungen für elektronisches IC- und Systemdesign, Simulations- und Herstellungslösungen. Diese Fähigkeiten werden heute für vernetzte Smart-Produkte wie etwa autonome Fahrzeuge benötigt. Die Kombination von Siemens und Mentor ermöglicht Entwicklungstools für Mechanik, Thermik, Elektrik/Elektronik sowie Embedded-Software, mit denen Anwender ihre Innovationsgeschwindigkeit erhöhen sollen, die Effizienz in der Produktion steigern und den Einsatz ihrer Produkte in der Praxis optimieren können. Erstmalig können so laut Siemens Qualität, Effizienz, Flexibilität, Sicherheit und Geschwindigkeit über alle technischen Disziplinen sowie den ganzen Lebenszyklus eines Produkts hinweg umfassend verbessert und das Digital Enterprise weiter vorangetrieben werden.

„Siemens übernimmt Mentor als Teil des Vision 2020 und ist damit Benchmark für das neue industrielle Zeitalter. Mentor passt perfekt, um unsere Position auszubauen und das Tempo in der Industrie vorzugeben”, kommentiert Joe Kaeser, Vorstandsvorsitzender von Siemens.

„Mentor komplementiert unser starkes Angebot bei Mechanik und Software mit dem Design, Test und der Simulation von elektrischen und elektronischen Systemen“, erklärt Klaus Helmrich, Mitglied des Vorstand von Siemens.

Über Mentor Graphics

Mentor hat seinen Sitz in Wilsonville, Oregon, USA, und hat Mitarbeiter in 32 Ländern weltweit. Im vergangenen Geschäftsjahr 2016, das zum 31. Januar 2016 endet, erzielte Mentor einen Umsatz von ca. 1,2 Milliarden $ und eine bereinigte Marge von 20,2 Prozent. Siemens erwartet, dass diese attraktiven Margen auch in der Zukunft anhalten werden. Mentor wird damit wesentlich zum Geschäft mit Product Lifecycle Management (PLM) Software in der Siemens Division Digital Factory beitragen, in die das Unternehmen integriert werden soll. Mentor verfügt über eine große und diversifizierte Kundenbasis von entscheidenden System- und Halbleiteranbietern mit über 14.000 weltweiten Kunden im Bereich Kommunikation, Computer, Unterhaltungselektronik, Halbleiter, Netzwerke und Luft- und Raumfahrt, Multimedia sowie Transportindustrie. Mentor gilt als globaler Marktführer in strategischen Industriesegmenten wie IC-Design, Test und Fertigung, Entwurf und Analyse von elektronischen Systemen und Emerging Markets einschließlich der Automobilelektronik.

Das sagt der Mentor-CEO zur Übernahme

„Durch die Kombination von Mentors Technologieführerschaft und der engen Kundenbeziehungen mit dem globalen Know-how und Ressourcen von Siemens können wir den wachsenden Bedürfnissen unserer Kunden besser gerecht werden und unseren Mitarbeitern zusätzliche Chancen eröffnen”, kommentiert Walden C. Rhines, Chairman und CEO von Mentor . “Siemens ist ein idealer Partner mit finanzieller Kraft und Stabilität. Siemens Ressourcen und zusätzliche Investitionen werden es uns ermöglichen, Neuerungen noch schneller einzuführen und unsere Vision zu beschleunigen, die Entwicklung von kompletten automatisierten Designlösungen für elektronische Systeme zu schaffen. Wir freuen uns, künftig Teil der Siemens-Familie zu sein, denn es ist klar, dass sie die gleichen Werte teilen und sich auf den Kundenerfolg konzentrieren. Wir freuen uns auch, dass die Transaktion unseren Aktionären einen sofortigen und bestimmten Wert bietet.”

Siemens rechnet damit, Synergien beim EBIT von 100 Millionen € im vierten Jahr nach Abschluss der Transaktion aus einer Kombination von Umsatzwachstum und erwarteter Margenverbesserung zu erzielen. Darüber hinaus soll zum Ergebnis je Aktie bei Siemens die Übernahme im dritten Jahr nach dem Abschluss beitragen. Der Abschluss der Transaktion ist abhängig von den üblichen Bedingungen und wird für das zweite Quartal des Kalenderjahres 2017 erwartet.

Mentor wird in das PLM-Softwaregeschäft der Siemens-Division Digital Factory integriert. Digital Factory ist der Marktführer bei der Automatisierungstechnik und ein führender Anbieter bei PLM-Software.

“Mit den elektronischen Designautomatisierungs-Lösungen von Mentor und den Experten von Mentor in unserem Team stärken wir unsere Kernkompetenzen für das Design von Produkten – und sind so in der Lage, einen präzisen Digitalen Zwilling von jedem Smart-Produkt und jeder Produktionslinie zu erzeugen”, sagt Helmrich weiter.

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