Composites 2012 – CFK-Produktion steigt jährlich um 17 Prozent

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composites_europe_2012_abschlussbericht

In diesem Jahr fand die Composites Europe vom 9. bis 11. Oktober erstmals in Düsseldorf parallel zur Aluminium statt. Insbesondere die Themen Automatisierung und die Serienfertigung standen im Fokus, und das mit guten Grund: Der VDMA geht davon aus, dass die weltweite Produktion von carbonfaserverstärktem Kunststoff (CFK) bis 2020 jährlich um 17 Prozent steigt. Demgegenüber orientiert sich der aktuelle Europamarkt für glasfaserverstärkten Kunststoff (GFK) an der durchwachsenen Wirtschaftsentwicklung.


Die europäische Fachmesse und Forum für Verbundwerkstoffe, Technologie und Anwendungen Composites Europe findet seit 2006 jährlich alternierend in Essen und Stuttgart statt. Zukünftig löst Düsseldorf den Standort Essen ab und wird damit im zweijährigen Rhythmus parallel zur Fachmesse Aluminium ausgerichtet. Trotz der Neuerung fanden mehr Besucher (8.040 Besucher zu 7.080 2011) und Aussteller (426 zu 351) auf den Weg zum Düsseldorfer Messegelände. Sie bescherten der Composites Europe zu ihrer siebten Auflage Bestmarken.


Von den führenden Herstellern und Verarbeitern von Verbundwerkstoffen über Forschungsinstitute bis zu Netzwerken wie Carbon Composites oder CFK Valley Stade waren die Keyplayer der Branche in Düsseldorf präsent und machten deutlich: Die Composites-Industrie entwickelt sich zunehmend zu einer Schlüsselindustrie.


Die deutsche Industrievereinigung Verstärkte Kunststoffe e.V. (AVK) zeigt sich zur Messe durchwachsen optimistisch: Trotz global steigender Nachfrage ist der europäische Composites-Markt derzeit differenziert – so folgt die Marktentwicklung für GFK in Europa eng der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung. Das stärkste Wachstum der GFK-Produktion in Europa gibt es 2012 in Deutschland, in Großbritannien und in einzelnen osteuropäischen Ländern. „Im Vergleich mit anderen starken Absatz- und Anwendermärkten von Composites kann Deutschland in diesem Jahr ein gutes Wachstum verzeichnen“, so AVK-Geschäftsführer Dr. Elmar Witten.
Langfristig gute Geschäfte für Hersteller von CFK stellen das VDMA Forum Composite Technology und Roland Berger Strategy Consultants in einer gemeinsam Studie in Aussicht. Das weltweite Produktionsvolumen von hochfesten CFK-Bauteilen wird bis 2020 um 17 Prozent jährlich wachsen. Gleichzeitig werden die Produktionskosten voraussichtlich um 30 Prozent sinken.


Das VDMA Forum Composite Technology ist seit diesem Jahr ideeller Träger der Composites Europe. Und das mit gutem Grund, denn jeder dritte Aussteller kommt aus dem Maschinenbau. Insgesamt war der Maschinen- und Anlagenbau auf der diesjährigen Messe mit mehr als 150 Ausstellern vertreten. Daneben zeigten die führenden Hersteller und Verarbeiter von Composites sowie zahlreiche Forschungsinstitute innovative Anwendungsbeispiele aus dem Automobilbau, der Luftfahrt und dem Konstruktionssektor.
Ein Highlight im Vortragsprogramm der Messe war das VDMA-Expertenforum: Unter dem Titel „Prozessschritte zur Serienfertigung“ moderierte das VDMA Forum Composite Technology Beträge zum Thema Automatisierung.


Die Besucher kamen aus der Herstellungs-, Verarbeitungs- und Anwendungsindustrie. Bei den Anwendern von Verbundwerkstoffen dominierten Konstrukteure aus dem Automobilbereich, gefolgt vom Luftfahrtsektor. Nach den Konjunkturaussichten gefragt, sieht die Mehrheit der Messebesucher die wirtschaftlichen Entwicklungsperspektiven der Branche positiv: Zwei Drittel der Besucher gehen davon aus, dass sich die wirtschaftliche Situation mittelfristig erholen wird. Wesentliche Wachstumstreiber für den Composites-Markt bleibt demnach der Verkehrssektor. Vor allem zur Realisierung der E-Mobilität scheinen Verbundwerkstoffe unentbehrlich zu sein.


Die nächste Composites Europe findet vom 17. bis 19. September 2013 in Stuttgart statt. Zeitgleich dazu wird die neue Hybrid Expo ihre Premiere auf dem Stuttgarter Messegelände feiern. Mit der Messe für hybride Werkstoffe, Bauteile und Technologie plant der Veranstalter Reed Exhibitions also eine weitere Messe im Bereich der Material- und Leichtbau.

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