Covid-19-Pandemie: IBM stellt Cloud-Ressourcen und Supercomputing kostenfrei bereit

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Covid-19-Pandemie: IBM stellt Cloud-Ressourcen und Supercomputing kostenfrei bereit

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Die Covid-19-Pandemie stellt die Welt vor große Herausforderungen. Sie lässt sich nur bewältigen, wenn die Gesellschaft Synergien, Ressourcen und Know-how so effizient wie möglich einsetzt. IBM stellt in dieser Situation Cloud-Ressourcen kostenfrei zur Verfügung und erweitert zudem die Call for Code-Initiative.
Covid-19-Pandemie

Quelle: Oleksiy Mark/Shutterstock

  • Auf der IBM-Plattform Call for Code Global Challenge können Entwickler Lösungsansätze rund um das Coronavirus einreichen.
  • Um die Covid-19-Pandemie zu bewältigen, stehen Unternehmen und Organisationen ausgewählte Cloud-, Watson- und Security-Services 90 Tage kostenlos zur Verfügung.
  • Der virtuelle Assistent IBM Watson Assistant for Citizens kann zur Beantwortung von Fragen rund um Covid-19 für 90 Tage kostenlos genutzt werden.
  • Exklusives Interview mit Dominic Schulz von IBM DACH zu den Zielen der Covid-19-Initiativen von IBM.

IBM hat aufgrund der Auswirkungen der Covid-19-Pandemie wichtige Initiativen gestartet: Mit der Call for Code Global Challenge hat IBM eine Plattform geschaffen, um mit neuen Technologien bei der Lösung der großen Herausforderungen der Welt zu unterstützen. Dazu sind Entwickler aus der ganzen Welt aufgerufen, gemeinsam Lösungen für dringende Probleme zu finden.

Aufgrund der Covid-19-Pandemie hat IBM den Call for Code 2020 jetzt erweitert: Neben dem Klimawandel sollen nun auch Lösungsansätze rund um das Coronavirus gefunden werden. Die Hauptbereiche umfassen dabei die Krisenkommunikation während eines Notfalls, die Möglichkeiten zur Verbesserung von E-Learning sowie Vorschläge zu kooperativen lokalen Gemeinschaften. Ideen für den Call for Code Global Challenge können bis zum 31. Juli 2020 eingereicht werden.

Covid-19-Pandemie bekämpfen mit Cloud-Ressourcen und Supercomputing

Außerdem beteiligte sich IBM im April am #WirVsVirus Hackathon der Bundesregierung mit technischem Support. Hierbei verwendeten 400 Entwickler die IBM Cloud als Plattform und 80 Projekte entwickelten eine Lösung mithilfe von IBM-Cloud-Ressourcen. Außerdem beteiligten sich an dem rund 200 Mitarbeiter von IBM in unterschiedlichen Positionen, als Mentoren oder Entwickler. Eine Übersicht über die dort präsentierten Anwendungen ist auf der WirVsVirus Hackathon-Webseite abrufbar.

Um Unternehmen und Kunden in den herausfordernden Zeiten von Covid-19 zu unterstützen, stellt IBM ausgewählte Cloud-, Watson- und Security-Services für 90 Tage kostenlos zur Verfügung. Zusätzlich können Wissenschaftler auf der ganzen Welt Zugang zu Hochleistungs-Computersystemen des neu gegründeten Covid-19-High-Performance Computing Consortium beantragen, das aktuell 16 Supercomputing-Systeme mit einer Rechenpower von insgesamt 330 Petaflops umfasst. Damit können Berechnungen und Simulationen der Epidemiologie und der Bioinformatik, die auf traditionellen Plattformen Monate oder womöglich Jahre dauern würden, in sehr kurzer Zeit durchgeführt werden.

Virtueller KI-Assistent beantwortet alle wichtigen Fragen zu Covid-19

Als eine weitere Maßnahme bietet IBM den virtuellen Assistenten Watson Assistant for Citizens zur Beantwortung von Fragen zu Covid-19 für mindestens 90 Tage kostenlos an und hilft bei der Ersteinrichtung, die in der Regel in wenigen Tagen möglich ist. Einer der ersten Anwender ist die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (UM), die den virtuellen Assistenten für Patienten in der Covid-19-Pandemie nutzt.

Mit dem Service Watson Assistant for Citizens, der jetzt auch in deutscher Sprache verfügbar ist, werden Call- und Service-Center von Organisationen und Unternehmen bei der Beantwortung häufig gestellter Fragen unterstützt. Auf Basis von IBM Watson Assistant und IBM Watson Discovery entlastet der virtuelle Assistent das Servicepersonal in Behörden, kassenärztlichen Vereinigungen, Arbeitsagenturen, Gesundheitsministerien, Versicherungen und Unternehmen bei der Beantwortung von Fragen.

