Additive Manufacturing: VDMA-Umfrage macht Hoffnung

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Die neue Umfrage der Arbeitsgemeinschaft Additive Manufacturing im VDMA lässt hoffen. Hier die Ergebnisse.
Additive Manufacturing: VDMA-Umfrage macht Hoffnung

Quelle: Blackday/Shutterstock

„Unsere aktuelle Mitgliederumfrage belegt, wie klar die Unternehmen der Additive Manufacturing-Branche trotz des momentan schwierigen Marktumfeldes auf ihre Zukunftschancen fokussiert bleiben“, erklärt Dr. Markus Heering, Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft Additive Manufacturing (AG AM) im VDMA. In den kommenden 24 Monaten erwarten über zwei Drittel der befragten Unternehmen eine Markterholung und steigende Umsätze. Von den vierzehn Fertigungsdienstleistern, die sich an der Umfrage beteiligten, gehen über 90 Prozent von einer baldigen Besserung der Lage aus.

Im ersten Halbjahr 2020 verzeichneten viele der knapp 70 Firmen, die an der Umfrage teilnahmen, rückläufige Umsätze. Bei 56 Prozent der Befragten gingen die Umsätze teils deutlich zurück. Ein Fünftel musste über 20 Prozent Rückgang verkraften. Dagegen blieb in den ersten sechs Monaten des Jahres nur jedes fünfte Unternehmen auf Wachstumskurs. „Die schwache Konjunktur infolge der Corona-Pandemie wirkt sich auch auf die Geschäftslage im Additive Manufacturing aus“, erläutert Heering. Anbieter von Beratung, AM-Materialien und Fertigungsdienstleister sind laut Befragung am stärksten betroffen. Dass auch viele Anwender von AM-Verfahren und Nutzer von AM-Teilen rückläufige Umsätze meldeten, passe ins Bild. „Viele Projekte werden aktuell verschoben. Zudem sind die Auslandsgeschäfte wegen der Reisebeschränkungen deutlich erschwert“, erklärt er.

Additive Manufacturing: Zuversicht basiert auf Exporterwartungen

Fast 40 Prozent der Befragten erwarten jedoch in den nächsten zwölf Monaten steigende Exporte; weitere 46 Prozent zumindest gleichbleibende Geschäfte im Ausland. Richten sie den Blick 24 Monate voraus, dann gehen sogar mehr als zwei Drittel der Unternehmen von wachsenden Exporten aus. Als wichtigsten Exportmarkt geben neun von zehn Befragten die EU an. Für 40 Prozent haben auch Ausfuhren in die USA hohe Relevanz – und immerhin ein Fünftel aller Befragten nennt auch China als bedeutenden Zielmarkt für ihre Produkte und Dienstleistungen. Heering sieht in dieser Exportorientierung einen Beleg für die zunehmende Reife der AM-Branche. „Zugleich deuten die großen Unterschiede der 12- und 24-monatigen Vorausschau auf eine gewisse Skepsis hin, was eine schnelle Rückkehr zur Normalität ohne pandemie-bedingte Einschränkungen betrifft“, erklärt er.

AM-Branche macht sich bereit

Dennoch habe die Investitionsbereitschaft der Unternehmen im Vergleich zur letzten Befragung im April 2020 zugenommen. So geben nun 35 Prozent an, ihre Investitionen ausweiten zu wollen. In der Aprilumfrage lag dieser Wert bei 24 Prozent. Und gegenüber 32 Prozent im April geben nun nur noch 18 Prozent der Befragten an, mit geringeren Investitionen im AM-Bereich zu planen. „Auch nach dem sehr schwierigen ersten Halbjahr agieren unsere Mitgliedsfirmen mit Blick voraus auf ihre Wachstumschancen“, betont Heering. Das zeige sich auch darin, dass ein Großteil der Unternehmen die aktuelle Ruhephase nach eigenen Angaben für Produktentwicklungen und Mitarbeitertrainings nutzt. „Sie wollen bereit sein, wenn die Konjunktur wieder anspringt“, erklärt er.

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