3D-Druck: Weniger Testkörper mit dem Process Tuner

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3D-Druck: Weniger Testkörper mit dem Process Tuner

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Mithilfe des Materialise Process Tuners soll der serielle 3D-Druck kostengünstiger und nachhaltiger werden, in dem sich unter anderem die Zahl der Testdrucke drastisch reduzieren lässt.
3D-Druck

Quelle: Materialise

Um die Produktion eines Teils durch additive Fertigung auf Tausende oder sogar Millionen Stückzahlen kosteneffizient zu skalieren, müssen Unternehmen enorm viele Parametern auf den 3D-Druckern berücksichtigen, die sich oft gegenseitig beeinflussen. Zur Validierung des Druckprozesses für ein einzelnes Bauteil ist daher ein komplexer, zeitaufwendiger Prozess aus Versuch und Irrtum nötig, bei dem bis zu eintausend Testkörper anfallen können. Dieser Prozess ist damit sehr kostspielig und nicht nachhaltig.

Nachhaltiger serieller 3D-Druck

Der Materialise Process Tuner unterstützt produzierende Unternehmen, Lohnfertiger und auch Hersteller von 3D-Druckern bei der Entwicklung von optimierten Prozessparametern für ihre 3D-Drucker. Unter anderem wird es mit ihr möglich sein, die Zahl der notwendigen Testdrucke drastisch zu reduzieren. Industrielle Anwender werden am Ende schneller, kostengünstiger und nachhaltiger den seriellen 3D-Druck von Bauteilen realisieren können.

Die Softwarelösung automatisiert und unterstützt den erforderlichen Entwicklungs- und Validierungsprozess der Parameter. Dadurch wird die Aufgabe nicht nur beschleunigt, sondern es sinken auch die damit verbundenen Kosten. Außerdem nimmt mit der drastischen Reduzierung der physischen Testdrucke sowohl die benötigte Maschinenzeit ab als auch der Materialverbrauch und damit einhergehend die Abfallmenge. Basis für die Softwarelösung ist das Zusammenspiel fortschrittlicher Automatisierung, künstlicher Intelligenz und intelligenter Simulation.

Kosten um 50 Prozent gesenkt

„Wenn wir Unternehmen fragen, welche Hindernisse es bei der Skalierung ihrer Produktion gibt, sagen sie uns, dass es zu teuer, zu komplex und zu zeitaufwendig ist. Daher denken einige Unternehmen zweimal nach, bevor sie ihre Produktion ausbauen“, erläutert Stefaan Motte, VP und General Manager von Materialise Software. „Mit dem Materialise Process Tuner ermöglichen wir ihnen, die optimalen Druckeinstellungen zu finden, ohne Maschinen- und Entwicklungszeit zu verschwenden. In unseren eigenen 3D-Druck-Werken konnten wir die Kosten pro optimiertem Parametersatz um beachtliche 50 Prozent senken.“

Auf den Materialise Process Tuner greift man über einen Web-Browser oder über eine API zu. Damit ist dies die erste cloud-basierte Magics-Anwendung des Unternehmens. Unternehmen können die Anwendung auch vor Ort installieren und ausführen.

Early Adopter-Programm verfügbar

Kunden, die sich auf die additive Serienfertigung vorbereiten, sowie Hersteller von 3D-Druckern und Werkstoffen, die ihre Prozessoptimierung beschleunigen wollen, lädt Materialise ein, am Early Adopter-Programm teilzunehmen. Der Materialise Process Tuner wird voraussichtlich im ersten Halbjahr 2021 verfügbar sein.

Lesen Sie auch: 3D-Metalldruck: So lassen sich die Kosten schon früh abschätzen

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