3D-Druck: Weerg druckt jetzt auch mit PP

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Der italienische Dienstleister Weerg bietet ab sofort auch den 3D-Druck mit Polypropylen an. Welche Vorteile dieses Material für welche Anwendungen bietet und warum das Unternehmen in der Corona-Pandemie exponentiell wachsen konnte, lesen Sie hier.
3D-Druck

Quelle: Weerg

Das Polypropylen (PP) eignet sich nach Aussage des Dienstleisters sehr gut für den 3D-Druck mit HP-Technologie. Mit 12 betriebsbereiten Systemen besitzt das in Venetien ansässige Unternehmen nach eigenen Angaben die bislang größte Flotte von HP Jet Fusion 5210 3D-Industriedruckern in Europa. „Wir haben die Einführung dieses neuen Materials, das in der Industrie für die Herstellung von Teilen und Komponenten, mittels traditioneller Technologien, bereits weit verbreitet ist, mit Spannung erwartet“, erklärt Matteo Rigamonti, Gründer von Weerg, der als Testimonial an dem von HP und BASF organisierten Webinar über die Verwendung von Polypropylen teilnahm.

Corona erhöht Nachfrage nach 3D-Druck

„Über das letzte Jahr haben wir ein exponentielles Wachstum bei der Nachfrage nach 3D-Drucken erlebt“, so Rigamonti weiter. „Die Pandemie hat die Lieferketten gestört und in vielen Bereichen der Produktion eine gewisse Dringlichkeit hervorgerufen, was viele Anwender dazu veranlasst hat, mit dem 3D-Druck zu experimentieren und seine unbestreitbaren Vorteile zu entdecken.“ Aus diesem Grund bestehe ein Bedarf an neuen Materialien, die für die industrielle Verarbeitung verwendet werden können.

PP beständig gegen chemische Stoffe

Als Teil der Familie der teilkristallinen Thermoplaste zeichnet sich PP durch eine außergewöhnliche Beständigkeit gegen chemische Stoffe, auch gegen die aggressivsten, und gegen Kohlenwasserstoffe aus. Außerdem zeichnet es sich durch eine sehr geringe Feuchtigkeitsaufnahme aus. Es ist extrem leicht (0,89 g/cm³), druck- und temperaturbeständig und eignet sich für alle Schweißtechniken, einschließlich Infrarot- und Ultraschallschweißen. Die Verwendung von Polypropylen bei der Herstellung von Prototypen gewährleistet zudem eine bessere Konformität, da der Prototyp direkt aus dem gleichen Material hergestellt werden kann, aus dem auch das Endprodukt bestehen soll.

Erste Testphasen erfolgreich bestanden

„Die Leistung des mit der HP-Technologie verarbeiteten Polypropylens hat sich bereits in den ersten Testphasen als zufriedenstellend erwiesen, so dass wir sofort hervorragende Ergebnisse in Bezug auf die Qualität erzielen konnten“, erklärt Rigamonti. „Vorsichtshalber haben wir eine Toleranz von ± 0,60 mm angegeben, die von uns durchgeführten Drucktests haben Toleranzen von bis zu ± 0,30 mm erreicht und damit die Performance von Nylon, auch in Bezug auf die Ebenheit, erreicht.“

Ästhetische Leistung besser als bei Nylon

Polypropylen ist günstiger als Nylon und erfordert etwas längere Verarbeitungszeiten, sowohl beim Druck als auch bei der Kühlung, die bei Weerg nur mit natürlichen Methoden durchgeführt wird. Laut Rigamonti ist die ästhetische Leistung definitiv besser. „Die Oberfläche ist im Vergleich zu den anderen Materialien gleichmäßiger, es sieht sogar so aus, als sei sie bereits veredelt, sobald sie aus dem Drucker kommt. Aufgrund der Absorptionsbeständigkeit kann das Material jedoch nicht eingefärbt werden, außer mit zweikomponentigen RAL-Industrielacken, die auf weerg.com in den Farben Rot, Blau, Weiß, Grün und Schwarz angeboten werden.“

Zu den Vorteilen von Polypropylen gehört zudem die hohe Recyclingfähigkeit der Abfallpulver, die bis zu 100 % wiederverwendet werden können.

Lesen Sie auch: 3D-Druck: So profitiert die Druckguss-Branche

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