Covid-19-Pandemie
Der Watson Assistant for Citizens automatisiert Antworten auf häufig gestellte Fragen zu Covid-19. (Bild: IBM)

Automatisierte Beantwortung von Fragen zur Covid-19-Pandemie

Um die Anfragen so schnell wie möglich zu bearbeiten, automatisiert der Watson Assistant for Citizens mithilfe von künstlicher Intelligenz in der IBM Public Cloud die Antworten auf häufig gestellte Fragen zu zur Covid-19-Pandemie, wie die typischen Symptome, Covid-19-Tests, Quarantäne oder die Anzahl der infizierten Personen in einer Region. Die Fähigkeiten des virtuellen Assistenten können bei Bedarf gegen eine Gebühr um firmenspezifische Informationen, wie Pandemieplänen, Homeoffice-Richtlinien für Mitarbeiter oder die Verfügbarkeit bestimmter Produkte erweitert werden.

Seine Fähigkeiten können bei Bedarf gegen eine Gebühr um unternehmensspezifische Informationen zu Pandemieplänen oder Homeoffice-Richtlinien für Mitarbeiter sowie die Verfügbarkeit bestimmter Produkte für Kunden erweitert werden. Anhand der von den Kunden zur Verfügung gestellten Informationen automatisiert Watson Assistant for Citizens Antworten auf häufig gestellte Fragen zu COVID-19, die per Telefonanruf oder Text eingehen. 

Watson Assistant for Citizens: Universitätsmedizin Mainz startet „GutenBot“-Projekt

Die Universitätsmedizin der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz nutzt die Vorteile des virtuellen Assistenten für Patienten. Dort beantwortet jetzt der sogenannte „GutenBot“ häufige Fragen zu Covid-19. In einem Chat können Patienten herausfinden, ob sie Symptome haben und einen Arzt aufsuchen sollten. Basierend auf dem IBM Voice Agent mit Watson in der IBM Public Cloud in Frankfurt entstand der virtuelle Assistent im Rahmen des #WirVsVirus Hackathons der Bundesregierung. In weniger als einer Woche war der GutenBot auf der Homepage der Universitätsmedizin der UM verfügbar.

Interview mit Dominic Schulz, Vice President Hybrid Cloud bei IBM DACH

Die Redaktion von Digital Business Cloud sprach anlässlich der neuen Initiativen von IBM zur Bekämpfung der Covid-19-Pandemie mit Dominic Schulz, Vice President Hybrid Cloud bei IBM DACH.

IBM Schulz
Dominic Schulz ist Vice President Hybrid Cloud bei IBM DACH.

Welche Zielsetzungen verfolgt IBM mit der Initiative „Call for Code Global Challenge“ und dem #WirVsVirus Hackathon? Welche Voraussetzungen müssen Teilnehmer mitbringen?

Dominic Schulz: Die Call for Code Global Challenge ist eine weltweite Initiative, die 2018 von David Clark Cause mit dem Gründungspartner IBM ins Leben gerufen wurde. Mehr als 180.000 Entwickler aus 165 Nationen nahmen 2019 am Call for Code teil; sie entwickelten mehr als 5.000 Applikationen, die sich auf die Vorbereitung auf Naturkatastrophen und entsprechende Notfallhilfe konzentrierten. Gewinner der letzten beiden Jahre waren die Projekte Prometeo (2019) und Project Owl (2018).

Erst Ende Februar 2020 gab IBM bei den Vereinten Nationen in Genf bekannt, dass sich die diesjährige Call for Code Global Challenge auf die Bekämpfung des Klimawandels konzentrieren wird. Zielgruppe des Aufrufs sind alle erfahrenen Entwickler bis hin zu jungen Codern, bei der Bekämpfung dieser globalen Krise mitzuhelfen. Kurze Zeit aber sehen wir, dass die Covid-19-Pandemie unsere Welt verändert und sich sich rasant auf unserem Globus ausbreitet. IBM erweitert daher den Call for Code 2020 und neben dem Klimawandel nun soll auch auf Lösungsansätze rund um Covid-19 eingegangen werden.

Die Hauptbereiche umfassen die Krisenkommunikation während eines Notfalls, Möglichkeiten zur Verbesserung des Fernlernens sowie Vorschläge, wie man kooperative lokale Gemeinschaften inspirieren kann. Auch prominente Stars wie Lady Gaga beteiligen sich an IBMs Aufruf zum Call for Code. Ideen für diese Global Challenge können bis zum 31. Juli 2020 eingereicht werden.

Der #WirVSVirus Hackathon hingegen war eine spontane Aktion der deutschen Bundesregierung und fand vom 20. Bis 22. März unter der Schimrherrschaft von Kanzlerminister Helge Braun statt. Der Hackathon übertraf alle Erwartungen und war offenkundig einer der größten Hackathons, der jemals weltweit durchgeführt wurde. IBM stellte hierfür unter anderem einen Teil der technologischen Voraussetzungen und den Support für die IBM-Ressourcen. Rund 400 Entwickler haben auf der IBM Cloud entwickelt und 80 Projekte verwendeten IBM-Cloud-Ressourcen für ihre Lösung. Insgesamt beteiligten sich rund 200 IBMer in unterschiedlichen Positionen –

Welche Bedingungen sind mit der kostenlosen Nutzung der Cloud-, Watson- und Security-Services verbunden? Wo liegen die Zielsetzungen für dieses Angebot und ist es auch für Anwender im DACH-Raum verfügbar?

