Covid-19: Schweizer 3D-Drucker liefert medizinische Teile für Italien

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on xing
Share on whatsapp
Share on email
Share on print

Covid-19: Schweizer 3D-Drucker liefert medizinische Teile für Italien

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on xing
Share on whatsapp
Share on email
Share on print
Ein Schweizer 3D-Drucker versorgt in der Covid-19-Krise italienische Krankenhäuser mit Ersatzteilen. Dazu hier mehr.
Covid-19: Schweizer 3D-Drucker liefert medizinische Teile für Italien

Quelle: Il Secolo XIX

Materia Srl aus Italien setzt im Kampf gegen Covid-19 auf ein 3D-Druck-System von Sintratec. Mit 3D-gedruckten Adaptern können Tauchmasken zu Beatmungsvorrichtungen umfunktioniert werden, um damit regionale Spitäler entscheidend zu entlasten. Sintratec unterstützt diese Bemühungen im Rahmen der Möglichkeiten und stellt dem Unternehmen das nötige Druckmaterial kostenlos zur Verfügung.

Das in der Nähe von Genua ansässige Unternehmen Materia Srl hat sich als eine der ersten Firmen in Italien eine Sintratec S2 für ihre Produktion angeschafft. Das SLS-Kompaktsystem sollte in erster Linie für Engineering- und Prototyping-Zwecke eingesetzt werden und beispielsweise im Schiffbau Anwendung finden. Doch dann kam alles anders: Anfang März bricht in Italien die Coronavirus-Epidemie in beispiellosem Masse aus und versetzt das ganze Land in einen bis heute andauernden Ausnahmezustand.

Akute Versorgungsengpässe, insbesondere im Gesundheitswesen, haben das Team rund um den Betriebsleiter Riccardo Suriano dazu bewegt, einen Beitrag zur Bekämpfung der Krise zu leisten und ihre Arbeit auf neue 3D-Lösungen im Medizinbereich zu fokussieren. Und das mit Erfolg.

3D-Adapter für Schnorchelmasken helfen bei der Versorgung von Covid-19-Patienten

In Italien entwickelte sich die Situation in den letzten Wochen zunehmend kritisch. Die Menge an   Beatmungsgeräten auf den Intensivstationen der Krankenhäuser konnte den Bedarf der schwer Erkrankten bald nicht mehr decken. Dem Aufruf des nationalen Gesundheitssystems nach alternativen Mitteln folgend, entwickelte der ortsansässige Marktführer für Taucherausrüstung Mares in Zusammenarbeit mit Materia Srl einen Adapter für Schnorchelmasken. Das Modell „Sea Vu Dry+“, normalerweise Teil einer Unterwasserausrüstung, kann durch eine 3D-gedruckte Komponente zu einer funktionalen Gesichtsmaske umgewandelt werden, die sich zur künstlichen Beatmung in Fällen von Atemversagen eignet.

Lebensrettende Teile aus dem 3D-Drucker

Geschwindigkeit ist in der aktuellen Notsituationen entscheidend. Entsprechend hat Materia Srl reagiert und eine erste Ladung der Adapter innerhalb kürzester Zeit auf dem Sintratec S2 System gedruckt und an Mares zur Weiterverwendung gesendet. „Um das Projekt zeitnah zu testen und umzusetzen brauchten wir rasch Teile – die Stücke aus gesintertem PA12 erfüllten unsere Erwartungen“, so Sergio Angelini, technischer Leiter bei Mares.

Der anschliessende Modifikationsprozess der Masken hin zum Beatmungsgerät ist, wie es auch der Nachrichtendienst Il Secolo XIX in seiner Berichterstattung aufzeigt, schnell und unkompliziert. Mit dem erfolgreichen Einsatz dieser Beatmungsmasken wird deutlich, wie durch die lokale additive Fertigung lebensrettende Ressourcen kurzfristig bereitgestellt werden können.

Schweizer 3D-Drucker unterstützt Covid-19-Bekämpfung in Italien

„Wir sind sehr stolz, mit diesem Projekt einen kleinen Beitrag in dieser schwierigen Zeit geleistet zu haben“, betont Materia Srl Betriebsleiter Riccardo Suriano. Auch Sintratec, der Schweizer Hersteller des 3D-Druck-Systems, konnte über seinen italienischen Vetriebspartner CMF Marelli seinen Teil dazu beitragen: Um das Unternehmen bei der Produktion zu unterstützen, stellte Sintratec druckfertiges Sintratec PA12-Pulver, aus welchem die Maskenadapter gefertigt werden, kostenlos zur Verfügung. „In einem der am meisten betroffenen Gebiete der Welt braucht es gerade jetzt solche kreativen Massnahmen. Wir hoffen, dass Materia Srl zahlreiche Teile herstellen und dadurch Menschenleben retten kann“, resümiert Sintratec CEO Dominik Solenicki.


Studie: Wie sehr die Coronakrise die Start-ups trifft

Share on facebook
Facebook
Share on twitter
Twitter
Share on linkedin
LinkedIn
Share on xing
XING
Share on whatsapp
WhatsApp
Share on email
E-Mail
Share on print
Drucken

Ihre Meinung zum Artikel

Abonnieren
Benachrichtige mich bei
guest
0 Comments
Inline Feedbacks
View all comments

Andere Leser haben sich auch für die folgenden Artikel interessiert

Werbung
Werbung

Redaktionsbrief

Tragen Sie sich zu unserem Redaktions-Newsletter ein, um auf dem Laufenden zu bleiben.

Wir wollen immer besser werden!

Deshalb fragen wir SIE, was Sie wollen!

Nehmen Sie an unserer Umfrage teil, und helfen Sie uns noch besser zu werden!

zur Umfrage
Werbung
Werbung

Aktuelle Ausgabe

Topthema: Cloudlösungen für zukunftssichere Fabriken

Die richtige Mischung macht‘s

Mehr erfahren

Tragen Sie sich jetzt kostenlos und unverbindlich ein, um keinen Artikel mehr zu verpassen!

* Jederzeit kündbar

Entdecken Sie weitere Magazine

Schön, dass Sie sich auch für weitere Fachmagazine unseres Verlages interessieren.

Unsere Fachtitel beleuchten viele Aspekte der Digitalen Transformation entlang der Wertschöpfungskette und sprechen damit unterschiedliche Leserzielgruppen an.