Datenkatalog: Mit Struktur zum effizienten Datenmanagement

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Noch nie war ein effizientes Datenmanagement so wichtig für Unternehmen wie heute bei Digitalisierungsprojekten. Datenanalysen bilden die Grundlage für Reporting und wichtige Geschäftsentscheidungen. Hierbei gilt: Je verlässlicher und lückenloser die Informationen, desto bessere Entscheidungen können getroffen werden.
DatenkatalogQuelle: Wright Studio - Shutterstock

Voraussetzung für den Datenkatalog ist, dass die beteiligten Mitarbeiter über die Verfügbarkeit, Qualität, Vollständigkeit und Herkunft der Datenbestände genau Bescheid wissen. Einfacher gesagt, als getan, denn das Management der Daten war auch noch nie so komplex und schwierig. Einerseits wächst die Datenmenge rasant, andererseits erfordern neue Anwendungsfelder wie Big Data, Cloud-Hosting oder Self-Service-Analytics den Einsatz neuer Technologien. Hinzu kommen behördliche Regulierungen, die strenge Vorgaben für die Handhabung von Datensätzen festlegen. Angesichts dieser Herausforderungen erfahren Datenkataloge eine Renaissance. Von ihrem anfänglichen Dasein als bloße Dateninventarlisten und Suchwerkzeuge haben sie sich inzwischen zu einem entscheidenden Tool nicht nur für IT- und Daten-Spezialisten, sondern für Mitarbeiter aller Abteilungen weiterentwickelt.

Der Datenkatalog als wichtiges Tool im modernen Datenmanagement

Ein Datenkatalog – alternativ auch Data Catalog oder Datenverzeichnis genannt– ist ein zentralisiertes Register von Metadaten, das alle relevanten Informationen über die Daten, ihre Definitionen, Quellen sowie ihre Beziehung untereinander umfasst. Das verschafft den Mitarbeitern eine einheitliche Struktur und Übersicht über den gesamten Datenbestand. Damit besitzen Datenkataloge einen signifikanten strategischen Wert für verschiedene Unternehmensbereiche.

Chief Data Officer und Chief Analytics Officer etwa benötigen einen Datenkatalog als Basis für Data Asset Management, Data Governance und Self-Service Analysen. Compliance-Verantwortliche ermöglicht eine zuverlässige Katalogisierung sensibler Daten hingegen, die strengen Anforderungen der Allgemeinen Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) zu erfüllen. Moderne Lösungen besitzen zudem eine intuitive Oberfläche, dank der auch nicht-technische Mitarbeiter schnell relevante Daten finden, verwalten und ihre Qualität prüfen können – auch ohne IT-Fachkenntnisse. Das zeigt: Die zentrale Katalogisierung von Informationen führt zu einer Verlagerung des IT-zentriertem Datenmanagement hin zu einer Kuration, die sich auf alle Unternehmensbereiche erstreckt und eine umfassende geschäftliche Zusammenarbeit ermöglicht.

Der erste Schritt zum Datenkatalog: Metadaten mit System sammeln

Das wichtigste Merkmal eines effektiven Datenkatalogs ist seine Vollständigkeit. Wollen Unternehmen einen eigenen Katalog implementieren, müssen sie also zunächst ihren gesamten Datenbestand scannen und die dazugehörigen Metadaten erfassen. Zu berücksichtigen sind sämtliche Data Lakes, Data Warehouses, operationale Databanken sowie alle weiteren Datenbestände, die als wertvoll erachtet werden. Die Masse an Metadaten manuell zu sammeln und zu strukturieren wäre allerdings ein schier unmögliches Unterfangen und zudem fehleranfällig. Eine Software erledigt diesen Prozess automatisiert. Moderne Data Intelligence Lösungen wie der Intelligent Data Catalogue (IDC) von ASG Technologies nutzen maschinelles Lernen, um eine lückenlose Anreicherung zu gewährleisten. Automatisiertes Tagging und Recommendations sind dabei unerlässlich.

Den Ansprüchen verschiedener Anwender gerecht werden

Einfach ist die Auswahl eines geeigneten Datenkatalogs nicht. Immerhin muss er in die bestehende Geschäftskultur eingebettet werden und die Interessen sämtlicher Anwender berücksichtigen. Nutzer des Datenkatalogs sind all jene Personen, die Daten reporten, visualisieren und analysieren. Dazu zählen hochqualifizierte Datenanalysten, genauso wie Business User. Die Lösung muss also zum einen gewissen Freiheitsgrad für die IT-Spezialisten bieten, damit diese problemlos die Anforderungen komplexerer Sachverhalte bedienen können. Gleichzeitig braucht sie auch ein hohes Maß an Benutzerfreundlichkeit, sodass auch Mitarbeiter mit wenig technischem Knowhow davon profitieren können. Das gelingt am besten über eine intuitive Benutzeroberfläche.

Übersicht über die Funktionen der Software

  • Data Lineage zur Dokumentation des Datenflusses durch das Unternehmen sowie der Transformation der Daten
  • Intelligente Erkennung und Kennzeichnung persönlicher Daten sowohl in strukturierten als auch unstrukturierten Datenspeichern. Das ist Voraussetzung, um die Einhaltung der Datenschutzbestimmungen zu unterstützen
  • Rollenbasierter Zugriff auf die Daten
  • Sofort einsatzbereite Workflows, um Datenzugriff zu verwalten
  • Kennzeichnung von Business Terms, die Bewertung der Datenqualität und die Zusammenarbeit verschiedener Nutzer anhand von Rankings, Kommentaren und Empfehlungen sowie Tag-Vorschlägen.

Der Datenkatalog ist ein wesentlicher Bestandteil des modernen Datenmanagements geworden, um den Unternehmen nicht herumkommen werden. Nur wenn Mitarbeiter jederzeit Zugriff auf relevante, vollständige und verlässliche Daten haben, können Sie das volle Potenzial der Informationen ausschöpfen, sie gewinnbringend einsetzen und fundierte Entscheidungen treffen. (sg)

Lesen Sie auch: Datenmigration auf SAP S/4HANA: So reduzieren Anwender Kosten und beschleunigen den Umstieg

Über den Autor: Andreas Schaub ist Enterprise Solution Engineer – Data Intelligence bei der ASG Technologies und seit mehreren Jahren in den Bereichen Big Data, Metadaten-Management und Data Analytics tätig. Zu seinem Tätigkeitsfeld gehörten unter anderem die Entwicklung, Beratung und Konzipierung von Big Data und Metadaten-Management Lösungen. Hierbei unterstützt er Unternehmenskunden bei der Entwicklung effektiver Datenstrategien.

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