Dominic Schulz: Im Rahmen der Covid-19-Pandemie bietet IBM zahlreiche Lösungen, die den Kunden in der aktuellen Situation helfen können, ihre kritischen Geschäftsanwendungen am Laufen zu halten und neue Wege der Zusammenarbeit zu finden. Wir bieten insbesondere im Cloud-Bereich ein Portfolio an, das im Moment auf besonders hohe Nachfrage trifft, was uns zeigt, dass wir auf das richtige Pferd gesetzt haben. Im Moment bieten wir einige Lösungen bewusst kostenfrei an, da wir unseren Kunden auch in Krisenzeiten als Partner zur Verfügung stehen wollen und das als unsere Pflicht und unseren Beitrag in der Krise sehen.

Alle Lösungen gelten in Deutschland, Österreich und der Schweiz und dienen hauptsächlich dazu, unsere Kunden in dieser Situation kurzfristig zu unterstützen und die Geschäftskontinuität zu sichern. Zu den ausgewählten kostenlosen Services gehören unter anderem folgende Cloud-, Watson- und Security-Lösungen:

  • Die Möglichkeit, virtuelle Serverkonfigurationen im Wert von bis zu 500 US-Dollar und bis zu 90 Tagen zu erstellen. IBM Cloud Virtual Server für VPC können bei Bedarf mit stündlichen und monatlichen Abrechnungsoptionen für öffentliche oder dedizierte Instanzen hochgefahren und skaliert werden. Anmeldung ist mit dem Promo-Code IBM2020 hier möglich.
  • Große Dateien und Datensätze mit maximaler Geschwindigkeit senden ermöglicht IBM Aspera on Cloud. Die Hybrid-Cloud-Umgebung bietet den Transfer der Dateien in jeder Größe und Menge über unbegrenzte Strecken mit maximaler Geschwindigkeit und unabhängig von den Netzwerkbedingungen.
  • Nutzung von Video-Streaming-Technologien: Da viele Konferenzen abgesagt wurden, steigt der Bedarf an Alternativen für virtuelle Erlebnisse. Viele Unternehmen suchen nach Live-Video-Streaming-Technologien, um persönliche Treffen zu ersetzen. Eine Konferenz online zu veranstalten und live an ein virtuelles Publikum zu streamen, kann eine gute Option sein. IBM hat hierfür ein spezielles Angebot für Neukunden von IBM Video Streaming- und IBM Enterprise Video Streaming-Lösungen.

Wie schätzen Sie generell die Herausforderungen durch die Corona-Krise ein und insbesondere die Auswirkungen auf die Lösungsansätze von IBM?

Dominic Schulz: Die Covid-19-Pandemie ist für uns alle ein ungeplanter Stresstest – in unserem sozialen Leben aber auch im Geschäftsbereich. Unsere Kunden wie auch wir denken zuerst natürlich an Mitarbeiter/innen und die Gesundheit; und dann stellt sich die Frage, wie geht es dem eigenen Unternehmen, den Finanzen und wie sehr sind wir von der Krise betroffen. Schaut man in die Wirtschaft, zeichnet sich ein heterogenes Bild ab. Für einige Bereiche kann Covid-19 auch eine Chance sein. Gerade für Branchen wie Pharma, Transport oder auch Telekommunikation gibt es Wachstumsmöglichkeiten.

Viele Unternehmen haben einen erhöhten Bedarf an Digitalisierung, wie zum Beispiel die Handelsbranche, die ihre Waren derzeit nur online verkaufen kann oder die Luftfahrtgesellschaften, die alle Buchungen stornieren mussten. Hier können wir mit unseren Lösungen für Automatisierung, Plattformen oder KI unterstützen. Andere Branchen wie Tourismus oder Automotive kämpfen mit den Folgen von Covid-19 und verschieben viele Projekte nach hinten.

IT-technisch gesehen steht die Mehrheit unserer Kunden vor zwei großen Herausforderungen: Zum einen sucht man neue Wege der Zusammenarbeit: Wie können meine Mitarbeiter von zuhause arbeiten, wie manage ich meine Infrastruktur und virtuelle Austauschmöglichkeiten. Zum anderen stellt sich die Frage, wie man die Business-Kontinuität sicherstellt. Hierzu gehören Themen wie IT Management oder Cybersecurity.

Wir als IBM versuchen unseren Kunden bei diesen Herausforderungen mit unseren Lösungen bestmöglich zu unterstützen. Ich möchte auch hervorheben, dass wir durch diese Krisensituation mit einigen Kunden sogar einen intensiveren Kontakt haben als vorher. Wir reden auch über private Herausforderungen und sehen einander im Homeoffice. Ich würde daher eher von Physical Distancing als Social Distancing sprechen und sehe auch hier eine Chance, Beziehungen mit unseren Kunden zu intensivieren und gegenseitiges Vertrauen aufzubauen.
(Das Interview führte Stefan Girschner)

Lesen Sie auch: Die Corona-Krise zeigt: Europa braucht dringend eine gemeinsame Dateninfrastruktur

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