11.02.2016 – Kategorie: Fertigung, IT

Big-Data-Analysen in der Fertigungsindustrie

Big-Data-Analysen in der Fertigungsindustrie.

In nahezu allen Branchen und Geschäftsbereichen finden sich Anwendungsszenarien für Big Data und die zugehörigen Analyseverfahren. In der Fertigungsindustrie geht es unter anderem darum, wie sich mit Big Data die Effizienz steigern und Produktionsprozesse optimieren lassen. Von Ales Zeman

Big Data ist bekanntermaßen ein schillernder Begriff, der für viele Bereiche Verwendung findet. Im Kern bewegt sich Big Data in den Dimensionen Menge, Vielfalt und Geschwindigkeit, mit der die anfallenden Daten entstehen. Um Big-Data-Analysen durchführen zu können, muss man allerdings die benötigte IT-Infrastruktur bereitstellen.
Bei den Analysen stehen inhaltliche Aspekte im Vordergrund, und zwar die Aufbereitung, Weiterverarbeitung und Präsentation der Ergebnisse, um die gewonnenen Erkenntnisse möglichst effizient für geschäftsrelevante Entscheidungen nutzen zu können. Analysen befassen sich mit der Auswahl der geeigneten Datenmodelle, Algorithmen und Tools sowie den Auswirkungen der Daten auf das Unternehmen. Analysen ermöglichen besser fundierte Entscheidungen und die Messung von deren Ergebnissen.

 

Integriert in Geschäftsprozesse

Bei Big-Data-Analysen handelt es sich – gerade in der Fertigungsindustrie – nicht um eine einmalige Aktion, vielmehr sind die Analyseabläufe in die Geschäftsprozesse integriert, damit man kontinuierlich Entscheidungen treffen kann. Unternehmen sollten daher Lösungen einsetzen, die eine Kombination aus Geschäftsregeln und prognostischen Modellen bieten, damit sich Anwender nicht weiterhin mit manuellen und komplexen Prozessen auseinandersetzen müssen. Ein Beispiel für eine solche Lösung ist Dell Statistica. Die Software stellt Funktionen für Advanced Analytics, Datenaufbereitung und -visualisierung bereit und kommt beispielsweise in der industriellen Fertigung oder als Basis für Six-­Sigma-Initiativen zum Einsatz.

Überwachung und Steuerung von Produktionsmaschinen

Mögliche Anwendungsszenarien in der Fertigung sind die Betriebsdatenerfassung, die Qualitätskontrolle sowie die vorbeugende Instandhaltung und Wartung. Die technischen Grundlagen dafür sind vielfach bereits in Form von Sensoren vorhanden. Sie ermöglichen es, den Status von Anlagen, Maschinen und Werkstücken zu ermitteln und die so gewonnenen Daten, zum Beispiel zur Verbesserung von Betriebsabläufen, einzusetzen. Hier kommt es vor allem auf Geschwindigkeit an. Produktionsleiter und andere Prozessverantwortliche müssen potenzielle Probleme so früh wie möglich erkennen, um bei Bedarf unverzüglich Korrekturmaßnahmen einleiten zu können. Sie benötigen daher eine Lösung mit Funktionen für die statistische Prozesslenkung (SPC, Statistical Process Control), das Monitoring und Alarmmeldungen in Echtzeit.

Genauere Qualitätskontrollen

Big-Data-Analysen eignen sich auch zur Umsetzung von Qualitätsoffensiven, bei denen Unternehmen ihre Anlagen und Maschinen so mit Sensoren ausstatten, dass in einem rund um die Uhr laufenden Fertigungsprozess eine noch genauere Qualitätskontrolle möglich ist. Sensoren erfassen während der Produktion fortlaufend Daten. Durch eine entsprechende Aufbereitung und Darstellung in einem Dashboard sind Schwankungen im Produktionsergebnis unmittelbar sichtbar. Die Verantwortlichen können sofort eingreifen und so eine höhere Fehlerfreiheit der gefertigten Produkte sicherstellen.
Das Ziel von Big-Data-Analysen ist es, den Verantwortlichen in den Fertigungsabteilungen ein besseres Verständnis über die zentralen Prozesse in ihrem Zuständigkeitsbereich zu verschaffen. Big Data stellt die notwendige IT-Infrastruktur bereit, damit Anlagen und Maschinen miteinander kommunizieren können. Sind bislang isolierte Anlagen, intelligente Werkstücke und Produkte in einem ganzheitlichen Ansatz integriert, können Unternehmen auf Basis kontinuierlicher Big-Data-Analysen ihre Prozesse optimieren und schneller auf Marktveränderungen reagieren. Letztendlich sind sie so in der Lage, ihre Wettbewerbsfähigkeit zu steigern. (rt)

Ales Zeman ist Manager Presales bei Dell Software.


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