Automatica: Assistenzsysteme mit Augmented Reality

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on xing
Share on whatsapp
Share on email
Share on print
Das Fraunhofer IFF zeigt an der Automatica vom 21. bis 24. Juni 2016 in München unter anderem Technologien für die sichere Mensch-Roboter-Kollaboration sowie flexibel einsetzbare mobile Assistenzroboter und optische Prüfsysteme. Der Einsatz einiger der präsentierten mobilen Assistenzsysteme könnte in der Produktion bald Realität werden.
fraunhofer_iff_automatica_2016_02

Neue Automatisierungslösungen und mobile Assistenzroboter werden die Produktion aber auch den Dienstleistungssektor oder den medizinischen Bereich revolutionieren. Das Fraunhofer IFF zeigt auf der Automatica vom 21. bis 24. Juni 2016 in München unter anderem modernste Technologien für die sichere Mensch-Roboter-Kollaboration sowie flexibel einsetzbare mobile Assistenzroboter und optische Prüfsysteme. Der Einsatz einiger der präsentierten mobilen Assistenzsysteme könnte in der Produktion bald Realität werden.

Bereits heute halten stationäre, also fest installierte Assistenzroboter Einzug in viele Fertigungsprozesse. Ausgestattet mit modernen Sicherheitssystemen arbeiten sie Hand in Hand mit ihren menschlichen Kollegen und schrauben, bohren, schweißen oder kleben, was das Zeug hält. Die Zeiten der Roboterstraßen, in die nie ein Mensch geraten durfte, dem seine Gesundheit lieb war, sind in vielen Fällen gezählt.

Mobile Assistenzroboter

Die Zukunft gehört jedoch autonomen mobilen Assistenzrobotern. Großer Bedarf an solchen Technologien besteht nicht nur in der Industrie. Sie sind ein unerlässliches Element bei der Umgestaltung und Optimierung von Produktion und Logistik auf flexiblere und effizientere Prozesse, in verschiedensten Dienstleistungsbranchen und im medizinischen Sektor. Vor allem aber in der Produktion sollen sie schon bald verstärkt komplexe und vielfältige Aufgaben übernehmen und den Menschen unterstützen. 
An mobile Assistenzroboter werden jedoch noch höhere Anforderungen hinsichtlich der intuitiven Interaktion, der präzisen Umgebungs- und Objekterfassung sowie der intelligenten Bahnplanung und -ausführung gestellt. Zudem müssen sie besondere Sicherheitsanforderungen beim Einsatz im direkten Arbeitsumfeld des Menschen ohne trennende Schutzfelder erfüllen.

Auf der Automatica, vom 21. bis 24. Juni 2016 in München, präsentieren die Forscher des Fraunhofer IFF aktuelle Entwicklungen mit den Schwerpunkten mobile Assistenzrobotik sowie sichere und intuitive Mensch-Roboter-Kollaboration. Die vorgestellten Exponate zeigen, wie die Ansprüche an kommende Robotergenerationen erfüllt werden können. Die Automatisierungsexperten geben damit einen Einblick in die bevorstehende Einführung von Assistenzrobotern in der Industrie. Außerdem informieren sie über aktuell durchgeführte Belastungsstudien mit Probanden zur Ermittlung biomechanischer Grenzwerte im Falle einer Berührung zwischen Mensch und Roboter. Diese verifizierten Belastungsgrenzen stellen die Basis einer sicheren Mensch-Roboter-Kollaboration in der Betriebsart »Leistungs- und Kraftbegrenzung« dar. 

Visuelle Montageassistenz und ortsflexible Montageprüfung mit mobiler Roboterplattform

Darüber hinaus zeigt das Forschungsinstitut modernste Augmented-Reality-Assistenzsysteme für die visuelle Werkerassistenz und die optische Montageprüfung. Industrielle Montageprozesse sind meist geprägt durch eine große Variantenvielfalt auf Grund eines hohen Grades an Individualität der Produkte. Ohne Anleitung ist es schwierig, komplexe Baugruppen manuell zusammenzusetzen. Die Experten des Fraunhofer IFF setzen auf optische Technologien zur Montageassistenz. 

Sie haben ein technisches Assistenzsystem entwickelt, dass die Arbeitsperson beim Montagevorgang flexibel unterstützt. Dafür überlagern computergenerierte Visualisierungen das Kamerabild der realen Szene und geben so Hilfestellung.

Mensch und Maschine werden mit Hilfe solcher Systeme zukünftig in gemeinsamen Arbeitsräumen bspw. Montagearbeiten ausführen. Während der Mensch manuelle Arbeiten verrichtet, kann eine mobile Roboterplattform ortsflexibel die Prüfung vorangegangener Montageschritte durchführen.

Steuerungskonzepte frühzeitig entwickeln

Die Virtual-Engineering-Experten des Fraunhofer IFF stellen zudem ihre Lösungen zur integrierten Entwicklung von SPS und Roboterprogrammen vor. An einem Demonstrator zeigen sie, wie mit der IFF-Software VINCENT Steuerungskonzepte frühzeitig am virtuellen Modell entwickelt und getestet werden.

Das Fraunhofer-Institut für Fabrikbetrieb und -automatisierung IFF forscht seit vielen Jahren erfolgreich auf den Gebieten des Digital Engineering, der modernsten Mess-und Prüftechnologien für die Industrie sowie der intelligenten Robotik, der sicheren Mensch-Roboter-Kollaboration und der mobilen Assistenzrobotik. Dabei verfolgen die Forscher stets einen ganzheitlichen Einsatz. Hierbei entstehen neue Technologien, die heute in vielen Produktionsbereichen eingesetzt werden oder in naher Zukunft ihren Weg in die Industrie finden. 

Das Fraunhofer IFF auf der Automatica auf den Ständen A4-129, A4-212, A4-530, B4-317.

 

Bild: Die Forscher des Fraunhofer IFF haben Technologien zur optischen Montageprüfung auf Grundlage von Modellinformationen entwickelt. Das System vergleicht den Ist- mit dem Soll-Zustand in Echtzeit.

Share on facebook
Facebook
Share on twitter
Twitter
Share on linkedin
LinkedIn
Share on xing
XING
Share on whatsapp
WhatsApp
Share on email
E-Mail
Share on print
Drucken
Werbung

Entdecken Sie weitere Magazine

Schön, dass Sie sich auch für weitere Fachmagazine unseres Verlages interessieren.

Unsere Fachtitel beleuchten viele Aspekte der Digitalen Transformation entlang der Wertschöpfungskette und sprechen damit unterschiedliche Leserzielgruppen an.