125 Jahre Stäubli: Von der Mechanik zur Mechatronik

1892 gründet sich in einer kleinen Werkstatt in Horgen bei Zürich ein Unternehmen, das sich zu einem weltweit tätigen Anbieter von hochentwickelten Mechatronik-Technologien in den Bereichen Kupplungssysteme, Roboter und Textilmaschinen entwickeln sollte.

Rudolph Schelling und Hermann Stäubli bewiesen 1892 kaufmännischen Instinkt und technisches Geschick, als sie im schweizerischen Horgen die Firma „Schelling & Stäubli“ gründeten. Das Unternehmen entwickelte sich seither von einer „mechanischen Werkstätte“ zu einem internationalen Mechatronik-Unternehmen, das heute für seine führenden Technologien von Industriekunden weltweit geschätzt wird.

Der Zeit immer ein Stück weit vorausdenken

„Leidenschaftliches Erfindertum und höchste Qualitätsansprüche gepaart mit Zuverlässigkeit, Kundenorientierung und einer auf Langfristigkeit ausgerichteten Strategie sind Werte, die in der Stäubli-Familie seit Generationen weitergegeben werden, um auch den nachfolgenden Generationen ein modernes, zukunftsfähiges Unternehmen übergeben zu können“, sagt Rolf Strebel, CEO der Stäubli-Gruppe. „Das bedeutet, nachhaltig und rentabel zu wirtschaften, wie auch technologisch gesehen der Zeit immer ein Stück weit voraus zu denken, um den Kunden wertschöpfende Lösungen anbieten zu können.“

Die Entwicklungen der vergangenen 125 Jahre drücken diese Kontinuität und Innovationsbegeisterung aus: „125 Jahre Leidenschaft für Innovation“ lautet denn auch das Motto im Jubiläumsjahr 2017. Zeitgemäße technologische Weiterentwicklungen und visionäre Ideen formten ein Unternehmen, das im neuen Jahrtausend genauso erfolgreich agiert wie Ende des 19. Jahrhunderts.

Von der Schaftmaschine zum kollaborativen Industrieroboter

Ende des 19. Jahrhunderts boomte die Textilindustrie. „Schelling & Stäubli“ wurde wichtiger Lieferant im Webereigewerbe mit einem Fokus auf Schaftmaschinen. Hermann Stäubli erwarb sein Wissen zunächst durch die Reparatur von Importprodukten. Daran lernte er und setzte sich schnell das Ziel, selbst ein besseres Produkt herzustellen. Sein Anspruch: höchste Qualität und eine ausgeprägte Kundenorientierung. Er wollte nichts weniger als die besten Schaftmaschinen bauen, damit Webereien optimale Resultate erzielen konnten. Schon damals hatte Stäubli hohe Anforderungen hinsichtlich einer effizienten Produktion, sprich: mehr Gewebe günstiger, in besserer Qualität und mit einer größeren Vielfalt an Mustern herstellen zu können.

1893 lieferte „Schelling & Stäubli“ dann die erste Schaftmaschine als Eigenkonstruktion aus. Im Jahr 1900 folgte die Weiterentwicklung zur ersten Papierkarten-Schaftmaschine, ausgerüstet mit einem Einlesesystem wie es heute noch verbreitet ist. Nach dem Tod von Rudolph Schelling, bekam das Unternehmen 1909 den Namen Stäubli.

Erst Kupplungen, dann Roboter

Nach seinem Start als technischer Pionier und zuverlässiger Partner in der Webereibranche erweiterte Stäubli seine Kompetenzen auf Schnellkupplungslösungen. „Mit dem Beginn der Herstellung von Schnellkupplungen entschloss sich die Familie Stäubli 1956 dazu, ihre Kompetenzen auch auf weitere Geschäftsfelder zu übertragen.“ Seitdem wurde bei Stäubli stetig nach Möglichkeiten gesucht, zukunftsfähige Technologien zu entwickeln, um die Industrieprozesse der Kunden weiter zu vereinfachen und sicherer zu machen. So war es nur konsequent, das Portfolio von Stäubli ab 2002 um elektrische Steckverbindungen zu erweitern.

Übernahme eines Roboter-Pioniers

Ein weiterer wichtiger Schritt folgte 1982 mit dem Beginn der Zusammenarbeit mit dem amerikanischen Robotik-Pionier Unimation. Die Übernahme von Unimation im Jahr 1989 war der Grundstein für Stäubli Robotics, einem der heute führenden Anbieter von industrieller Robotik und Automation.

Sich ständig verbessern und weiterentwickeln, in allen Bereichen

„Und das ist es wohl, was unser Unternehmen seit Beginn auszeichnet: Der Innovationsgeist, der tief verankert liegt in der Natur von Stäubli“, sagt Rolf Strebel. „Er sorgt dafür, dass wir ständig neue wertschöpfende Lösungen für unsere Kunden entwickeln. Aber auch das Familiäre, der Geist des Zusammenhaltens, das Interesse und das Bewusstsein um die Notwendigkeit einer stetigen Weiterentwicklung sind maßgebliche Faktoren für den langjährigen Erfolg. Mit der Motivation uns immer weiter zu verbessern – menschlich, fachlich und technologisch, wird es uns auch in den nächsten 125 Jahren gelingen, erfolgreich bestehen zu können.“

Geografische Ausdehnung und Portfolioerweiterung

Seit 1892 ist die Stäubli Gruppe sowohl technologisch als auch geografisch substanziell gewachsen. 1909 errichtete Stäubli seine erste Produktionsstätte in Frankreich, gefolgt von Werken in weiteren europäischen Ländern sowie Nord- und Südamerika und China. Im Zeitalter von digitaler Transformation und Industrie 4.0 setzt Stäubli seinen dynamischen Weg als technologischer Vorreiter für das Zusammenwirken von Mensch und Maschine in einer der fortschrittlichsten und innovativsten Industriebranchen fort.

  • Stäubli blickt auf eine 125 jährige Geschichte zurück, die mit mechanischen Bauteilen für Textilmaschinen begann.
  • Heute liefert Stäubli hochentwickelte Systeme wie die neue Robotergeneration TX2-90L mit integrierten Safety-Funktionen...
  • ...das modulare Steckverbindersystem für Signale, Daten, Leistung, Fluid und mehr - Combitac ...
  • ... oder modulare Werkzeugwechselsysteme für Roboter.
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